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"Bruch der Schweigevereinbarung" "Stormy Daniels" will über ihre Affäre mit Donald Trump auspacken

Stormy Daniels Stephanie Clifford
Stephanie Clifford als "Stormy Daniels" 2013 in New York City
© Van Tine Dennis/ABACA / Picture Alliance
Unfreiwillig hat Donald Trumps Anwalt eingeräumt, 130.000 Dollar Schweigegeld an "Stormy Daniels" gezahlt zu haben. Für den Pornostar ist das ein Bruch der Schweigevereinbarung. Sie will deshalb über ihr Techtelmechtel mit Trump plaudern.

Wer es wirklich wissen will, kennt die Details ohnehin schon: Dass er sie mit "Businessfragen" gelöchert habe, dass der Sex mit ihm unspektakulär gewesen sei und sie inständig gehofft habe, nicht auch noch dafür bezahlt zu werden. So hatte Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels" vor ein paar Jahren dem Magazin "InTouch" ihre intime Begegnung mit Donald Trump geschildert. Problem: Offiziell sind ihre Äußerungen nie so gefallen, weil der Pornostar Geld für sein Schweigen erhalten hat. Zumindest dieser Aspekt der Affären-Posse ist jetzt klar.

Wofür sind 130.000 Dollar geflossen? 

Vor wenigen Wochen hatte das "Wall Street Journal" über eine Zahlung an "Stormy Daniels" berichtet. 130.000 Dollar soll Trump-Anwalt Michael Cohen vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 an den Sex-Profi gezahlt haben, damit sie über ihre außereheliche Affäre mit dem Immobilienmilliardär schweigt, so das Blatt. Nach einigem Hin und her hat der Jurist nun eingeräumt, dass diese Summe tatsächlich geflossen sei - wenn auch nicht als Schweigegeld, wie Cohen betont. Auch hätten weder Donald Trump noch seine Firma ihm das Geld erstattet - ein Umstand, der erst Recht Fragen aufwirft. Wofür sind 130.000 Dollar geflossen? Der US-Rechtsexperte Charles Wolfram sagte dazu in der "New York Times": "Anwälte rennen nicht in der Gegend herum und drücken Fremden 130.000 Dollar in die Hand. Jedenfalls nicht, wenn ihre Kunden nichts davon haben und ihnen der Betrag nicht in Rechnung gestellt wird."

Dass Cohen den üppigen Scheck genau aus dem Grund ausgestellt hat, von dem alle glauben, dass er ihn ausgestellt hat, macht nun "Stormy Daniels" deutlich. Sie betrachtet sein Eingeständnis der Zahlung als "Bruch der Stillschweigevereinbarung", wie Cliffords Managerin Gina Rodriguez sagte. "Die gilt jetzt nicht mehr, und Stormy wird ihre Geschichte erzählen." Sprich: Sie wird weitere pikante Details über ihr Techtelmechtel mit Trump ausplaudern. Das soll kurz nach seiner Heirat mit Melania und der Geburt von Sohn Barron begonnen und rund ein Jahr lang angehalten haben.

Donald Trump schweigt

Der Präsident selbst schweigt, wenig überraschend, bislang dazu und aus dem Weißen Haus ist nur zu hören, dass es sich bei der Geschichte um eine olle Kamelle handele, die sich zudem als Gerücht entpuppt habe. Dass Trumps Anwalt überhaupt offiziell die Zahlung der 130.000 Dollar einräumen musste, lag an einer Beschwerde der Organisation "Common Cause". Die hatten einen Verstoß gegen das Gesetz zur Wahlkampffinanzierung gewittert und den Fall bei der US-Wahlkommission angezeigt. 


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