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Dschihad-Selfies: Auch Mudschahedin posten Kätzchenbilder

Wenn islamistische Europäer in Syrien oder im Irak in den Krieg ziehen, nehmen sie unter anderem ihre Vorliebe für soziale Medien mit. Das kann dann auch in Katzenbildern enden.

Von Sophie Albers Ben Chamo

Laut dem Washington Center For Near East Policy sind auch rund 3000 EU-Bürger illegal in Syrien und im Irak, um für die Errichtung islamistischer Staaten zu kämpfen. Das sind meist Männer Anfang bis Ende 20, häufig zum Islam konvertiert, die zutiefst davon überzeugt sind, dass das Abschlachten von "Feinden" ebenso in Ordnung ist wie die Unterdrückung der Frau und der restlichen Welt. Die Chance auf den eigenen Tod wird mit dem Wort Shahid verbrämt, das für den Märtyrer steht.

Was ihnen Ehre bedeutet, ist für uns der Ausdruck von Monstrosität. Diese selbsternannten Dschihadisten stehen in einer Reihe mit Mohammed Atta, sind emotionslose Killer oder gehirngewaschene Opfer der eigenen Unfähigkeit, denen wir die Menschlichkeit absprechen, weil ihre Taten innerhalb unseres Wertesystems verabscheuungswürdig sind. Und nun das: Seit einiger Zeit tauchen Katzenfotos auf, die eben diese Monster in den sozialen Netzwerken verteilen. Die ultimative, tausendmal geteilte und gelikte Online-Niedlichkeit schmust plötzlich mit Maschinenpistolen und Granaten. Einen Hashtag hat die ungeheuerliche Fluffigkeit auch schon: #CatsOfJihad.

Gut gelaunter Killer

Während mehr als neun Millionen Menschen in Syrien auf der Flucht sind, die Hälfte davon Kinder, und fast drei Millionen in Nachbarländern Schutz suchen, präsentieren sich diese zugereisten Dschihadisten als narzisstische Selbstdarsteller. Dabei gelten Isis-Anhänger schon länger als besonders Social-Media-affin.

Folgt man den Pfaden und Verlinkungen, kann man vor allem an einem besonders auskunftsfreudigen Kämpfer in Syrien hängenbleiben. Raphael Yilmaz nennt er sich und hat sogar Zeit, seine Fotos und Filmchen zu bearbeiten. Deshalb wohl werden seine Katzen besonders gern geteilt. Und er plaudert auch gern. Unter dem Namen chechclear ist er unter anderem auf ask.fm erreichbar, wo er Fragen nach seiner Heimatstadt ("Den Haag") genauso beantwortet, wie die nach seinem Lieblingsnachtisch ("Knafeh"). Musik mag er nicht, die sei "haram" (Sünde), aber auch Zwangsheirat lehne er ab. Er benutze eine Glock-9-Pistole und ein Dragunow-Scharfschützengewehr. Auf Türkisch, Niederländisch und Englisch malt er das Bild eines gutgelaunten Mörders.

Ob die Accounts echt sind, ist schwer zu beweisen. Aber Fotos, ein Video im holländischen Fernsehen und die seit Längerem bekannte Online-Offensive der Mujahedin deuten zumindest darauf hin. Was er am liebsten mache, wird er auf ask.fm gefragt, wo auch andere Dschihadisten gern Rede und Antwort stehen: "Den Leuten das Schießen beibringen." Was er sich vom Leben wünsche, falls er überlebe? "Eine Familie."

"Bruder, dein Instagram-Account macht deinen Dschihad ungültig"

Diese jungen Männer predigen und töten im Namen des Islam, wollen aber nicht auf westliche Freuden wie Snickers, Kätzchen-Posts und Facebook verzichten. Buzzfeed hat hier eine kleine Selbstdarsteller-Show zusammengestellt. Es liegt nahe, dass die Ausformungen des Selbstdarstellungsdrangs von der popkulturellen Sozialisation im Westen herrühren. Vielleicht deshalb antwortet Yilmaz auch nicht, als ein "Bruder" ihm ins religiöse Gewissen zu reden versucht. "Ayub Asesino" schreibt: "Dieser (Instagram-)Account macht deine Dschihad-Bemühungen ungültig. Wenn ein Mann um Anerkennung kämpft, zerstört es den Dschihad, es korrumpiert seine Absicht (...)." Am Ende prophezeit ihm "der Bruder" die "Hölle".

Evan Jendruck, ein Experte der anerkannten Terrorismus-Forschungsstätte IHS Jane's Terrorism and Insurgency Centre, glaubt, die Online-Profile der Dschihadisten erfüllten mehrere Aufgaben: Natürlich dienten sie der Rekrutierung und Propaganda, zitiert ihn "Vice". Die illegalen Kämpfer scheinen sich damit aber auch rechtfertigen zu wollen. Und natürlich gehe es darum, berühmt und berüchtigt zu sein: "Sie mögen die Aufmerksamkeit und das Gefühl, Bedeutung zu haben."

320 Personen aus Deutschland in Syrien

Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2013 am Mittwoch in Berlin hieß es, dass bisher etwa 320 Personen aus Deutschland in den syrischen Bürgerkrieg gezogen sind. Etwa 100 von ihnen seien zurückgekehrt. Und die Sorge sei groß, dass sie Anschläge verüben könnten wie den vor einigen Wochen in Brüssel, als ein Syrienheimkehrer im jüdischen Museum vier Menschen getötet hat.

Für die meisten europäischen Dschihadisten bedeutet die Reise in den Krieg allerdings den sicheren Tod.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(