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Expertenprognose Obama hat wenig Interesse an Intervention in Syrien


Die Kriege im Irak und in Afghanistan sind für die USA alles andere als erfolgreich verlaufen und der US-Wahlkampf ist in vollem Gange. Sind die Drohungen Obamas wirklich nur leere Worte?

Der USA-Experte Josef Braml hat die Drohung von US-Präsident Barack Obama mit einem militärischen Eingreifen in Syrien als Abschreckungsstrategie charakterisiert. Der Wissenschaftler bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) sagte am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur, Obama reagiere auf die Drohung der anderen Seite.

Die USA hätten derzeit wenig Interesse an einer Intervention in Syrien. Die Amerikaner hätten sich mit ihren Kriegen im Irak und in Afghanistan übernommen. Diese Truppen würden gerade heimgeholt. Die USA hatten mit einer Militäraktion in Syrien gedroht, falls dessen Massenvernichtungswaffen zur Gefahr für Israel werden sollten.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf sei mit einem Militäreinsatz "kein Blumentopf zu gewinnen", sagte Braml. "Obama hat zu Recht gesagt, die größte sicherheitspolitische Bedrohung Amerikas sind nicht Terroristen und sind auch nicht Schurkenstaaten, sondern die eigene wirtschaftliche Schwäche, die auch künftige Handlungsfähigkeit einschränkt." Hier müsse Obama einiges tun und das Land von seiner Öl-Abhängigkeit befreien.

amt/DPA DPA

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