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Verschwörungsseite "Infowars": Woher Donald Trump seine bizarren Anschuldigungen bekommt

Millionen Illegale haben gewählt, Hillary Clinton steht unter Drogen - nur zwei von vielen bizarren Vorwürfen, mit denen Donald Trump zuletzt auffällig geworden ist. Besonders oft bezieht der nächste US-Präsident seine "Informationen" von einer rechten Verschwörungsseite.

Donald Trump im Wahlkampf

Donald Trump im Wahlkampf: Der gewählte Präsident verproviantiert sich gerne mal mit Infos einer Verschwörungsseite

Einen vermeintlichen millionenfachen Wahlbetrug hat Donald Trump angeprangert - trotz seines Wahlsiegs will sich der designierte US-Präsident nicht damit abfinden, dass er nur im entscheidenden Wahlleute-Kollegium, nicht aber im landesweiten Auszählungsergebnis die Mehrheit errungen hat. Seine Behauptung, es habe massive Manipulationen zugunsten seiner Rivalin Hillary Clinton gegeben, hat für großes Befremden unter Kommentatoren und Experten gesorgt. Denn konkrete Anhaltspunkte gibt es dafür nicht.

Wo Donald Trump seine Anschuldigungen her hat

Schnell ausgemacht war allerdings die Quelle, aus welcher Trump seine Anschuldigung offensichtlich bezog: Es ist die auf wilde Verschwörungstheorien spezialisierte Website "Infowars", die der designierte Präsident allem Anschein nach regelmäßig konsultiert. Dort war vor zwei Wochen zu lesen, dass bei der Wahl mutmaßlich drei Millionen Einwanderer ohne Aufenthaltsrecht illegal abgestimmt hätten - und dies praktisch durchweg für Clinton.


"Infowars" wird von Alex Jones betrieben, einem rechtsgerichteten Provokateur, der auch als Moderator einer Radioshow auftritt. Der 42-Jährige mit der grollend-heiseren Stimme schwelgt in den absurdesten Verschwörungsfantasien und düstersten Bedrohungsszenarien. Einige seiner Lieblingsstorys: Die US-Regierung war in die Anschläge vom 11. September 2001 verwickelt; das Schulattentat von Newtown hat sich nicht ereignet, es wurde vorgetäuscht, um eine Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen; Obstsaftboxen sind mit Chemikalien durchsetzt, die Jungen schwul werden lassen.

"Obama und Clinton riechen nach Schwefel"

Wie groß Jones' Publikum ist, lässt sich schwer überprüfen. Er selber behauptet laut einem Bericht der "Washington Post", allein mit seinem Radioprogramm fünf Millionen Menschen zu erreichen.

Im Wahlkampf nutzte Jones seinen Einfluss, um Trump zu unterstützen. Er dämonisierte Hillary Clinton und Barack Obama und verkündete dabei, dass diese "nach Schwefel" stänken - worüber sich der scheidende Präsident in einem Wahlkampfauftritt lustig machte, indem er an seiner Hand schnüffelte. Jones verbreitete auch das üble Gerücht, dass Hillary Clinton an einem Hirntumor leide und mit Drogen für den Wahlkampf vollgepumpt werde.


Trump scheint Jones zu schätzen. Unmittelbar nach seinem Wahlsieg soll er ihn angerufen haben. Er habe sich "dafür bedankt, dass ich so hart für die Amerikaner gekämpft habe", berichtete Jones der "New York Times". Eine Bestätigung dieses Telefonats durch das Trump-Team gab es der Zeitung zufolge nicht.

Vor einem Jahr hatte der Republikaner dem Radiotalker sogar ein halbstündiges Interview gegeben. Darin ging es unter anderem um Wladimir Putin. "Warum fangen wir einen Kampf mit Russland an, wenn es uns nichts getan hat?", lautete die Frage. Trumps Antwort: Mit dem russischen Staatschef, einem "zähen und schlauen" Mann, werde er sicherlich klarkommen.

"Clinton steht unter Drogen"

Es gibt zahlreiche Indizien dafür, dass Jones den Wahlkampf des rechtspopulistischen Immobilienmoguls inspiriert hat. Wie der Radiotalker warnte Trump, dass Impfstoffe Autismus verursachten - eine Behauptung, die Wissenschaftlern die Haare zu Berge stehen lässt. Wie der Radiotalker verbreitete Trump auch die Falschbehauptung, Muslime in den USA hätten nach den 9/11-Anschlägen gefeiert. Und Trump sprach auch davon, dass Hillary Clinton bei einer der TV-Debatten womöglich unter der Wirkung starker Medikamente gestanden habe.

Schon die Personalie Stephen Bannon entsetzte

Der gewählte Präsident hat bereits mit der Ernennung von Stephen Bannon, dem bisherigen Chef der ultrakonservativen und ebenfalls auf Verschwörungstheorien spezialisierten "Breitbart"-Website, bei vielen für Entsetzen gesorgt. Seine nun durch den Vorwurf der massiven Wahlfälschung erneut zutage tretende Affinität zu "Infowars" dürfte die Sorgen weiter wachsen lassen.

Wenn es aber nach dem langjährigen Trump-Vertrauten Roger Stone geht, sollte Jones vom gewählten Präsidenten weiterhin ernst genommen werden. Dieser erreiche Millionen von Menschen - und dies seien "die Fußsoldaten der Trump-Revolution", sagte Stone der "New York Times".

nik/DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.