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Nach US-Wahl Clinton warnt vor "Epidemie böswilliger Fake-News"

Hillary Clinton bei ihrer Rede im Kapitol
"Unsere Demokratie und unschuldige Leben beschützen": Hillary Clinton im Kapitol in Washington
© Mark Wilson/AFP
"Es ist nicht gerade die Rede, die ich nach der Wahl halten wollte", scherzte Hillary Clinton im Kapitol. Dann wurde sie ernst und rief Politiker aller Parteien zum Kampf gegen Fake-News auf. Menschenleben seien in Gefahr.

Hillary Clinton hat vor Gefahren durch die Verbreitung von Falschmeldungen und Verschwörungstheorien im Internet gewarnt. Diese könnten "Konsequenzen in der realen Welt" haben, sagte die unterlegene US-Präsidentschaftskandidatin im Kapitol in Washington. Im Kampf gegen Fake-News gehe es nicht um Politik oder Parteizugehörigkeit: "Menschenleben sind in Gefahr".

Es habe in diesem Jahr eine regelrechte "Epidemie böswilliger Falschmeldungen und falscher Propaganda" gegeben, die das Internet geflutet habe, erklärte die Rivalin von Donald Trump im Rennen um die Präsidentschaft. Sie rief Politiker beider Parteien dazu auf, etwas gegen das Problem zu tun. Dem Phänomen müsse rasch die Stirn geboten werden, um "unsere Demokratie und unschuldige Leben zu beschützen", sagte die Demokratin. Es sei nun klar, dass Fake-News Konsequenzen haben könnten.

Zwischenfall wegen Fake-News über Hillary Clinton

Clinton war im Wahlkampf von ihren Gegnern unter anderem als Chefin eines Pädophilenrings bezeichnet worden, der sich in einem beliebten Pizzarestaurant in Washington treffe. Am vergangenen Wochenende stürmte daraufhin ein 28-jähriger Bewaffneter das Restaurant und schoss um sich. Herbeigeeilten Polizisten sagte er, er sei eigens aus North Carolina gekommen, um selbst in dem Pizzagate-Fall zu "ermitteln".

Clinton sprach bei der Verabschiedung des demokratischen Senators Harry Reid. Es war ihr zweiter öffentlicher Auftritt nach der überraschenden Niederlage gegen den Republikaner Trump am 8. November. "Es ist nicht gerade die Rede, die ich nach der Wahl im Kapitol halten wollte", sagte die 69-Jährige scherzhaft. "Aber nachdem ich jetzt ein paar Wochen damit verbracht habe, im Wald Selfies zu machen, hielt ich es für eine gute Idee herzukommen."

mad DPA AFP

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