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News von heute Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron womöglich mit Pegasus-Software ausgespäht

Emmanuel Macron, hier bei den Feierlichkeiten zum 14.Juli.
Emmanuel Macron, hier bei den Feierlichkeiten zum 14.Juli.
© Lemouton Stephane/Pool/ABACA/ / Picture Alliance
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker: 

22.13 Uhr: Schwere Überschwemmungen in China - Hunderte in U-Bahn eingeschlossen

Die schwersten Regenfälle seit Jahrzehnten haben in der zentralchinesischen Metropole Zhengzhou massive Überschwemmungen ausgelöst. Staatliche Medien berichteten von zwölf Toten, doch war die genaue Zahl der Opfer zunächst unklar. Die Fluten überschwemmten die U-Bahn, wo Hunderte Menschen in Zügen und auch in Tunneln eingeschlossen waren, wie Staatsmedien und Augenzeugen in sozialen Medien berichteten. Auf Videos war zu sehen, wie ihnen das Wasser teils bis zu den Schultern stand. Rettungsdienste waren im Einsatz. Bei Evakuierungen mussten auch rund 600 schwerkranke Patienten aus einem Krankenhaus der Zhengzhou Universität in Sicherheit gebracht werden.

22.04 Uhr: 430 Migranten überqueren Ärmelkanal an einem Tag

Mindestens 430 Migranten haben offiziellen Angaben zufolge am Montag den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien überquert. Rund 50 Menschen kamen in der Grenzregion Kent auf einem einzigen Schlauchboot an, wie die BBC berichtete. Nach Angaben des Innenministeriums ist das ein neuer Höchstwert. Zuvor hatte der Rekord bei 416 Ankommenden gelegen, die an einem Tag Anfang September 2020 den Kanal überquerten.

21.52 Uhr: Trump-Getreuer Barrack wegen Lobbying für die Emirate angeklagt

Ein Gefolgsmann des früheren US-Präsidenten Donald Trump, Thomas Barrack, ist wegen unzulässigen Lobbyings für die Vereinigten Arabischen Emirate angeklagt worden. Barrack, der eine zentrale Rolle bei der Organisation der feierlichen Amtseinführung Trumps im Jahr 2017 gespielt hatte, habe für die Emirate geworben, ohne seine Beziehung offenzulegen, erklärte das Justizministerium. Der 74-Jährige wurde Medienberichten zufolge festgenommen. Barracks heimliche Tätigkeit als Lobbyist für die Politik einer ausländischen Regierung komme einem "Verrat" gegenüber seinen US-Ansprechpartnern gleich.

19.45 Uhr: Vollständig geimpfter Mitarbeiter im Weißen Haus positiv auf Corona getestet

Ein vollständig geimpfter Mitarbeiter des Weißen Hauses ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie Regierungssprecherin Jen Psaki mitteilte, hatte der Betroffene keinen Kontakt zu US-Präsident Joe Biden oder anderen hochrangigen Regierungsvertretern. Der Mitarbeiter weise milde Symptome einer Corona-Infektion auf.

Der Betroffene habe sich in Quarantäne begeben, wie es die Corona-Regeln im Weißen Haus vorsehen. Die Kontaktpersonen des Mitarbeiters sollen nun ermittelt und informiert werden. "Wie dieser Vorfall zeigt, verlaufen die Fälle bei geimpften Menschen typischerweise mild", sagte Psaki.

19.20 Uhr: EMA prüft Zulassung von Corona-Impfstoff von Sanofi

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat mit der Prüfung einer Zulassung des Corona-Impfstoffs des französischen Herstellers Sanofi begonnen. "EMA wird die Übereinstimmung von Vidprevtyn mit den üblichen EU-Standards für Wirksamkeit, Sicherheit und Qualität bewerten", erklärte die in Amsterdam ansässige Behörde. Sanofi hat Vidprevtyn gemeinsam mit der britischen Firma GSK entwickelt.

Anders als die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna benötigt das Mittel bei der Lagerung keine extrem niedrigen Temperaturen, was die Auslieferung logistisch erleichtern würde. Wie die meisten Corona-Impfstoffe sind zwei Dosen für einen umfassenden Schutz nötig.

19.13 Uhr: Auch Frankreichs Präsident womöglich mit Pegasus-Software ausgespäht

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, sein früherer Premierminister und 14 Minister sind mögliche Ziele der Überwachungssoftware Pegasus gewesen. So stehe eine von Macrons Mobilfunknummern auf einer Liste eines marokkanischen Sicherheitsdienstes für eine mögliche Ausspähung. Unklar sei jedoch, ob das Mobiltelefon des Präsidenten tatsächlich gehackt worden sei. Insgesamt wurden laut "Süddeutscher Zeitung" Telefonnummern von 14 Staats- und Regierungschefs auf der Liste gefunden, die ausgespäht worden sein könnten, darunter unter anderem Libanons Ex-Ministerpräsident Saad Hariri, der marokkanische Regierungschef Saad-Eddine El Othmani und Paksitans Premierminister Imran Khan.

