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News von heute Bericht: Bundesregierung will zwei Urlaubsländer zu Hochinzidenzgebieten erklären

Eine weiße Frau mit langen, dunkelblonden Haaren trägt am Strand eine verspiegelte Piloten-Sonnenbrille und eine OP-Maske
In Spanien steigen die Corona-Zahlen wieder so, dass die Bundesregierung wohl überlegt, das Urlaubsland zum Hochinzidenzgebiet zu erklären (Symbolbild)
© Clara Margais / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

21.03 Uhr: USA verhängen Sanktionen gegen kubanische Regierungsverterter

Weger der Unterdrückung der regierungskritischen Proteste in Kuba haben die USA Sanktionen gegen hochrangige Regierungsvertreter des Karibikstaats verhängt. Washington fror das Vermögen des kubanischen Verteidigungsminister Álvaro López Miera sowie finanzielle Mittel einer Sondereinheit des Innenministeriums ein. "Das ist erst der Anfang. Die Vereinigten Staaten werden weiterhin diejenigen bestrafen, die für die Unterdrückung des kubanischen Volkes verantwortlich sind", warnte US-Präsident Joe Biden.

Die jüngsten Sanktionen verbieten es US-Bürgern und Unternehmen zudem, Geschäfte mit López Miera oder der betroffenen Einheit des kubanischen Innenministeriums, der Nationalen Sonderbrigade (SNB) zu betreiben, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Das Ministerium warf den betroffenen "Menschenrechtsverletzungen" vor.

Tausende Kubaner hatten sich Mitte Juli an seltenen Protesten gegen die kommunistische Regierung des Karibikstaats beteiligt. Sie brachten ihren Unmut über die schlimmste Wirtschaftskrise seit 30 Jahren zum Ausdruck, die zu Strom- und Lebensmittelknappheit geführt hat. Die Behörden des Karibikstaats gingen nach Aussagen von Aktivisten brutal gegen die Demonstranten vor. Mehr als hundert Menschen wurden festgenommen. Ein 36-jähriger Mann starb bei einer Demonstration am Stadtrand von Havanna.

19.24 Uhr: Barack Obama und Bruce Springsteen veröffentlichen gemeinsames Buch

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und Rocklegende Bruce Springsteen werden im Oktober ein gemeinsames Buch rausbringen. "Renegades: Born in the USA" (Abtrünnige: Geboren in den USA) soll am 26. Oktober weltweit erscheinen, wie der Verlag Random House mitteilte. Das Buch basiert auf den Gesprächen der beiden aus dem gleichnamigen Podcast. Es gehe um den Zustand Amerikas und die "anhaltende Liebe" der beiden zu ihrem Land, erklärte der Verlag. Der Podcast erschien erstmals in diesem Jahr und gilt als Erfolgsprojekt des Musik-Streamingdienstes Spotify.

Unwetter im Sommer in Deutschland: Autos fahren durch eine unterspülte Straße.

19.09 Uhr: Haitis ermordeter Präsident Moïse wird bei Staatsbegräbnis beigesetzt

Der ermordete haitianische Präsident Jovenel Moïse wird am Freitag bei einem Staatsbegräbnis in der nördlichen Stadt Cap-Haïtien beigesetzt. Moïses Witwe Martine, die bei dem Attentat auf ihren Mann verletzt und zur Behandlung nach Miami im US-Bundesstaat Florida ausgeflogen worden war, kehrte unter verschärften Sicherheitsbedingungen nach Haiti zurück. Sie beteiligte sich an den Vorbereitungen für das Staatsbegräbnis. Moïse war in der Nacht zum 7. Juli in seinem Haus in der Hauptstadt Port-au-Prince von einem Mordkommando erschossen worden.

19.02 Uhr: Sonntagsfrage: Leichter Stimmenzuwachs bei Union, SPD und FDP

Knapp zwei Monate vor der Bundestagswahl gibt es bei der Parteienpräferenz laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap ein wenig Bewegung. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union nach dem vom Institut erhobenen ARD-"Deutschlandtrend" auf 29 Prozent der Stimmen. Die Grünen wären demnach mit 19 Prozent zweitstärkste Kraft. Bei der SPD würden 16 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihr Kreuz machen. Für die AfD würden sich zehn Prozent entscheiden. Die FDP käme auf zwölf Prozent der Stimmen, die Linke auf sechs Prozent. Für Union, SPD und FDP ist das im Vergleich zum Vormonat ein Gewinn von jeweils einem Prozentpunkt. Die Grünen, die AfD und die Linke verlieren jeweils einen Prozentpunkt.

18.53 Uhr: 3. Liga mit Trauerflor und Gedenkminute für Hochwasseropfer

Die 20 Mannschaften der 3. Liga werden beim Auftaktspieltag mit Trauerflor auflaufen. Das kündigte der für die Spielklasse zuständige Deutsche Fußball-Bund an. Die Vereine hätten sich in Abstimmung mit dem DFB zudem darauf verständigt, eine Gedenkminute für die Opfer der Flutkatastrophe in Deutschland abzuhalten. "Darüber hinaus ruft die 3. Liga gemeinsam unter dem Hashtag #3Ligahilft zum Spenden auf", hieß es. Nach der Absage des Eröffnungsspiels VfL Osnabrück gegen MSV Duisburg an diesem Freitag - die Mannschaft aus Duisburg und das Trainerteam mussten in Corona-Quarantäne - beginnt die Saison am Samstag mit sechs Partien.

News von heute: Bericht: Bundesregierung will zwei Urlaubsländer zu Hochinzidenzgebieten erklären

18.53 Uhr: Frau auf Friedhof angezündet – 31-Jähriger in Psychiatrie

Ein 31 Jahre alter Mann hat im Landkreis Wittenberg nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft auf einem Friedhof eine Frau angezündet, die dadurch schwer verletzt wurde. Er soll am Mittwoch bei Bad Schmiedeberg unvermittelt zu zwei Frauen im Alter von 68 und 93 Jahren gerannt sein, wie die Ermittler mitteilten. Die Jüngere habe der 31-Jährige mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet. Die Ältere stürzte. Zeugen eilten den Frauen zu Hilfe. Die 68-Jährige wurde mit schweren Verbrennungen mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei nahm den 31-Jährigen umgehend fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann einstweilig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Gegen ihn werde wegen versuchten Mordes ermittelt, teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Dessau-Roßlau mit. Unklar blieb zunächst das Motiv des Mannes und ob die Frauen ihn gekannt haben.

18.50 Uhr: 21 Tote bei Ausschreitungen in zwei Gefängnissen in Ecuador

Bei Ausschreitungen in zwei ecuadorianischen Gefängnissen sind mindestens 21 Menschen getötet worden. Weitere rund 50 Menschen wurden bei den Gewaltausbrüchen verletzt, darunter auch Sicherheitspersonal, wie die Behörden des südamerikanischen Landes mitteilten. Die Gefängnisaufsicht erklärte, Elite-Einheiten hätten die Lage in beiden Gefängnissen wieder unter Kontrolle gebracht. In der Haftanstalt Latacunga in der im Zentrum des Landes gelegenen Provinz Cotopaxi wurden 13 Leichen gefunden, wie die Staatsanwaltschaft mitteile. Acht weitere Tote gab es nach Behörden-Angaben in einem Gefängnis der südwestlichen Provinz Guayas. Die Gefängnisaufsicht hatte die Zahl der Toten zunächst mit insgesamt 18 angegeben.

