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Frankreich Macron oder Le Pen? Präsidentschaftswahl steuert auf Duell zu

Sehen Sie im Video: Umfragen vor Präsidentschaftswahl in Frankreich sehen Macron und Le Pen vorn.




Frankreich wählt ein neues Staatsoberhaupt! Am 10. April werden mehr als 46 Millionen Französinnen und Franzosen die Möglichkeit haben, das Bewerberfeld auf zwei KandidatInnen einzuschränken. Jüngsten Umfragen zufolge lag der pro-europäische Amtsinhaber Emmanuel Macron mit seiner liberalen Partei La Republique en Marche zuletzt nur wenige Prozentpunkte vor der rechten Rivalin Marine Le Pen vom Rassemblement Nationale. In einer für den 24. April zu erwartenden Stichwahl wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden erwartet. Die Möglichkeit eines Wahlsiegs der rechtsextremen Europaskeptikerin lastete zuletzt auf den Kursen von Aktien und Anleihen in Frankreich. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Perpignan rief sie ihre Landsleute auf, zur Wahl zu gehen, um der Ära Macron ein Ende zu bereiten: "Am 10. April ist es ein einfacher Akt, aber ein sehr mächtiger. Jene, die uns bisher so schlecht regiert haben, werden abgestraft, allen voran der scheidende Präsident Emmanuel Macron." Der so Gescholtene bedauerte jüngst in einer Fernsehsendung, erst spät in den Wahlkampf eingestiegen zu sein. "Für einen Amtsinhaber ist das aber normal und dann waren da noch die Umstände. Wir hatten alle Hände voll zu tun mit dem, was gerade geschah. Vor zwei Monaten liefen unsere Krankenhäuser coronabedingt voll, vor sechs Wochen begann der Krieg in der Ukraine." Im Allgemeinen trage er eher den Geist dieses Siegens in sich als den Geist der Niederlage, so Macron. Ob er sich darauf kann, wird sich zeigen - zunächst in Runde eins der französischen Präsidentschaftswahlen am Sonntag. Neben Macron und Le Pen stehen dann zahlreiche weitere KandidatInnen zur Wahl, darunter die konservativ-wirtschaftsliberale Valerie Pecresse, Kandidatin der Republikaner und der rechtsextreme und in Frankreich wegen Volksverhetzung verurteilte Eric Zemmour. Seine Chancen in die Stichwahl zu gelangen, sind laut Umfragen minimal. Nach der ersten Runde wäre demnach auch für den linken Kandidaten Jean-Luc Melenchon Endstation. Die sozialistische Kandidatin und Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo landete mit zwei Prozent nur unter ferner liefen. Valerie Pecresse gilt mit nur neun Prozent ebenfalls als Zählkandidatin. Der grüne Bewerber Yannick Jadot kann mit sechs Prozent Zustimmung rechnen.
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Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich werden sich zwei Kandidaten einer Stichwahl stellen. Laut Umfragen dürften das Amtsinhaber Macron und die rechte Herausfordererin Le Pen werden.

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