18.59 Uhr: Polizist in Sachsen an rassistischem Übergriff beteiligt

An einem rassistischen Übergriff auf einen jungen Mann in Chemnitz ist ein Polizeibeamter beteiligt gewesen. "Im Zuge der ersten Befragungen und Ermittlungen" habe sich herausgestellt, das ein Polizeibeamter der Polizeidirektion Zwickau zu der achtköpfigen Gruppe gehörte, aus der heraus der junge Mann attackiert worden war, teilte die Chemnitzer Polizei mit. Der Polizist hatte demnach zum fraglichen Zeitpunkt frei.

Am vergangenen Samstag war ein 20 Jahre alter Somalier in Chemnitz in einen Bus eingestiegen. Daraufhin wurde er laut Polizei aus der achtköpfigen Männergruppe heraus "ausländer- beziehungsweise fremdenfeindlich beleidigt". Mindestens zwei Männer aus der Gruppe stießen den jungen Mann demnach im Bus zu Boden, traten auf ihn ein und verletzten ihn leicht. Alle acht Angreifer wurden von der Polizei gestellt; sie ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

"Nach Sichtung der Videoaufnahmen aus dem Linienbus ist ein aktiver Beitrag des Beamten an der gefährlichen Körperverletzung nicht ersichtlich", erklärte die Chemnitzer Polizei. Es sei jedoch auch nicht zu sehen, dass der Polizist den körperlichen Angriff unterbunden hätte oder dem 20-Jährigen zu Hilfe gekommen sei. Neben dem Ermittlungsverfahren leitete die Polizeidirektion Zwickau den Angaben zufolge ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten ein. Ihm werde vorgeworfen, gegen "auch außerdienstlich bestehende" beamtenrechtliche Pflichten verstoßen zu haben.

18.55 Uhr: Johnsons Ex-Chefberater Cummings: Wollten Premierminister austauschen

Der ehemalige Chefberater Boris Johnsons, Dominic Cummings, wollte den britischen Premierminister "innerhalb von Tagen" nach dessen Wahlsieg durch einen anderen Politiker ersetzen. Das sagte Cummings in einem BBC-Interview, das in Auszügen gezeigt wurde. Demnach gab es bereits kurz nach dem überwältigenden Sieg Johnsons bei der Parlamentswahl im Dezember 2019 Gespräche zwischen Beratern im Regierungssitz Downing Street über einen möglichen Wechsel an der Spitze. Wie genau das hätte gehen sollen, erläuterte Cummings allerdings nicht.

Grund dafür sei gewesen, dass Johnsons Frau Carrie ihn und seine Kollegen von der Pro-Brexit-Kampagne "Vote Leave" habe loswerden wollen, so Cummings weiter. Cummings gilt als Stratege hinter dem Sieg der Brexit-Befürworter im EU-Referendum 2016 und dem der Konservativen unter Johnson in der Parlamentswahl 2019. Zeitweise galt er als zweitmächtigster Mann des Landes. Ende vergangenen Jahres kam es jedoch zum Bruch zwischen Johnson und seinem Berater.

18.52 Uhr: Waldbrände an der US-Westküste verschleiern den Himmel in New York

Rauchschwaden von heftigen Waldbränden im Nordwesten der USA trüben die Aussichten an der knapp 4000 Kilometer entfernten Ostküste. In Großstädten wie New York schob sich ein dunstiger Schleier vor die Sonne, Behörden warnten vor schlechter Luft auch in Philadelphia. Auswirkungen der saisonalen Brände in den Bundesstaaten Washington, Oregon oder Montana an der Westküste waren auch in der Bundeshauptstadt Washington D.C., Chicago und in Teilen Kanadas zu spüren.

18.22 Uhr: Gesuchter Mann nach Großfahndung tot an der Côte d'Azur gefunden

Nach einer zweitägigen Großfahndung haben französische Sicherheitskräfte in der Ferienregion Côte d'Azur einen gesuchten Mann tot aufgefunden. Das berichteten französische Medien. Der Mann wurde verdächtigt, eine 32-jährige Frau in der Nähe des Mittelmeer-Badeortes Saint-Tropez getötet zu haben. Innenminister Gérald Darmanin bestätigte via Twitter, dass die Suche im Département Alpes-Maritimes eingestellt wurde.