18.46 Uhr: Websites nach Störung bei Online-Dienstleister ausgefallen

Nach der Störung bei einem Internet-Dienstleister sind diverse Websites zeitweise nicht erreichbar gewesen. In Deutschland etwa konnten am späten Nachmittag unter anderem Seiten von RTL und "Focus" nicht aufgerufen werden. Der Web-Dienstleister Akamai hatte zuvor Probleme bei seinem Service Edge DNS gemeldet. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass Websites angesteuert werden können und vor Überlastungs-Attacken, sogenannten DDoS-Angriffen, geschützt werden.

Angaben zu den Ursachen der Störung gab es zunächst nicht. Ein RTL-Sprecher bestätigte die Nichterreichbarkeit der Seite rtl.de. "Wir suchen nach der Ursache", sagte er auf Anfrage der DPA. Wenig später war die Website wieder erreichbar.

18.38 Uhr: Flüchtling verleumdet: Brite muss 100.000 Pfund zahlen

Weil er einen minderjährigen syrischen Flüchtling im Internet verleumdet hat, muss ein britischer Rechtsextremist 100.000 Pfund (117.000 Euro) an Schmerzensgeld zahlen. Das entschied ein Richter am Londoner High Court. Der Mann hatte Videoclips verbreitet, in denen zu sehen war, wie der damals noch minderjährige Syrer auf einem Spielplatz von anderen Schülern angegriffen wurde. Der Mann behauptete, der Junge habe zuvor Mädchen geschlagen und Mitschüler bedroht. Die Clips wurden hunderttausendfach im Netz angeklickt. Der Junge musste in der Folge wegen Anfeindungen seine Adresse ändern und seine Ausbildung abbrechen. Der Richter befand jedoch, dass es keinerlei Grundlage für die Behauptungen des Rechtsextremen gegeben hatte. Der Verurteilte ist das bekannteste Gesicht der oft mit Fußball-Hooliganismus in Verbindung gebrachten Rechtsextremen in England.

18.27 Uhr: 16 Flüchtlinge bei Bootsunglück vor Küste Tunesiens ertrunken

Bei einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens sind 16 Flüchtlinge ertrunken. 166 andere Menschen konnte die Küstenwache des nordafrikanischen Landes nach eigenen Angaben aus dem Meer retten. Das Flüchtlingsboot sei auf dem Weg in Richtung Europa vor dem tunesischen Hafen Zarzis in Seenot geraten. Die Bootsinsassen, darunter 65 Marokkaner, 62 Menschen aus Bangladesch und 15 Ägypter im Alter zwischen 15 und 48 Jahren, waren in der Nacht zum Samstag von der libyschen Küste aus aufgebrochen, wie ein Sprecher des tunesischen Verteidigungsministeriums mitteilte. Ermittlungen zur Todesursache der 16 Flüchtlinge waren nach Angaben der Nationalgarde im Gange.

17.39 Uhr: EMA entscheidet über zweiten Impfstoff für Jüngere

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA will eine Vorentscheidung über die Zulassung eines weiteren Corona-Impfstoffs für Kinder treffen. Die Experten der Behörde beraten am Freitag über die Zulassung des Impfstoffes des US-Herstellers Moderna auch für 12- bis 17-Jährige. Die Bewertung von Studien des Herstellers sollten abgeschlossen werden, teilte die EMA in Amsterdam mit. Wenn die Experten grünes Licht geben, müsste nur noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache.

Das Präparat "Spikevax" wäre dann der zweite Corona-Impfstoff, der in der EU auch jungen Menschen verabreicht werden darf. Ende Mai war der Impfstoff von Pfizer/Biontech auch für 12- bis 17-Jährige zugelassen worden.

17.24 Uhr: Frankreich setzt führende Terrorverdächtige in Mali außer Gefecht

Die französische Armee hat im westafrikanischen Krisenstaat Mali zwei führende Mitglieder eines Ablegers der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) außer Gefecht gesetzt. In Abstimmung mit der US-Armee sei in der Nacht zum Donnerstag ein Standort der Terrorgruppe in der malischen Region Menaka angegriffen worden, teilte Verteidigungsministerin Florence Parly via Twitter mit.

"Der Kampf geht weiter", schrieb die Ressortchefin. In einer Erklärung war davon die Rede, dass die Terrorverdächtigen bei dem Angriff "neutralisiert" wurden. In der französischen Militärsprache bedeutet dies, dass der Gegner kampfunfähig gemacht oder getötet wurde.

17.15 Uhr: Wegen Sicherheitslücken: Apotheken stoppen Ausstellen vom Corona-Impfzertifikaten

Apotheken in ganz Deutschland können seit Mittwoch keine Corona-Impfzertifikate mehr ausstellen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) teilte am Donnerstag mit, dass die Ausstellung von Zertifikaten in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt worden sei.

Dem "Handelsblatt" war es demnach gelungen "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate ausgestellt worden seien. Aktuell würden deshalb die angemeldeten Betriebsstätten einer Überprüfung unterzogen. Doch gebe es bislang keine Hinweise auf andere unberechtigte Zugänge.

16.53 Uhr: Behörden in Madagaskar vereiteln nach eigenen Angaben Anschlag auf Präsidenten

Die Sicherheitsbehörden von Madagaskar haben nach eigenen Angaben einen Anschlag auf Staatspräsident Andry Rajoelina vereitelt. Im Zusammenhang mit dem versuchten Attentat seien sechs Menschen festgenommen worden, darunter "ein Ausländer, zwei Doppel-Staatsbürger und drei Madagasser", sagte Madagaskars Minister für öffentliche Sicherheit, Fanomezantsoa Rodellys Randrianarison, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Antananarivo. 

Laut Generalstaatsanwältin Berthine Razafiarivony planten die Verdächtigen, "verschiedene madagassische Persönlichkeiten zu eliminieren und zu neutralisieren, darunter auch das Staatsoberhaupt". Die Verdächtigen seien im Rahmen einer Ermittlung wegen Gefährdung der Staatssicherheit festgenommen worden. Randrianarison sagte, die Polizei habe "seit Monaten" Informationen über die Anschlagspläne gehabt.

16.30 Uhr: Verletzte bei Migranten-Ansturm auf spanische Afrika-Exklave

Etwa 230 Migranten haben die sechs Meter hohe Grenzmauer zur spanischen Nordafrika-Exklave Melilla überwunden. Drei spanische Polizisten und 18 der aus Ländern südlich der Sahara stammenden Migranten seien verletzt worden, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE. Auf Videobildern der Zeitung "El Faro de Melilla" war zu sehen, wie die Menschen eine Straße in der Exklave entlangliefen, "Sieg, Sieg" jubelten und "Asyl, Asyl" riefen. Sie seien in ein Notaufnahmelager gebracht worden, wo sie wegen möglicher Corona-Infektionen in Quarantäne mussten.

