Irak-Politik Kennedy wirft Bush Konzeptionslosigkeit vor


Der einflussreiche demokratische US-Senator Ted Kennedy hat die amerikanische Irak-Politik scharf kritisiert und zur Aussöhnung mit Deutschland und Frankreich aufgerufen.

Der einflussreiche demokratische US-Senator Ted Kennedy hat die amerikanische Irak-Politik scharf kritisiert und zur Aussöhnung mit Deutschland und Frankreich aufgerufen. Die USA müssten ihren Stolz aufgeben und sich mit Frankreich und Deutschland wieder einigen, sagte Kennedy am Dienstag. Washington könne den Irak nicht effektiv stabilisieren, wenn die alten Wunden nicht geheilt und die Bitternis nicht überwunden werde.

Kennedy forderte Präsident George W. Bush auf, die UN und die NATO um Unterstützung zu bitten. Der Präsident solle direkt an die NATO appellieren, die Militäroperation unter einem UN-Mandat zu übernehmen, wobei die USA aber den größten Teil der Truppen stellen sollten, forderte der demokratische Senator.

"Polizisten in einer Schießbude"

Er warf dem Weißen Haus vor, im Irak kein Konzept zu haben und damit das Leben der amerikanischen Soldaten aufs Spiel zu setzen. Die US-Soldaten würden nun als "Polizisten in einer Schießbude" eingesetzt und würden täglich 15 bis 20 Mal angegriffen. Die entscheidende Frage sei deshalb, "ob wir den Frieden gewinnen können".

"Es ist eine Schande"

Der Senator übte auch scharfe Kritik an den Kriegsgründen, die von der Bush-Regierung vorgelegt wurden. "Es ist eine Schande, dass die Begründung für den Krieg auf schundhaften, aufgeblähten und sogar falschen Geheimdiensterkenntnissen zu beruhen scheint." Alles weise darauf hin, dass an den Geheimdiensterkenntnissen und an der Wahrheit gedreht wurde.

DPA

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