Die Gendarmerie hatte im bergigen Hinterland von Nizza mit Hunden, Hubschraubern und Spezialeinheiten nach dem bewaffneten 33-Jährigen gesucht. Der Mann soll die Frau vor dem Verbrechen gekannt haben. Hintergründe, auch zu dem Tod des Tatverdächtigen, blieben zunächst unklar. Die Gendarmerie gehört in Frankreich zu den Streitkräften, nimmt aber auch Polizeiaufgaben wahr.

17.46 Uhr: Zahl der Todesopfer durch Flut in Deutschland steigt 

Die Zahl der Todesopfer der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler ist auf 122 gestiegen. Das sagte ein Polizeisprecher in Koblenz. Bislang war die Rede von 117 Toten gewesen. Die Zahl der Verletzten stieg ebenfalls auf nunmehr 763. Aktuell würden noch 155 Menschen vermisst, sagte der Sprecher weiter.

In Nordrhein-Westfahlen ist die Zahl der Todesfälle nach der Unwetterkatastrophe um ein Opfer auf 48 gestiegen. Wie das Kölner Polizeipräsidium mitteilte, hat ein Leichenspürhund einen weiteren, noch nicht identifizierten Toten im Katastrophengebiet in Bad Münstereifel gefunden. Mehr als 850 als vermisst gemeldete Menschen hätten die Ermittler mittlerweile telefonisch erreicht. Aktuell suche die Polizei noch nach 14 Menschen aus dem Raum Bonn/Rhein-Sieg-Kreis und zwei aus dem Kreis Euskirchen, der in NRW die meisten Todesopfer nach dem Starkregen zu beklagen hat.

"Asozial": Hochwasser-Opfer zwischen Trümmern bestohlen

17.11 Uhr: EU-Kommission: Deutschland muss mehr gegen Korruption tun

Die EU-Kommission hat Deutschland Mängel bei der Regulierung von Nebentätigkeiten von Abgeordneten und von Parteispenden bescheinigt. Die Regeln für die Parteienfinanzierung wiesen "einige rechtliche Lücken" auf, heißt es im Bericht zur Lage der Rechtsstaatlichkeit in den Mitgliedsländern, den die Brüsseler Behörde vorstellte. Durch fehlende Regeln für Abgeordnete bestehe zudem das Risiko von Bestechung.

In ihrem zweiten Jahresbericht zur Rechtsstaatlichkeit prüft die Kommission, inwieweit sich die 27 Staaten jeweils an gemeinsame Prinzipien wie unabhängige Gerichte und Gleichheit vor dem Gesetz halten. Für Deutschland fiel das Urteil insgesamt positiv aus. Beim Thema Korruptionsbekämpfung seien aber weitere Verbesserungen nötig.

16.23 Uhr: Bunker-Besucher finden 26-Jährige tot in Waldstück bei Oranienburg

In einer Bunkeranlage in einem Wald bei Oranienburg in Brandenburg ist der leblose Körper einer 26-Jährigen gefunden worden. Die Frau war seit Samstag vermisst worden, wie die Polizeidirektion Nord mitteilte. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin geht davon aus, dass die Frau Opfer eines Verbrechens wurde. "Die äußeren Anzeichen weisen stark auf ein Tötungsdelikt hin", sagte Sprecher Torsten Sauermann der Deutschen Presse-Agentur.

Montagearbeiter, die sich die Bunkeranlage ansehen wollten, hatten am späten Montagabend die Leiche entdeckt und die Polizei alarmiert. Die Anlage liegt versteckt im Wald und ist von Moos bewachsen. Die Frau ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft vergangenen Donnerstag zum letzten Mal gesehen worden. Die Rechtsmedizin soll den Körper der Frau am Mittwoch untersuchen. Noch offen sei, ob die Tote in der Anlage starb.

15.51 Uhr: Zahl der Toten nach Hochwasser in Rheinland-Pfalz steigt auf 121

Fünf Tage nach dem verheerenden Hochwasser in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten im Landkreis Bad Neuenahr-Ahrweiler auf 121 gestiegen. Weitere 755 Menschen wurden verletzt, wie ein Sprecher der Einsatzleitung sagte. 876 Menschen werden demnach weiterhin vermisst.

Die Polizei in Koblenz dementierte derweil in mehreren Mitteilungen Gerüchte, wonach sich Einsatzkräfte zurückziehen würden. Auch Nachrichten über Plünderungen seien falsch. In den vergangenen Tagen sei es im betroffenen Gebiet nur vereinzelt zu Straftaten gekommen.