16.04 Uhr: Moskau reicht Beschwerde gegen Kiew vor Straßburger Gericht ein

Russland hat im Konflikt mit der Ukraine erstmals eine Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg gegen das Nachbarland eingereicht. Dabei geht es um eine ganze Reihe an Vorwürfen, wie aus einem am Donnerstag in Moskau veröffentlichten Schreiben der Generalstaatsanwaltschaft hervorgeht. Beklagt wird etwa eine Diskriminierung der russischsprachigen Bevölkerung in der Ukraine – zum Beispiel durch ein Verbot von Fernseh- und Radiosendern und Internetportalen in russischer Sprache.

Der "Aggressorstaat" verwechsle den EGMR offenbar mit einer Propaganda-Show im russischen Staatsfernsehen, sagte der ukrainische Justizminister Denys Maljuska. Russland betreibe "Gehirnwäsche", werde aber juristisch eine Niederlage vor Gericht erleben.

15.51 Uhr: Empörung über Wahl von AfD-Mann ins Verfassungsgericht

Die Wahl des AfD-Kandidaten in den baden-württembergischen Verfassungsgerichtshof durch Abgeordnete des Landtags hat Empörung ausgelöst. "Verfassungsfeinde wählt man nicht in den Verfassungsgerichtshof", schrieb die baden-württembergische SPD auf Twitter. "Bei Kandidat*innen der #NoAfD sagt man "Nein". Immer", betonte der Grünen-Politiker Cem Özdemir. "Wenn Nazis Spiele spielen, dann erwarte ich von jedem, dass er den Rücken gerade macht", schrieb der CDU-Europaabgeordnete Dennis Radtke. SPD-Generalsekretär Sascha Binder betonte, die SPD habe in allen drei Wahlgängen gegen den AfD-Mann gestimmt.

Der AfD-Kandidat Bert Matthias Gärtner war am Mittwoch im Landtag im dritten Wahlgang zum stellvertretenden Mitglied ohne Befähigung zum Richteramt gewählt worden. Gärtner erhielt 37 Ja-Stimmen, 77 Abgeordnete enthielten sich, 32 stimmten mit Nein. Die AfD-Fraktion besteht allerdings nur aus 17 Abgeordneten - Gärtner muss daher mit zahlreichen Stimmen aus anderen Parteien gewählt worden sein. Anfang Juli war er in zwei Wahlgängen noch klar durchgefallen.

15.45 Uhr: Zwei Frauen sollen Hasspostings an Opfer des Anschlags von Halle geschickt haben

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen zwei Frauen, die bei Facebook und Instagram Hasskommentare gegen ein Opfer des Anschlags auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 veröffentlicht haben sollen. Im Zuge der Ermittlungen gegen die 40 und 34 Jahre alten Frauen seien vergangene Woche zwei Wohnungen im Landkreis Nordsachsen  durchsucht und Mobiltelefone und Laptpops beschlagnahmt worden, teilten die Ermittler am Donnerstag in Dresden mit. Die Ermittlungen dauerten an, die Daten müssten ausgewertet werden.

Die Betroffene der Hasskommentare war demnach im Prozess gegen den Attentäter von Halle vor dem Oberlandesgericht Naumburg als Nebenklägerin aufgetreten. Zu den antisemitischen Hasskommentaren kam es während des Prozesses.

15.36 Uhr: Gesundheitsministerium bietet Katastrophengebieten zusätzliche Corona-Impfdosen an

In die von der Hochwasserkatastrophe gezeichneten Gebiete sollen Zehntausende Corona-Impfdosen geliefert werden. Das Bundesgesundheitsministerium habe den betroffenen Ländern zusätzlichen Impfstoff angeboten, teilte eine Sprecherin in Berlin mit. Damit könnten niedrigschwellige Impfangebote vor Ort gemacht werden. Rheinland-Pfalz habe dieses Angebot bereits angenommen und erhalte 23.400 zusätzliche Impfdosen Biontech. Sie sollen durch mobile Teams zum Beispiel dort verimpft werden, wo die Arztpraxen aufgrund des Hochwassers schließen mussten, hieß es. Neben Impfstoff sollten bei Bedarf auch Masken, Tests und Medikamente geliefert werden.

15.30 Uhr: Trümmermengen in Hochwassergebieten bringen Entsorger an Grenzen

Die Aufräumarbeiten in den verwüsteten Flutgebieten im Westen Deutschlands entwickeln sich zunehmend zu einer bundesweiten Anstrengung. Nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU) müssen die immensen Trümmer- und Müllmengen auch in anderen Bundesländern entsorgt werden, weil sie die Kapazitäten vor Ort übersteigen. Die Landesregierung koordiniere die entsprechenden Maßnahmen mit den Verbänden der Abfallwirtschaft, sagte er nach einer Kabinettssitzung in Düsseldorf.

"Die Abfallbeseitigung vor Ort ist an ihren Grenzen gekommen. Es braucht hier überregionale Hilfe", fügte Laschet dabei mit Blick auf die aktuelle Lage an. Das Landesumweltministerium habe einen Koordinierungsstab gebildet, um die Abfallentsorgung zu sichern. Dies beinhalte auch vorübergehende Erleichterungen von strengen Vorschriften, etwa bei der Errichtung von temporären zusätzlichen Zwischenlagern oder zu den Nachweispflichten beim Mülltransport.

15.07 Uhr: Bericht: Regierung will Spanien und Niederlande zu Hochinzidenzgebieten erklären

Die Bundesregierung will Spanien und die Niederlande einem Medienbericht zufolge am Freitag zu Hochinzidenzgebieten erklären. Außerdem soll Luxemburg als einfaches Risikogebiet eingestuft werden, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise am Donnerstag berichteten. Spanien gilt seit anderthalb Wochen als einfaches Risikogebiet, die Niederlande erst seit Sonntag. 

Die Einstufungen haben Folgen für die Quarantäneregeln. Bei Hochinzidenzgebieten müssen Touristen nach einer Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne gehen, die sie aber nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test vorzeitig beenden können.

Infektiologe : "Wenn wir die Alten und Vulnerablen impfen, ist Covid-19 kein Problem"

14.31 Uhr: Gedenken an Münchner Anschlagsopfer - "Sie sind nicht allein"

Beim Gedenken an die Opfer des rassistischen Anschlags in München vor fünf Jahren hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zum Kampf gegen Hasskriminalität und Hetze aufgerufen. Der Rechtsextremismus wachse in der Gesellschaft wie ein Tumor, sagte er vor dem Olympia-Einkaufszentrum (OEZ), wo ein 18-Jähriger am 22. Juli 2016 aus Hass acht Jugendliche und eine Frau erschossen hatte, bevor er sich selbst tötete. "Das war eine klar politisch motivierte Gewalttat", erklärte Söder weiter. Anfangs war von einem Amoklauf aus Rache die Rede gewesen. Erst 2018 stuften die Behörden die Tat als rassistisch ein.

Ähnlich hatte sich zuvor Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) geäußert. Dieser Anschlag gehöre zur blutigen Spur des rechten Terrors, die sich seit Jahrzehnten durch Deutschland ziehe. Nichts auf der Welt werde die geliebten Menschen zurückbringen, die gestorben seien, weil ein Mörder seine menschenverachtenden, hasserfüllten Pläne in die Tat umgesetzt habe. Reiter versicherte die Angehörigen der Solidarität. "Wir sind hier. Sie sind nicht allein."

