G20-Treffen in Südkorea Kommuniqué stellt koordinierte Wirtschaftspolitik in Aussicht


Die führenden Wirtschaftsnationen wollen den Aufschwung der Weltwirtschaft gegen die jüngsten Schwankungen der Finanzmärkte durch eine koordinierte Wirtschaftspolitik schützen.

Die führenden Wirtschaftsnationen wollen den Aufschwung der Weltwirtschaft gegen die jüngsten Schwankungen der Finanzmärkte durch eine koordinierte Wirtschaftspolitik schützen. Die globale Wirtschaft erhole sich schneller als erwartet, hieß es am Samstag in einem gemeinsamen Kommuniqué zum Abschluss des zweitägigen Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der G20-Länder in der südkoreanischen Küstenmetropole Pusan. Doch stellten die jüngsten Probleme in den Finanzmärkten "bedeutende Herausforderungen" dar. "Wir werden eine gut koordinierte Wirtschaftspolitik verfolgen."

Die Teilnehmer äußerten zugleich ihre Unterstützung für die Maßnahmen der Europäischen Union, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Rettung der europäischen Wirtschaft. Ohne Staaten beim Namen zu nennen, riefen sie die Länder mit "ernsten Finanzproblemen" dazu auf, die Konsolidierungsbemühungen zu beschleunigen.

Auch bekräftigten die Teilnehmer ihre Absicht, die Reform der Finanzmärkte voranzutreiben. Dies erfordere auch eine größere Transparenz und bessere Führung von Finanzinstituten.

Uneinigkeit herrschte bei dem Treffen in Pusan weiterhin über Vorschläge für eine weltweite Finanzmarktsteuer und die auch von Deutschland unterstützte Bankenabgabe, durch die die Geldhäuser an den Kosten der Finanzkrise beteiligt werden sollen.

Dem nächsten G20-Gipfel in Toronto in drei Wochen sollen dem Kommuniqué zufolge die politischen Optionen vorgelegt werden, die beim Vorbereitungstreffen der Finanzminister und Notenbankchefs für "ein stärkeres, tragfähigeres und ausgeglicheneres Wachstum" besprochen wurden.

DPA DPA

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