Energiekrise in Großbritannien Mehr Essens-Tafeln als McDonald's-Filialen. Und Zustände wie bei Charles Dickens: Der britische Winter wird düster

Armut ist in Großbritannien zu einem landesweiten Problem geworden.
Armut hat Großbritannien während der Corona-Pandemie stark zugenommen – die Inflation und der Anstieg der Energiepreise befeuern diesen Effekt noch weiter.
© Thanassis Stavrakis/ AP / DPA
Drei- bis viermal teurer als im Vorjahr wird Energie für die Briten ab Oktober. Schon jetzt wissen viele nicht mehr, wie sie Strom, Gas, Sprit und Lebensmittel bezahlen sollen. Die Lage ist ernst – Finanzexperten rechnen mit einer humanitären Katastrophe und zivilen Unruhen im Winter. 

Eigentlich ist Martin Lewis ein ausgeglichener Mann. Der beliebteste Finanzexperte des Königreichs gibt seit Jahrzehnten Millionen von Geringverdienern wertvolle Tipps in Sachen Geld und Sparen, von der Hausversicherung bis zu Sonderangeboten in Supermärkten. Doch seit einigen Monaten erleben die Briten einen anderen, sorgenvollen Martin Lewis. Vor zwei Wochen schließlich wandte er sich mit einem öffentlichen Video direkt an die britische Regierung. "Wenn wir jetzt nichts tun", warnte er dort, "werden wir diesen Winter potenziell eine verheerende nationale Finanzkatastrophe erleben."


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