14.08 Uhr: Kleinbus verunglückt auf Urlaubsinsel Capri - mindestens ein Toter, mehrere Schwerverletzte

Bei einem Verkehrsunfall mit einem Kleinbus auf der italienischen Urlaubsinsel Capri ist Medienberichten zufolge mindestens ein Mensch gestorben. Es gebe mehrere Verletzte, einige davon schwer, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Einsatzkräfte. Nach Berichten italienischer Medien handelte es sich bei dem Toten um den Fahrer. Rettungskräfte seien vor Ort. Verletzte würden ins Krankenhaus gebracht.

Nach Angaben der Zeitung "Corriere della Sera" waren am Donnerstag etwa 20 Passagiere an Bord, als der Bus eine Sicherheitsabsperrung an der Straße durchbrach und in Strandnähe von einem Abhang mehrere Meter in die Tiefe stürzte.

14.02 Uhr: Mindestens 18 Tote bei Gefangenenmeuterei in Ecuador

Bei Krawallen in zwei Gefängnissen in Ecuador sind mindestens 18 Häftlinge ums Leben gekommen. In der Haftanstalt von Cotopaxi seien zehn Insassen getötet worden, teilte die Gefängnisverwaltung in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) mit. Weitere 35 Häftlinge und 6 Polizisten wurden demnach verletzt. In einem Gefängnis in Guayaquil kamen nach Angaben der Behörde acht Häftlinge ums Leben und drei Polizeibeamte wurden verletzt.

Der Hintergrund der Kämpfe war zunächst unklar. Allerdings kommt es in den Haftanstalten des südamerikanischen Landes immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Im Februar waren bei heftigen Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden in mehreren Gefängnissen in Ecuador 79 Menschen getötet worden.

13.55 Uhr: Laschet: NRW wird Weg für Warnung per SMS auf Handy ebnen

Nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Warnung der Bevölkerung vor Gefahren auch per SMS gefordert. Die Information "hinein in eine Funkzelle direkt im Katastrophengebiet" müsse jetzt ermöglicht werden, sagte Laschet nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Düsseldorf.

Das so genannte Cell Broadcasting sollte am besten deutschlandweit eingeführt werden. "Wenn es bundesweit nicht geht, wird Nordrhein-Westfalen den Weg dafür ebnen", kündigte Laschet an. Daneben seien aber auch weiterhin Sirenen nötig. Nach der Unwetterkatastrophe hatte es Vorwürfe gegeben, die Menschen in den betroffenen Gebieten seien nicht schnell genug gewarnt worden.

13.52 Uhr: Menschenrechtsgericht verurteilt Polen erneut wegen Justizreform

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Polen zum dritten Mal innerhalb von drei Monaten wegen seiner Justizreformen verurteilt. Die Straßburger Richter stellten fest, dass die Ernennung der Mitglieder einer umstrittenen Disziplinarkammer am polnischen Obersten Gericht "in unzulässiger Weise von der Legislative und Exekutive beeinflusst" werde. Diese "grundlegende Unregelmäßigkeit" stelle die Legitimität des Gremiums ernsthaft in Frage.

Die rechtsnationalistische Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) hatte die Disziplinarkammer 2018 eingerichtet. Sie ist für Disziplinarverfahren gegen Richter zuständig und kann diese auch suspendieren. Die PiS gibt vor, so gegen Korruption, anderes Fehlverhalten und gegen das "Erbe des Kommunismus" im Justizsystem vorzugehen.

13.46 Uhr: EZB: Leitzins im Euroraum bleibt auf Rekordtief von null Prozent

Die Geldschleusen der Europäischen Zentralbank (EZB) bleiben weit geöffnet. In der ersten Zinssitzung nach der Verabschiedung einer neuen geldpolitischen Strategie bekräftigten Europas Währungshüter ihren expansiven Kurs mit Zinsen auf Rekordtief und milliardenschweren Anleihenkäufen.

Ein Ende des Zinstiefs im Euroraum ist nach der Sitzung des EZB-Rates am Donnerstag weiterhin nicht in Sicht. Die Notenbank mit Sitz in Frankfurt hält den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent. Auf diesem Niveau liegt der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld inzwischen seit März 2016. Zugleich müssen Geschäftsbanken nach wie vor 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken.

Das zu Beginn der Corona-Pandemie aufgelegte, besonders flexible Notkaufprogramm für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen (Pandemic Emergency Purchase Programme/PEPP) mit einem Volumen von 1,85 Billionen Euro führt die EZB bis mindestens Ende März 2022 fort.

13.22 Uhr: Blattspitze aus Welterbe-Höhle belegt Speerjagd durch Neandertaler

Neandertaler auf der Schwäbischen Alb haben schon vor mehr als 65.000 Jahren mit komplexen Waffen Tiere gejagt. Das belege eine in der Welterbe-Höhle Hohler Fels gefundene Blattspitze, sagte der wissenschaftliche Direktor des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren, Nicholas Conard, bei der Vorstellung des Fundes. Der bearbeitete Jurahornstein sei Teil einer Lanze zur Großwildjagd gewesen, sagte Conard. "Für unsere Region haben wir den ersten Beleg überhaupt zu dieser Jagdtechnik der Neandertaler."

Ähnliche Funde gab es laut Conard zuvor vor allem aus der Endzeit der Neandertaler etwa 10.000 Jahre später. Die Blattspitze lasse auch den Rückschluss zu, dass Neandertaler in Gruppen auf Großwildjagd gingen.

13.14 Uhr: NRW-Kabinett beschließt 200 Millionen Euro Soforthilfe für Flutopfer

In Nordrhein-Westfalen hat das Landeskabinett 200 Millionen Euro Soforthilfe für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe beschlossen. Der Bund habe zugesagt, die Summen der Länderhilfspakete jeweils zu verdoppeln, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Düsseldorf. Anträge könnten sofort gestellt werden. Soforthilfen gebe es für vier Gruppen: Privatbürger, Wirtschaft, Landwirte und Kommunen.

Für betroffene Bürger gebe es eine Starthilfe in Höhe von 1500 Euro pro Haushalt, sagte der CDU/CSU-Kanzlerkandidat. Die Auszahlung erfolge unbürokratisch. Bedürftigkeits-, Vermögens- und Detailprüfungen werde es nicht geben. "Wir vertrauen den Bürgern, dass es keinen Missbrauch gibt. Entscheidend ist, dass das Geld schnell ankommt." Auf einem zweiseitigen Formular sei lediglich zu versichern, dass einem die Leistung zustehe und man keine andere Hilfsleistung empfangen habe.

13.10 Uhr: Menschen in Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz teils traumatisiert

Nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr im Norden von Rheinland-Pfalz sind viele Menschen traumatisiert. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sei mit Kriseninterventionskräften unterwegs, um psychologische Hilfe zu leisten, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt bei einem Besuch im schwer betroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler. Betroffen seien nicht nur Bürger, sondern auch Helfer.

