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Irak: Al Kaida tötet 35 Menschen mit Chlorgas

Bei einem Chlorgasanschlag in der irakischen Stadt Bakuba sind mindestens 35 Menschen getötet worden. Wie Sicherheitskräfte mitteilten, wurden bei dem Anschlag in der Nacht außerdem mehr als 50 Menschen verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.

Die US-Armee hatte Anfang des Jahres Anschläge mit Chlorgas im Irak als eine neue Taktik der Aufständischen eingestuft. Dies sei ein barbarischer Versuch, das Terrorniveau weiter anzuheben, hieß es. Chlorgas kann starke Verätzungen hervorrufen und bis hin zu tödlichen Vergiftungen führen.

Irakische und amerikanische Soldaten waren am Dienstag in Bakuba, etwa 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad, mit Razzien gegen Milizen vorgegangen, die seit Monaten die Stadt kontrollierten. Bei Razzien gegen das Terrornetz Al Kaida in der Nacht zum Mittwoch wurden nach Angaben des US-Militärs im West- und Nordirak insgesamt 30 mutmaßliche Extremisten festgenommen. In Bagdad kamen bei einer Bombenexplosion in einer Industriezone nach Medienangaben ein Iraker ums Leben, drei weitere wurden verletzt.

Iran will mit USA nur über Irak sprechen

Bei Kämpfen zwischen der schiitischen Mahdi-Miliz und der Polizei wurden am Mittwoch in der südirakischen Stadt Nasirija mindestens zwei Iraker getötet und rund 20 weitere verletzt. Zuvor war ein Mitglied der Mahdi-Miliz verhaftet worden. Die so genannte Mahdi- Armee, die größte Miliz im Irak, war im Juni 2003 von dem radikalen Schiiten-Führer Muktada al-Sadr gegründet worden.

Der oberste iranische Führer, Ajatollah Ali Chamenei, betonte am Mittwoch im Hinblick auf die geplanten Gespräche mit den USA, Teheran wolle in diesem Rahmen nur über die Lage im Irak sprechen.

Verbesserte Beziehungen zwischen Teheran und Washington an sich seien nicht das Ziel. Er sehe in den in Bagdad geplanten Gesprächen eine Gelegenheit, den USA zu sagen, dass sie im Irak nichts zu suchen hätten und sich aus dem Nachbarland zurückziehen sollten, um dem vom Krieg geplagten Land eine Rückkehr zu Frieden und Stabilität zu ermöglichen. Gespräche zu anderen Themen seien erst möglich, wenn die USA ihre hegemonistische Politik im Mittleren Osten beendeten.