Griechenland Abkommen über Milliarden-Hilfen steht


Bis zu 120 Milliarden Euro braucht Griechenland allein in den kommenden drei Jahren, meinen Experten. Bei den Verhandlungen über die Finanzhilfen, die zum Großteil von den Euro-Mitgliedstaaten kommen, kam es jetzt zu einer grundlegenden Einigung.

Das Abkommen über milliardenschwere Finanzhilfen für Griechenland steht. Wie am Samstag aus dem Finanzministerium in Athen verlautete, wurden die Verhandlungen von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit der griechischen Regierung am Abend im Wesentlichen abgeschlossen. Beraten werde nun noch über den Text des Gesetzentwurfs, der am Sonntag dem Parlament vorgelegt werden soll, berichtete der griechische Fernsehsender Mega am Samstagabend

Experten beziffern den Athener Finanzbedarf allein in den kommenden drei Jahren auf bis 120 Milliarden Euro, der zum Großteil von Deutschland und anderen Ländern der Euro-Zone getragen werden muss. Im ersten Jahr wollen die Euro-Mitgliedstaaten bis zu 30 Milliarden Euro in Form von Krediten an Athen vergeben, 15 Milliarden sollen vom IWF bereitgestellt werden.

Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou hat für Sonntagmorgen eine Kabinettssitzung anberaumt. Nach Angaben seines Büros wollte der Ministerpräsident zu Beginn der Sitzung in einer Live-Übertragung das Abkommen bekanntgeben. Seit Mitte April hatten die Vertreter von EU, EZB und IWF mit Athen über die Bedingungen verhandelt, zu denen Griechenland vor dem Staatsbankrott bewahrt werden soll.

Für die geplanten Notkredite verlangen IWF und EU ein striktes Sparprogramm. Nach Angaben aus Athen soll Griechenland sein Defizit von derzeit 13,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis Ende 2011 auf 3,6 Prozent senken. Dafür sollen die Gehälter im öffentlichen Dienst und die Renten gekürzt sowie Steuern und Abgaben angehoben werden.

AFP/APN

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