Der Arzt Peter Maas, der in Bad Neuenahr-Ahrweiler Dienste in einer mobilen Arztpraxis übernommen hat, sagte, es kämen viele Patienten mit Verletzungen oder mit dem Wunsch nach Rezepten in den Container. "Was uns auffällt ist: Die äußeren Verletzungen sind oft sehr gering, aber wenn die Patienten dann bei uns sind und zum ersten Mal in einer Situation sind, in der sich zum ersten Mal um sie gekümmert wird, dass dann oft alle Dämme brechen und starke Emotionen hervorkamen. Auch damit gehen wir um."

13.05 Uhr: Unrecht in der DDR – sieben Millionen Euro für Jugend-Projekte

Online-Spiele, virtuelle Rundgänge, Podcasts, Apps und mehr: Für solche Projekte zur Auseinandersetzung junger Menschen mit dem Unrecht in der DDR stellt der Bund sieben Millionen Euro bis Ende 2023 bereit. Das teilten Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und die Bundesstiftuung zur Aufarbeitung des SED-Unrechts mit. Laut Angaben werden in elf Bundesländern 44 Vorhaben unterstützt. Mit der Förderung über das Programm "Jugend erinnert" sollten junge Menschen die Chance bekommen, ihr Demokratieverständnis zu stärken, Haltung zu zeigen und sich aktiv für demokratische Grundwerte einzusetzen, teilte Grütters mit.

12.51 Uhr: Corona-Impf-Ziel in Afrika verzögert sich

In Afrika rückt das Ziel einer Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 ins kommende Jahr. "Wir bleiben sehr optimistisch, bis zum Jahresende 25 Prozent geimpft zu haben", meinte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union, der Africa CDC. Das ursprünglich für dieses Jahr anvisierte Ziel einer Impfung von 60 Prozent der Bevölkerung sei somit kaum vor Ende 2022 zu erreichen. Die Länder Burundi, Eritrea und Tansania hätten nicht mal mit Impfungen begonnen – obwohl Tansania sich nun bei der Corona-Bekämpfung stärker engagiere.

12.27 Uhr: Vor Babyklappe gefundener Säugling beerdigt

Das Baby, das in der vergangenen Woche tot vor einer Babyklappe in Köln gefunden wurde, ist beigesetzt worden. Nach einer Trauerfeier wurde der Säugling auf dem Kölner Nordfriedhof beerdigt, wie der Sozialdienst katholischer Frauen mitteilte. Einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Frauenhauses, vor dessen Babyklappe der Säugling gefunden worden war, nahmen an der Trauerfeier teil. Der Junge war am Montag der vergangenen Woche tot im Freien vor der Babyklappe vor einem Frauenhaus entdeckt worden. Rechtsmediziner gehen nach der Obduktion davon aus, dass er bei der Geburt noch gelebt hat. Eine Mordkommission ermittelt.

12.09 Uhr: Fridays for Future will am Freitag auf Demos Flutopfern gedenken

Nach der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat die Klimaschutzbewegung Fridays for Future bundesweite Proteste für Freitag angekündigt. Unter dem Motto "Die Klimakrise ist hier" wollen die Aktivisten und Aktivistinnen besseren Klimaschutz einfordern und der Todesopfer der verheerenden Unwetter gedenken, wie Fridays for Future mitteilte. Bei den Demos wollten sie Spenden für die Flutopfer sammeln und in betroffenen Regionen bei Aufräumaktionen helfen.

Laut Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer soll es in den kommenden Monaten immer wieder groß angelegte Fridays-for-Future-Proteste geben. "Wir werden in den nächsten Monaten in jeder Ecke des Landes und jeder Generation mobilisieren, hunderte Proteste organisieren und dafür sorgen, dass im besten Falle Menschen überall anfangen, die Klimakatastrophe - und die eigene Stimme bei der Wahl - so ernst zu nehmen wie möglich", sagte sie der "Rheinischen Post".

12.06 Uhr: Merkel zieht Bilanz: Fünf Krisen in meiner Amtszeit

In ihrer 16-jährigen Amtszeit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aus eigener Sicht nur Krisen zu bewältigen gehabt, die ihre Ursachen nicht in Deutschland hatten. Die CDU-Politikerin zählt dazu die Finanzkrise von 2007, die Euro-Rettung, die sogenannte Flüchtlingskrise von 2015, den Klimawandel und die Corona-Pandemie.

"Was meine Amtszeit schon durchzogen hat immer, ist, dass wir halt nicht alleine mit nationaler Politik unsere Herausforderungen bewältigen können, sondern dass wir Teil einer Weltgesamtheit sind, und das ja auch das Thema, das wir bei Klima sehen", sagte Merkel in Berlin.

"Wir alleine werden das Weltklima nicht verändern können. Wir alleine werden die Pandemie nicht bekämpfen können", sagte Merkel. Sie fügte hinzu: "Aber die Art und Weise, wie wir es machen, kann Beispiel sein für andere, dem zu folgen."

12.05 Uhr: Plauder-App Clubhouse ist nun für jeden zugänglich

Die Talk-App Clubhouse hat jetzt für alle interessierten Nutzerinnen und Nutzer geöffnet: Jede und jeder weltweit "sollte Zugang zu sinnvollen Unterhaltungen haben", erklärten die Gründer Paul Davison und Rohan Seth. Bislang war die App nur über eine Einladung eines aktiven Nutzers zugänglich. 

Clubhouse gibt sich wie ein virtueller Salon zum Plaudern mit Freunden und anderen Kontakten in verschiedenen Räumen. Die Plattform stellt mittlerweile gut eine halbe Million Chat-Räume pro Tag zur Verfügung. Jede und jeder mit einem Apple-, Android- oder Google-basiertem Smartphone kann die App nun herunterladen.

11.41 Uhr: Witwe von IS-Terrorist Cuspert zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Im Hamburger Prozess um die Versklavung zweier Jesidinnen ist die 37-jährige Omaima A. am Donnerstag zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Das Hanseatische Oberlandesgericht war überzeugt, dass die Witwe des IS-Terroristen und Rappers Denis Cuspert ("Deso Dogg") als Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form der Versklavung nach dem Völkerstrafgesetzbuch leistete (Az.: 4 St 1/21).

Einbezogen in die Gesamtfreiheitsstrafe wurde eine bereits rechtskräftige Verurteilung zu dreieinhalb Jahren. Nach einer Verständigung auf einen Strafrahmen hatte die Angeklagte zu Prozessbeginn eingeräumt, dass sie 2016 ihre Wohnung in der syrischen Stadt Rakka von versklavten Jesidinnen einer Freundin reinigen ließ. Die in Hamburg geborene Deutsch-Tunesierin distanzierte sich vom IS und bedauerte ihr "Fehlverhalten".

11.08 Uhr: 31 Straftaten in Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz registriert

In den rheinland-pfälzischen Hochwassergebieten hat die Polizei bisher 31 Straftaten festgestellt. Davon seien 25 mit Eigentumsbezug, berichtete Innenminister Roger Lewentz (SPD) in einer Sondersitzung von drei Fachausschüssen des Landtags in Mainz. Es habe vier vorläufige Festnahmen gegeben. Konkrete Hinweise zu Plünderungen lägen aber nicht vor. "Bisherige Meldungen über eine angebliche Vielzahl von Plünderungen haben sich bislang nicht bestätigt."

