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"Rettung" oder Niedergang? YouTube-Video soll Griechenland-Krise entwirren

Margarita Tsomou, die Herausgeberin des "Missy"-Magazins
Margarita Tsomou, die Herausgeberin des "Missy"-Magazins erklärt in einem Campact-Video die Griechenland-Krise
© Screenshot YouTube/Campact
Fünf Experten legen in einem YouTube-Film Fakten zum verschuldeten Griechenland auf den Tisch. Wer dachte, er hätte die Hintergründe der Krise verstanden, soll ins Grübeln gebracht werden.

Bislang ist völlig offen, ob es ein drittes Hilfspaket für Griechenland geben wird. Der Bundestag billigte am Freitag Verhandlungen über weitere Milliarden-Hilfen. Unterdessen gehen die Meinungen weit auseinander, was die richtige Politik für den verschuldeten Staat ist und wer verantwortlich für die Misere ist, die auch massive Konsequenzen für ganz Europa nach sich ziehen könnte.

Mit einem YouTube-Video will das politische Netzwerk Campact das griechische Schuldendrama entwirren - und die Zuschauer "ins Grübeln bringen". Fünf Experten und Expertinnen sollen in Deutschland gängige Sichtweisen und Vorurteile aufbrechen, indem sie sie mit Fakten widerlegen. In dem Film "Zwischen 'Rettung' und Niedergang - Debattenbeitrag zur Griechenland-Krise" geht es etwa um die Frage, warum die Griechen "sich querstellen", während ganz Europa einig nach einer Lösung suche.

Auch ob sie jahrelang über ihre Verhältnisse gelebt haben und nun "den Gürtel enger schnallen müssen", wird thematisiert. Die Experten äußern sich zudem dazu, ob es gerechtfertigt ist, Griechenland wegen des schlechten Wirtschaftens zu kontrollieren. Sie legen auch dar, warum der "Grexit" für Europa und Griechenland nicht die beste Lösung ist.

Zu Wort kommen in dem Film die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan, der Autor Harald Schumann, die Journalistin Ulrike Hermann, "Missy"-Herausgeberin Margarita Tsomou und der Wirtschaftswissenschaftler Till van Treeck. Sie bemängeln mit ihren Aussagen vor allem die deutsche Politik. Campact prangert mit dem Video die massiven Einschnitte in die Souveränität des Staates Griechenland an. Selbst wenn ein drittes Hilfsprogramm kommen sollte, sei die Euro-Krise damit nicht vorbei. In Griechenland habe sie vor allem "längst humanitäres Ausmaß angenommen".

mka

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