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Flüchtlingskrise: So viele Flüchtlinge kommen über das Mittelmeer nach Italien

Die Flüchtlingskrise in Italien ist bislang kein großes Thema im Bundestagswahlkampf. SPD-Kanzlerkandidat Schulz macht sie nun dazu. Er gibt sich seit Tagen alarmiert. Zu Recht?

In den Umfragen geht es für die SPD schon länger bergab. Bevor der Schulz-Zug ganz zum Stehen kommt, setzt Kanzlerkandidat Martin Schulz nun auf ein neues Thema: Die Flüchtlingskrise. In Italien würden täglich nach wie vor Tausende ankommen, das Thema dürfe nicht bis nach der Wahl aufgeschoben werden, sonst drohe sich die Situation von 2015 zu wiederholen.

Tatsächlich sind die Ankunftszahlen in Italien noch immer auf etwa demselben Niveau wie 2015 und liegen im ersten Halbjahr 2017 über der des Zeitraums in 2016. Wie die Statista-Grafik zeigt, war die Situation im Herbst 2015 in Europa aber eine andere. Allein im Oktober erreichten etwa 211.600 Flüchtlinge und Migranten Griechenland. Heute sind Griechenland und Spanien die Länder mit den wenigsten Ankünften.

Zählt man alle Flüchtlinge zusammen, die das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) seit Januar 2015 pro Land registrierte, ergibt dies 1.039.000 für Griechenland, 419.000 für Italien und 31.000 für Spanien.

Statista