10.57 Uhr: RKI erwartet für Herbst und Winter Anstieg der Corona-Infektionszahlen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erwartet für den Herbst und Winter in Deutschland noch einmal einen Anstieg der Corona-Infektionszahlen und eine "fortgesetzte globale Zirkulation des Virus". Deutschland befinde sich mit den steigenden Impfquoten in der Übergangsphase vom pandemischen in ein endemisches Geschehen, erklärte das RKI in Berlin. Wann dieser Übergang abgeschlossen sein werde, könne derzeit aber noch nicht genau vorausgesagt werden.

Wenn ein Virus endemisch ist, bedeutet das, dass es nicht mehr verschwindet und in der betreffenden Weltregion zu bestimmten Zeitpunkten immer wieder Infektionen auftreten. Eine Pandemie ist dagegen eine Krankheit, die sich weltweit schnell ausbreitet. 

Herdenimmunität im Sinne der kompletten Auslöschung des Virus sei nicht realistisch, schätzt das RKI. Das Institut empfiehlt grundsätzlich, dass die Basis-Schutzmaßnahmen bis zum Frühjahr eingehalten werden sollten: Vor allem wenn gefährdete Menschen dabei seien, sollte in Innenräumen wie beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr weiter Maske getragen, Abstand gehalten, gelüftet und auf Hygiene geachtet sowie die Corona-Warn-App genutzt werden. 

10.56 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in USA steigt wieder - mehr als 52.000 Fälle

In  den USA nimmt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen wieder zu. Mit 52.032 neuen Fällen am Mittwoch meldeten die Behörden rund 20.000 mehr als vor genau einer Woche, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion blieb mit 333 vergleichsweise stabil. Die bisherigen Höchstwerte wurden am 2. Januar mit 300.462 Neuinfektionen sowie am 12. Januar mit 4461 Toten verzeichnet.

Nach jüngsten Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC ist die besonders ansteckende Delta-Variante inzwischen für rund 83 Prozent aller erfassten Infektionen im Land verantwortlich. Auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Infizierten nahm zuletzt wieder zu und soll laut CDC-Prognose in den kommenden Wochen weiter ansteigen.

10.53 Uhr: Frauen sollen in britischen Quarantäne-Hotels besser geschützt werden 

Nach Berichten von sexuellen Übergriffen in britischen Quarantäne-Hotels sollen alleinreisende Frauen künftig besser geschützt werden. Soweit wie möglich sollten sie weibliche Wachen zur Seite gestellt bekommen, wie die BBC berichtete. Das Gesundheitsministerium soll diese Änderung veranlasst haben, nachdem der Sender über mehrere Fälle berichtet hatte, bei denen männliche Wachen Frauen sexuell belästigt hatten. Sollte die Begleitung durch eine weibliche Wache nicht möglich sein, sollen alleinreisende Frauen den neuen Richtlinien zufolge stattdessen von zwei männlichen Wachen begleitet werden.

Eine Betroffene, die im April in einem Quarantäne-Hotel belästigt wurde, kritisierte diese Änderung im Gespräch mit der BBC. Die Begleitung durch zwei männliche Wachen würde das Risiko eher erhöhen als verringern. Während ihres Aufenthalts habe eine Gruppe von männlichen Sicherheitsmitarbeitern beobachtet, wie jemand sie belästigt habe und sei nicht eingeschritten.

10.50 Uhr: Deutschland will Flüge afghanischer Ortskräfte unterstützen

Die Bundesregierung will gefährdete Ortskräfte aus Afghanistan nun auch bei der Reise nach Deutschland unterstützen. Dazu wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Übernahme der Flugkosten vorbereitet. Das Thema war in Berlin auch am Rande der Sitzung des Kabinetts besprochen worden. Auf dem Tisch lagen am Donnerstag Pläne, mindestens die Flugtickets für die Ortskräfte zu bezahlen. Debattiert wurde aber auch, Charterflüge aus Afghanistan zu organisieren. Vor allem das Verteidigungsministerium hatte gedrängt, mehr zur Unterstützung gefährdeter, einheimischer Mitarbeiter zu tun, die der Bundeswehr beim Einsatz in dem Land geholfen hatten.

10.35 Uhr: DWD-Klimaforscher: Unwetterkatastrophe war "Jahrhundertereignis"

Die extremen Starkregenfälle, die in der vergangenen Woche in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Hochwasserkatastrophe auslösten, sind nach Einschätzung von Klimaforschern "mindestens als Jahrhundertereignis" einzustufen. In der klimatologischen Einordnung des Deutschen Wetterdienstes hieß es, an einer ungewöhnlich großen Zahl von Stationen im Westen seien bisherige Rekorde weit übertroffen wurden.

Innerhalb weniger Stunden oder Tage sei im Mittel über ganze Flusseinzugsgebiete das 1,5 bis zweifache des mittleren Niederschlages im Juli bezogen auf die Referenzperiode 1991-2020 erreicht worden.

Die Extremniederschläge stehen zudem in einer Serie von Starkregen-Ereignissen seit Mai, so die DWD-Klimafachleute. Bereits jetzt rangiere das Jahr 2021 unter den Top fünf der Jahre mit den meisten aufgetretenen Einzelereignissen seit 2001. Grund zur Entwarnung gebe es nicht.

10.34 Uhr: Kranhaken erschlägt 37-Jährigen auf Baustelle

Der herabstürzende Haken eines Krans hat einen 37 Jahre alten Bauarbeiter in Waldhäuser in Bayern erschlagen. Der Mann wurde am Kopf getroffen und war sofort tot, wie die Polizei mitteilte. Der Kranhaken samt Umlenkrolle war wegen eines gerissenen Seiles abgestürzt. Warum das Seil riss, war zunächst unklar und wird von der Kriminalpolizei Passau untersucht. Den Kran hatte der 37-Jährige selbst bedient.

10.13 Uhr: Gedenken an Opfer der Terroranschläge in Norwegen begonnen

In Norwegen haben die Gedenkveranstaltungen zu Ehren der Opfer der Terroranschläge in Oslo und auf der Insel Utøya vor genau zehn Jahren begonnen. "Der Terror des 22. Juli war ein Angriff auf unsere Demokratie", sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg auf einer ersten Zeremonie am Morgen im Osloer Regierungsviertel, wo die Anschläge des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik am 22. Juli 2011 ihren Anfang genommen hatten. Man dürfe niemals akzeptieren, dass jemand zur Gewalt greife, um Andersdenkende aufzuhalten. Im Anschluss wurden die Namen aller 77 Todesopfer der Angriffe verlesen.

Im Laufe des Tages waren mehrere weitere Gedenken geplant, darunter auch eines auf Utøya selbst. Bei einer nationalen Gedenkveranstaltung am Abend wollte König Harald V. eine Ansprache halten.

