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Räumung des Flüchtlingscamps: Polizei in Idomeni schließt offenbar Reporter aus

Die Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni ist in vollem Gange. Bislang verläuft alles friedlich - doch Berichterstattung von Journalisten bleibt unerwünscht.

Im Flüchtlingscamp Idomeni eskortieren Polizisten Flüchtlinge zu Bussen

Im Flüchtlingscamp Idomeni eskortieren Polizisten Flüchtlinge zu Bussen

Bei der Räumung des Flüchtlingscamps Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze sind Journalisten offenbar unerwünscht. Reporter seien während der Aktion ausgeschlossen worden, berichtet Paul Ronzheimer von der "Bild"-Zeitung auf Facebook. Seine Kollegen und er seien am Morgen von Polizisten aus dem Camp eskortiert worden, dann aber über einen Feldweg zurückgekommen.

Ronzheimer wurde nach eigenen Angaben vorübergehend festgenommen, sei inzwischen aber wieder frei. Die Räumung in dem provisorischen Lager verlaufe bislang friedlich - "umso absurder, dass Reporter ausgeschlossen werden", schreibt er.

Idomeni ist trauriges Sinnbild der Flüchtlingskrise

In Idomeni sind Tausende Flüchtlinge gestrandet, seit Monaten harren sie unter unwürdigen Zuständen aus und hoffen vergeblich darauf, über die gut geschützte Grenze nach Westeuropa durchgelassen zu werden. Das wilde Lager war zum traurigen Sinnbild der Flüchtlingskrise geworden.

Nach Angaben der Behörden sollen sie nun in die bessere, weiter südlich gelegene staatliche Flüchtlingseinrichtung umgesiedelt werden.

Mehrere Busse mit Flüchtlingen verließen das Lager am frühen Dienstagmorgen. Allerdings versuchten auch Flüchtlinge, sich in umliegenden Feldern zu verstecken und dem Zugriff der Polizei zu entziehen.


kis mit Reuters