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US-Wahl 2020 Nächste Pleite für Donald Trump: Arizona und Wisconsin bestätigen Joe Bidens Wahlsieg

Joe Biden
Joe Biden kann zufrieden sein. Arizona hat seinen knappen Sieg über Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl offiziell zertifiziert.
© Andrew Harnik / AP / DPA
Donald Trumps Versuche, das Ergebnis der Präsidentschaftswahl anzufechten, gehen zunehmend ins Leere. Nun haben auch Arizona und Wisconsin offiziell ihre Ergebnisse zertifiziert und bestätigten damit Joe Biden als Gewinner.

Arizona und Wisconsin haben als weitere umkämpfte US-Bundesstaaten das Ergebnis der Präsidentenwahl mit dem Sieg von Joe Biden offiziell bestätigt. Damit erlitt Amtsinhaber Donald Trump weitere Rückschlage bei seinen Versuchen, den Ausgang der Wahl am 3. November mit juristischen Attacken zu kippen. Biden gewann in Arizona mit einem Vorsprung von fast 10.500 Stimmen, in Wisconsin waren es nach einer Neuauszählung rund 20.700 Stimmen. Trumps Anwälte wollen gleichwohl an diesem Dienstag gegen das Ergebnis der Wisconsin-Wahl vorgehen.

Trump behauptet nach wie vor ohne Belege, dass er die Wahl nur wegen massiver Wahlfälschung verloren habe. Zuvor hatten bereits unter anderem wichtige Bundesstaaten wie Georgia und Pennsylvania das Ergebnis der Wahl bestätigt. In Iowa wurde am Montag dagegen wie erwartet Trump offiziell zum Sieger erklärt. 

Arizona: Gouverneur bürgt für Wahlergebnis

Arizonas Staatssekretärin Katie Hobbs, Gouverneur Doug Ducey - ein Republikaner - und Generalstaatsanwalt unterschrieben während einer kurzen öffentlichen Veranstaltung die Dokumente, die die Ergebnisse in Arizona festschreiben. Hobbs und Ducey bürgten gemeinsam für die Richtigkeit und Sicherheit der Wahlen. Dessen ungeachtet brachten Donald Trumps Anwälte bei einem weiteren Hearing abermals Wahlbetrugsvorwürfe in einem County zur Sprache; Belege blieben sie US-Medienberichten zufolge aus diesmal schuldig.

"Jedem Wähler in Arizona gilt mein Dank und er sollte wissen, dass er stolz darauf sein kann, dass diese Wahl trotz zahlreicher unbegründeter gegenteiliger Behauptungen mit Transparenz, Genauigkeit und Fairness in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Wahlverfahren von Arizona durchgeführt wurde, stellte Hobbs fest. Arizonas elf Wahlleute im Electoral College gehen damit an Biden. Das Gremium stimmt am 14. Dezember über den neuen Präsidenten ab. Biden hält gemäß dem Wahlergebnis 306 Wahlleute; 270 sind für die Mehrheit nötig. Der neue Präsident wird am 20. Januar vereidigt.

Senat: Republikanische Mehrheit schrumpft

Die Bestätigung der Wahlergebnisse in Arizona hat auch den Nebeneffekt, dass die Mehrheit von Trumps Republikanern im Senat von 53 auf 52 Stimmen schrumpfen wird. Der Demokrat Mark Kelly, der die republikanische Senatorin Marthy McSally besiegte, soll bereits diese Woche vereidigt werden, weil es eine Sonderabstimmung war. Die restlichen neu gewählten Senatoren werden erst Anfang 2021 vereidigt. Ob Demokraten oder Republikaner die Mehrheit im Senat haben werden, entscheidet sich allerdings erst bei zwei Stichwahlen in Georgia am 5. Januar.

Der Senat stimmt unter anderem über Kandidaten für zentrale Regierungsposten ab. Damit könnte der Handlungsspielraum von Biden als Präsident eingeschränkt werden, wenn die Republikaner die Kontrolle über die Kongresskammer behalten.

dho mit DPA

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