9.51 Uhr: Luftwaffe erkundet Flutschäden mit Überwachungsflugzeug A319OH

Die Bundeswehr will die Schäden nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschland genauer aus der Luft erkunden. Nachdem am Vortag eine Tornado-Aufklärungsmaschine über der Eifel unterwegs war, sollte am Donnerstag das für Rüstungskontrollflüge vorgesehene Überwachungsflugzeug A319OH ("offener Himmel") über dem Katastrophengebiet fliegen, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Mit hochsensiblen Kameras an Bord sei eine weitere Lageverdichtung möglich. Die Aufnahmen sollen vom Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in Geilenkirchen ausgewertet werden.

9.22 Uhr: Australiens Premier entschuldigt sich für langsame Impfkampagne

Australiens Premierminister Scott Morrison hat wegen der langsamen Impfkampagne gegen das Coronavirus um Entschuldigung gebeten. "Es tut mir Leid, dass wir die erhofften Zielmarken nicht erreichen konnten", sagte Morrison. Die Behörden in der Metropole Sydney hatten zuvor angekündigt, dass es wegen des anhaltenden Anstiegs der Ansteckungszahlen wohl zu längerfristigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens kommen wird.

Morrison steht derzeit stark unter Druck. Die lange Zeit sehr niedrigen Ansteckungszahlen in Australien waren zuletzt so schnell angestiegen wie seit Beginn der Pandemie nicht. Zugleich sind nur rund elf Prozent der Bevölkerung geimpft - eine der niedrigsten Impfraten unter den reicheren Ländern.

9.13 Uhr: Deutschpop-Star Helene Fischer startet geheimnisvollen Countdown

Deutschpop-Sängerin Helene Fischer (36, "Atemlos") hat einen mysteriösen Countdown gestartet. Auf ihrer Webseite wird in orange-farbener Schrift auf schwarzem Hintergrund in Sekundenschritten auf die Nacht vom 5. zum 6. August heruntergezählt. Welches Ereignis mit Ende ihres 37. Geburtstags, den sie am 5. August feiert, ansteht, wird bislang nicht weiter erklärt.

Auch in den Sozialen Medien gab sich Fischer geheimnisvoll. Auf ihrem Instagram-Account fanden sich keine Fotos von der Sängerin, ihr Profilbild zeigte auf Instagram wie auch auf Facebook und Twitter nur einen orangenen Kreis auf schwarzem Hintergrund. Die Hintergründe dieses Internet-Auftritts sind noch unklar, Fans spekulierten jedoch über ein neues Album.

8.51 Uhr: Anwohner von Erftstadt-Blessem dürfen zum Aufräumen in Häuser zurück

Im Katastrophengebiet Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen dürfen einige Anwohner voraussichtlich schon von heute an dauerhaft in ihre Häuser zurück. Voraussetzung sei, dass die Standsicherheit der Gebäude gewährleistet ist, teilte Landrat Frank Rock mit. Dies werde ab dem Vormittag durch den Geologischen Dienst überprüft. Ist dies geschehen, müsse "den Blessemer Bürgern auch die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Häuser und Wohnungen wieder dauerhaft zu betreten, insbesondere um Aufräumarbeiten zu leisten", sagte Rock. Dies könne noch am Donnerstag geschehen.

Der Einlass in das Gebiet nach der Flut in der vergangenen Woche werde zunächst nur Blessemer Bürgern erlaubt. Für sie werde ein Shuttleservice eingerichtet. Teams von Feuerwehr, Polizei und Psychologen stünden bereit.

8.35 Uhr: Niedersachsen schließt tägliche Corona-Tests in Schulen nicht aus

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will nach den Sommerferien die Corona-Testfrequenz in den Schulen erhöhen. Möglicherweise solle statt zweimal wöchentlich täglich getestet werden, sagte der Minister der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Niemand wird nach den Sommerferien ohne einen negativen Corona-Test in die Schule gehen", sagte Tonne.

8.35 Uhr: Wieder Gewitter und Starkregen in NRW am Wochenende möglich

Nach einigen Tagen Sonnenschein drohen in Nordrhein-Westfalen am Wochenende wieder Schauer und Gewitter mit Starkregen. "Es kann theoretisch und punktuell in den Unwetterbereich gehen", sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Wo und ob die Unwetter stattfinden könne noch nicht abgeschätzt werden. Am Freitag scheine zunächst noch die Sonne, vor allem im Südwesten.

Am Samstag soll nach Angaben des DWD von Südwesten dann Bewölkung aufziehen. Zunächst regne es in der Eifel, im Laufe des Nachmittags breiten sich die Niederschläge aus, so die Meteorologin. Die Temperaturen steigen von maximal 28 Grad am Freitag auf bis zu 29 Grad am Samstag. Das unbeständige Wetter setze sich am Sonntag und Montag fort. An beiden Tagen müsse man mit Gewittern rechnen, berichtete die Meteorologin. 

8.26 Uhr: Zahl der Todesopfer nach Überschwemmungen in China steigt auf 33 

Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Überschwemmungen in der chinesischen Provinz Henan und ihrer Hauptstadt Zhengzhou ist auf mindestens 33 gestiegen. Wie die Behörden mitteilten, würden zudem mindestens acht Menschen noch vermisst. Seit vergangenem Freitag, als die schweren Regenfälle begannen, seien mindestens 376.000 Menschen in der Provinz aus Gefahrengebieten in Sicherheit gebracht worden.

8.22 Uhr: Deutsche Bahn muss sieben Zugstrecken im Hochwassergebiet komplett neu bauen

Nach der Hochwasserkatastrophe im Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen muss die Deutsche Bahn sieben Strecken komplett neu bauen oder sanieren. "Das wird eine Mammut-Aufgabe", sagte eine Bahn-Sprecherin im Deutschlandfunk. Das gesamte Ausmaß der Schäden sei noch nicht zu ermessen; der Konzern schätzt die Schäden allein an der Infrastruktur aktuell auf 1,3 Milliarden Euro; dazu komme der fehlende Umsatz, sagte die Sprecherin. 

Im Hochwassergebiet seien Strecken unterspült oder Schotter weggespült. "Wir können noch nicht ermessen, wann so eine Strecke wieder sicher befahrbar sein wird", sagte die Sprecherin. Insgesamt sind nach Angaben der Bahn 600 Kilometer Schiene zerstört und 80 Bahnhöfe teils schwer beschädigt. 

8.07 Uhr: Nach Fußball-Krawallen: Rund 800 Polizisten durchsuchen Wohnungen

Rund 800 Polizisten haben in Sachsen und Brandenburg Wohnungen von Tatverdächtigen von schweren Fußball-Krawallen durchsucht. Die Aktion am Morgen betraf 56 Wohnungen, die meisten in Dresden und Umgebung. Ziel sei es, Beweismittel sicherzustellen, insbesondere Tatkleidung, Handys und Pyrotechnik, teilte die Polizei mit. Die Ermittler der "Soko Hauptallee" würden bei den Durchsuchungen von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei unterstützt.

Vier Tatverdächtige im Alter von 20 bis 31 Jahren wurden demnach festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, bei den Ausschreitungen im Mai am Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion eine aktive Rolle gespielt und Polizisten mit Flaschen beworfen zu haben. Die vier Verdächtigen, die bereits "einschlägig in Erscheinung getreten" seien, sollten am Donnerstag einem Richter vorgeführt werden. Insgesamt ermittelt die Polizei gegen 70 Personen.

