Wahlen in Italien Die Neofaschistin Giorgia Meloni ist in Italien auf dem Vormarsch: Was ihr Wahlsieg für Europa bedeuten würde

Politikerin Giorgia Meloni
Die Politikerin Giorgia Meloni könnte die erste Frau an Italiens Spitze sein. Ihre Partei Fratelli d´Italia kommt in Umfragen auf 24 Prozent und könnte im rechten Bündnis Forza Italia und Lega die Mehrheit der Stimmen am 25. September gewinnen
© Cecilia Fabiano/ / Picture Alliance
Wochenlang suchten sie nach einem Kompromiss dann gab es das Wahlbündnis Mitte-Links, das sich der rechten Spitzenkandidatin Giorgia Meloni entgegenstellen wollte. Doch nach fünf Tagen zerbrach es wieder. Die Zerstrittenheit ihrer Gegner wird ungewollt zur Wahlhilfe für eine postfaschistische Partei, die Europa auf die Probe stellen könnte – sollte sie die nächste Regierung stellen.

Es war ein wochenlanges Gekrampfe und Geschachere, ehe es überhaupt zustande kam, das Wahlbündnis von Mitte-Links: nach fünf Tagen ist es nun schon wieder zerbrochen. Wieso eigentlich? Sie sind sich doch alle einig darüber, die Reformpolitik des gestürzten Ministerpräsidenten Mario Draghi fortführen zu wollen. Sie könnten das Erbe des einst beliebten, ehemaligen EZB-Bankchefs Draghi antreten und dabei auf breite Unterstützung aus der bürgerlichen Mitte Italiens rechnen. Aber nein, sie verlieren sich wieder einmal in endlosen Debatten über Wahlallianzen und Personalia. Italien schadet sich aufs Neue selbst.

Punto e basta.

Sozialdemokraten und Liberale werden so zu unfreiwilligen Unterstützern der aufstrebenden Postfaschistin Giorgia Meloni. 

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