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Bill Clinton: Clinton erteilt den Ritterschlag

Darauf haben sie alle gewartet: Bill Clinton hat seinen Kampfanzug ausgezogen und Obama die Hand gereicht. In den Vorwahlen war er Obamas erbittertster Gegner, bissiger noch als Hillary. Nun beschied auch er, Obama sei bereit fürs Präsidentenamt. Eine Geste der Versöhnung und Clintons Ticket für die Rückkehr in den Schoß der Partei.

Von Jan-Christoph Wiechmann, Denver

Die Versöhnung beginnt schon vor seinem ersten Satz. Bill Clinton steht auf der riesigen Parteitagsbühne vor einer Hintergrundkulisse aus funkelnden Sternen und kommt einfach nicht zu Wort. 20.000 Demokraten in der übervollen Pepsi Arena von Denver wedeln ihre US-Fähnchen und jubeln ihrem einstigen Präsidenten zu. Er bittet um Ruhe, aber sie hören nicht auf ihn. "Setzt Euch", ruft er, aber sie setzen sich nicht. Viele hatten Probleme mit seinen Äußerungen über Barack Obama, aber nun ist davon nichts mehr zu spüren.

Als Clinton endlich anfängt, hat er schon ein halbes Glas Wasser geleert. "I love this", sagt er.

Dann beginnt sein Beitrag zur Versöhnung. Es folgt die stärkste Rede des Parteitags. Vor allem die wichtigste. Sie soll der Schlussstrich unter den Dauerzwist zwischen den Clintons und Obamas sein. Sie soll als Katharsis für die Partei fungieren. "Hillary hat uns deutlich gesagt, dass sie alles tun wird, um Barack Obama zum Präsidenten zu wählen. Das macht zwei aus uns. Oder besser: 18 Millionen, denn wie Hillary will ich, dass all die, die sie unterstützen, nun im November für Barack Obama stimmen werden."

Bill Clinton dokumentiert nicht nur seine Unterstützung für Barack Obama, er erklärt ihn zum besseren "Commander-in-Chief", den besseren Oberkommandierenden. Das haben schon viele Redner vorher getan, aber es klingt anders, wenn ein Präsident das sagt. Es klingt anders, wenn es sein größter Kritiker sagt. Clinton sagt über den Mann, den er für nicht bereit für das Präsidentenamt hielt, dass er nun bereit ist. Ob er es wirklich denkt, bleibt unklar. Aber er sagt es. Und nicht nur einmal. Und nicht nur zweimal. "Barack Obama ist bereit, Präsident der Vereinigten Staaten zu sein."

Lehrstunde vom Ex-Präsidenten

Dann folgt so etwas wie eine Anleitung zum Sieg im November. Obama hat den Ex-Präsidenten nie um Rat gefragt, aber nun gibt er ihn trotzdem. Auf seine Weise ist Clinton immer der beste Lehrer der Nation gewesen. Einer, der mit wenigen Worten die Welt erklärt. Der mit ein paar Begriffen den Sieg skizziert. Es folgt ein kleiner Nachhilfekurs für einen Kandidaten, der sich seit einem Monat in einem kleinen Tief befindet. "Unsere Nation ist an zwei Fronten in Not", sagt Clinton. "Der American Dream ist unter Beschuss zu Hause, und Amerikas Führung in der Welt ist geschwächt." Er nennt sie die zwei großen Themen dieser Wahl. Er wiederholt sie noch zweimal.

Darum geht es, liebes Obama-Team, scheint er zu sagen. Zwei Themen. Ganz griffig. Und dazu braucht ihr Hammersätze, die im Gedächtnis bleiben, Clinton-Sätze, Sätze wie diesen: "People the world over have always been more impressed by the power of our example than by the example of our power."(Ein Wortspiel, zu deutsch: 'Seit jeher fühlen sich die Menschen in aller Welt mehr von der Strahlkraft unserer Nation als von den Demonstrationen unserer Macht angezogen'; d. Red.) Aus dem Publikum kommen nun Rufe: "USA, USA, USA." Und noch so ein Satz: "Die (Republikaner) wollen doch tatsächlich, dass wir sie für die letzten acht Jahre mit vier weiteren belohnen. Lasst uns eine Botschaft schicken, die von den Rocky Mountains durch ganz Amerika widerhallen wird: Danke, aber nein Danke."

"We love you", rufen sie nun im Publikum. Im oberen Rang klatscht stolz seine Frau Hillary. Michelle Obama jubelt. Der Saal vibriert. Dieser Abend soll den Durchbruch bringen in einem bisher eher mäßigen Parteitag.

Auch für Clinton springt etwas ab

Clinton wäre nicht Clinton, wenn nicht auch für ihn etwas übrig bliebe. Er zählt seine eigenen Erfolge in den Neunziger Jahren auf, Erfolge, die er von Obama nicht gewürdigt sah: Frieden, Vollbeschäftigung, Gerechtigkeit. Dies ist auch eine Rede für ihn selber. Er will wieder geliebt werden von seiner Partei.

Und er erinnert an eine wichtige Parallele zu seinem Wahlsieg 1992: "Zusammen haben wir uns durchgesetzt in einem Wahlkampf, in dem die Republikaner sagten, ich sei zu jung und unerfahren, Oberkommandierender zu sein. Na, klingt das bekannt? Es funktionierte 1992 nicht, denn wir waren auf der richtigen Seite der Geschichte. Und es wird 2008 nicht funktionieren, weil Barack Obama auf der richtigen Seite der Geschichte steht."

Bill Clinton erwähnt Barack Obama in seiner Rede 15 Mal. Das ist mehr, als das Obama-Team sich erträumt hatte. Auf eine gewisse Art haben beide Clintons seinen Parteitag gerettet.

Ein dankbarer Obama

Die Obama-Leute hatten Clinton aufgefordert, endlich den ganzen Ärger der vergangenen Monate herunterschlucken, doch das hielt ihn nicht davon ab, noch einmal nachzulegen: Bei einem privaten Lunch am Mittwoch sagte er zu Hillary-Anhängern: "Gestern Nacht, nachdem sie gesprochen hatte, waren alle, die sie unterstützen, froh, dass sie es taten. Und einigen von denen, die es nicht taten, waren traurig." Die Botschaft war klar: Hillary wäre die bessere Kandidatin gewesen.

Bill Clinton soll noch am Vortag mit den Obama-Leuten gestritten haben. Sie wollten, dass er eine Rede zur Nationalen Sicherheit, dem Thema des Abends, hält. Er aber wollte, dass es eine Rede zum Wahlkampfthema Nummer 1, der düsteren Wirtschaftslage, wird. Das Thema, mit dem er 1992 gewann. Das Thema, das seiner Meinung nach die Wahl entscheiden wird. Clinton bekommt schließlich beides in seiner Rede unter. Es wirkt nicht mal verkrampft. Obamas Redenschreiber mögen stark sein, aber vorschreiben lässt Clinton sich nichts.

Später am Abend, nach der Rede des Kandidaten für die Vizepräsidentschaft, Joe Biden, tritt Barack Obama als Überraschungsgast auf. Er bedankt sich bei Joe Biden. Er bedankt sich bei Hillary Clinton. Er bedankt sich bei Bill Clinton. Er winkt ihm strahlend zu. Clinton winkt strahlend zurück.

Zwei Männer und ihr Abend in Denver.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.