7.20 Uhr: Biden nominiert Witwe von Ted Kennedy als US-Botschafterin in Österreich

Victoria Kennedy soll neue US-Botschafterin in Österreich werden. Präsident Joe Biden habe die Witwe des verstorbenen US-Senators Ted Kennedy für den Posten nominiert, teilte das Weiße Haus mit. Als neuen Botschafter in Kanada schlug Biden demnach den Geschäftsmann David Cohen vor. Neuer Botschafter in Slowenien soll nach dem Willen des Präsidenten die Anwältin Jamie Harpootlian werden. Die Personalien müssen noch vom Senat bestätigt werden.

Victoria Kennedy war bislang als Anwältin in der Kanzlei Greenberg Traurig tätig. Zudem ist sie Mitgründerin und Präsidentin des Edward M. Kennedy Instituts, das im Bereich der politischen Bildung aktiv ist. Kennedy setzt sich seit langem für ein schärferes Waffenrecht in den USA ein.

Ted Kennedy war der Bruder des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, der 1963 einem Attentat zum Opfer fiel, und des 1968 ebenfalls ermordeten Justizministers Robert Kennedy. Ted Kennedy saß an der Seite von Biden jahrzehntelang im US-Senat. 2009 erlag er einem Krebsleiden.

6.30 Uhr: DAK-Gesundheit: Erkältungssaison 2021 nahezu komplett ausgefallen

Die Zahl der Krankmeldungen ist nach Angaben der DAK-Gesundheit in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 3,7 Prozent gefallen. Das bedeutet, dass im ersten Halbjahr durchschnittlich 3,7 Prozent der DAK-Versicherten arbeitsunfähig gemeldet waren. Das sei ein enormer Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und zum ersten Halbjahr 2019, als der Krankenstand jeweils 4,2 Prozent betragen habe, teilte die Krankenversicherung mit. Von Januar bis Juni 2021 hatten DAK-versicherte Arbeitnehmer durchschnittlich 6,7 Fehltage und damit 22 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2020.

Ein besonders großes Minus habe es bei den Atemwegserkrankungen gegeben, hieß es. Auf je 100 Versicherte kamen im gesamten Halbjahr nur 48 Fehltage – in den ersten sechs Monaten des Vorjahres waren es 92 mehr gewesen, wie die Auswertung der Daten ergab. "Die Erkältungssaison 2021 ist nahezu komplett ausgefallen", sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Er erklärte das mit den Abstands- und Hygieneregeln in der Corona-Pandemie und plädierte dafür, sich auch künftig in Erkältungszeiten ein Beispiel an Asien zu nehmen: "Die Maske ist im Kampf gegen Krankheitserreger so einfach wie wirkungsvoll."

5.46 Uhr: Einen Tag vor Zeremonie: Direktor von Olympia-Eröffnungsfeier gefeuert

Einen Tag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Tokio ist deren künstlerischer Leiter gefeuert worden. Show-Direktor Kentaro Kobayashi stolperte über einen alten Sketch, in dem er sich über den Holocaust lustig gemacht hatte, wie die Organisatoren der Spiele erklärten. 

Es habe sich herausgestellt, dass Kobayashi bei einem früheren Auftritt Wörter genutzt habe, "die sich über eine tragische geschichtliche Tatsache lustig gemacht haben", sagte Olympia-Cheforganisatorin Seiko Hashimoto. Das Organisationskomitee habe deshalb entschieden, ihn von seinem Posten zu entbinden.

Es ist die jüngste in einer Reihe von Pannen. Anfang der Woche war einer der Komponisten für die Eröffnungsfeier wegen Mobbens von behinderten Mitschülern während seiner Schulzeit zurückgetreten. Im Februar hatte der damalige Olympia-Cheforganisator Yoshiro Mori wegen frauenfeindlicher Äußerungen sein Amt niederlegen müssen. Im März musste der damalige Kreativdirektor für die Eröffnungs- und Abschlussfeier gehen, weil er geplant hatte, ein Plus-Size-Model als "Olympig" – olympisches Schwein – bei der Eröffnungsfeier ins Stadion einschweben zu lassen.

5.18 Uhr: Heil sagt Arbeitsagentur-Hilfen für Hochwassergebiete zu

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Unternehmen und Arbeitnehmern in den von der Flutkatastrophe betroffenen Regionen mehr Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit zugesichert. "In dieser dramatischen Krise geht es um einen Dreiklang: erstens den Menschen akut zu helfen, zweitens eine finanzielle Soforthilfe zu schaffen und drittens nach dem Wiederaufbau der Infrastruktur die längerfristige Unterstützung für Unternehmen und Arbeitsplätze sicherzustellen", sagte Heil der "Rheinischen Post".

Mit Mitteln der Bundesagentur sollten verstärkt  Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen gesichert werden. Kurzarbeitergeld könne den Beschäftigten und Unternehmen in den betroffenen Regionen "in ihrer Not helfen". Der Minister kündigte eine Prüfung der Frage an, ob die in der Corona-Krise verbesserten Kurzarbeitergeld-Regeln über Ende September hinaus verlängert werden sollten.

4.45 Uhr: MDR will Klimaberichterstattung ausbauen

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) will seine Berichterstattung über den Klimawandel ausbauen. "Was wir im Haus gerade vorantreiben, ist, unsere Kompetenz im Klimabereich zu verstärken. Ich würde sogar von Klimajournalismus sprechen", sagte Intendantin Karola Wille der Nachrichtenagentur DPA. Man wolle Wissenschaftsjournalismus stärken und damit eines der größten Transformationsthemen kontinuierlich in die verschiedenen Felder und Formate der journalistischen Arbeit einbeziehen.

Der Sender plant nach der Bundestagswahl eine Art "Klimaherbst" mit publizistischen Angeboten. Klimaberichterstattung dürfe sich auf kein einzelnes Format beschränken. Wille betonte auch: "Wir leben in einer Region, die beim Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaft zu den Vorreitern in Deutschland zählt, damit einher geht eine Vielzahl von Innovationen in Wirtschaft, Forschung und Infrastruktur." Dies solle sichtbarer werden – etwa mit dem wöchentlichen multimedialen MDR-Klima-Update ab diesem Freitag. Man baue im Hause auch Experten auf, die crossmedial über den Klimawandel berichten sollen.

4.00 Uhr: Norwegen gedenkt der Opfer des Rechtsextremisten Breivik

In Norwegen wird heute der Opfer der Anschläge des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik in Oslo und Utøya vor zehn Jahren gedacht. Am 22. Juli 2011 hatte Breivik im Regierungsviertel von Oslo acht Menschen mit einer Bombe getötet. Danach setzte er auf die kleine Insel Utøya über und erschoss dort 69 Menschen, die meisten von ihnen Teilnehmer eines von der Arbeiterpartei organisierten Sommercamps für Jugendliche. 

Die meisten der Opfer des Attentats auf der Insel Utøya waren jünger als 20 Jahre, das jüngste erst 14. Der Anschlag, bei dem auch dutzende Menschen verletzt wurden, löste in Norwegen und international Entsetzen aus. Breivik, der zum Zeitpunkt der Tat 32 gewesen war, wurde 2012 zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. 

kng / fs AFP DPA

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