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Fidel Castro: "Wenn ich wirklich sterbe, glaubt mir niemand"

Leidet Fidel Castro unter Parkinson? Dieses Gerücht verbreitet zurzeit der CIA. Der Diktator selber dementiert und hielt nun, wie zum Beweis, eine fünfstündige Rede an der Universität von Havanna. Stehend.

Auch mit 79 Jahren fühlt sich Fidel Castro offenbar noch lange nicht am Ende: Vor Studenten der Universität von Havanna sah sich der Diktator bemüßigt, Gerüchte über seinen Gesundheitszustand zu dementieren. Der amerikanische Geheimdienst hatte kolportiert, dass der kubanische Präsident an der Nervenkrankheit Parkinson leide.

"Sie sagen, ich habe diese oder jene Krankheit. Jetzt haben sie erfunden, dass ich an Parkinson erkrankt bin", sagte Castro. Und wie zum Beweis seiner Fitness hielt eine fünfstündige Rede, die er die ganze Zeit stehend an einem Pult verbrachte. "Sie töten mich jeden Tag. Wenn ich einmal wirklich sterbe, wird mir keiner glauben", sagte er witzelnd.

Die CIA hatte zuletzt erklärt, die Krankheit bei Castro sei so weit fortgeschritten, dass Besorgnis über die Zukunft Kubas gerechtfertigt sei. Castro ist seit der Revolution 1959 Machthaber in dem karibischen Land. Die USA und Kuba unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Vor 43 Jahren haben die USA ein Wirtschaftsembargo gegen Kuba verhängt.

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