15.50 Uhr: Noch 170 Menschen im Katastrophengebiet an der Ahr vermisst

Sechs Tage nach dem verheerenden Unwetter im Norden von Rheinland-Pfalz werden dort noch 170 Menschen vermisst. Diese Zahl nannte ein Sprecher der Polizei in Koblenz. Bisher wurden im Kreis Ahrweiler 117 Menschen tot geborgen. In Nordrhein-Westfalen kamen 47 Menschen ums Leben. In beiden Bundesländern wurde nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden.

15.36 Uhr: EU-Kommission droht Polen in Streit um Justizreform mit Geldstrafe

Die EU-Kommission hat Polen im Streit um eine umstrittene Disziplinarkammer für polnische Richter mit einer Geldstrafe gedroht. Sollte die Regierung in Polen die Disziplinarkammer nicht wie vom Europäischen Gerichtshof gefordert aussetzen, werde Brüssel die Zahlung eines Bußgeldes gerichtlich beantragen, sagte EU-Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova am Dienstag. Warschau habe Zeit bis zum 16. August.

15.23 Uhr: Milliardär Bezos wieder sicher gelandet

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist nach einem Kurz-Ausflug ins Weltall wieder sicher auf der Erde gelandet. Der 57-Jährige hatte an Bord des Raumschiffes "New Shepard" seiner Firma Blue Origin vom US-Bundesstaat Texas aus abgehoben, wie auf einer Live-Übertragung des Unternehmens zu sehen war. An Bord des ersten bemannten Raumfluges der "New Shepard" waren neben Bezos auch sein Bruder Mark sowie eine 82 Jahre alte frühere US-Pilotin und ein 18-Jähriger aus den Niederlanden, dessen Vater ihm den Flug geschenkt hat.

Insgesamt dauerte der vollautomatisch ablaufende Flug rund zehn Minuten. Nach dem Start beschleunigte das Raumschiff innerhalb von zwei Minuten auf mehr als 3700 Kilometer pro Stunde. Kurz danach trennte sich die Kapsel von der wiederverwendbaren Rakete. Die Schwerelosigkeit setzte ein, die vier Passagiere durften kurzzeitig ihre Sitze verlassen und Lachen und Jubel war zu hören. An ihrem höchsten Punkt erreichte die Kapsel mehr als 100 Kilometer über der Erde, bevor sie abgebremst von großen Fallschirmen in der westtexanischen Wüste landete.

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15.14 Uhr: Milliardär Bezos ins All gestartet

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist zu einem Kurz-Ausflug ins Weltall gestartet. Der 57-Jährige hob an Bord des Raumschiffes "New Shepard" seiner Firma Blue Origin vom US-Bundesstaat Texas aus ab, wie auf einer Live-Übertragung des Unternehmens zu sehen war. An Bord des ersten bemannten Raumfluges der "New Shepard" waren auch Bezos' Bruder Mark sowie eine 82 Jahre alte frühere US-Pilotin und ein 18-Jähriger aus den Niederlanden, dessen Vater ihm den Flug geschenkt hat.

Jeff Bezos: Diese Crew begleitet den Milliardär bei seinem Weltraumflug

Insgesamt sollte der vollautomatisch ablaufende Flug rund zehn Minuten dauern und auf eine Höhe von mehr als 100 Kilometern führen. Bereits vor rund zehn Tagen hatte mit dem Briten Richard Branson ein anderer Milliardär mit seinem eigenen Raumschiff einen Kurzausflug ins All unternommen.

14.57 Uhr: FDP-Chef Lindner fordert Katastrophenwarnung per SMS

FDP-Chef Christian Lindner fordert nach der Unwetterkatastrophe künftig eine Warnung der Bevölkerung über den Mobilfunkservice SMS. "Wir werden zukünftig mit vielen Folgen des globalen Klimawandels zu tun haben - und müssen uns dafür rüsten. Dazu gehört ein niedrigschwelliges und digitales Frühwarnsystem", sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Mit der Mobilfunkinfrastruktur sind Warnungen per SMS auf jedes Handy in einem Gefahrenbereich leicht umsetzbar."

Bisher behindere allerdings die Rechtslage ein solches System, das in anderen Ländern üblich sei. "Das will die FDP ändern." Für den Fall, dass Strom und Mobilfunk ausfielen, brauche man noch andere Kommunikationsmittel wie Sirenen und Lautsprecher, fügte Lindner hinzu. "Aber es gibt Katastrophen, die sich Stunden oder Tage vorher abzeichnen. Da muss eine digitale Infrastruktur den Behörden zur Verfügung stehen."

14.40 Uhr: Umfrage: Finnen nicht mehr ganz so glücklich

Die Finnen gelten als das glücklichste Völkchen der Welt - glaubt man einer jüngsten Befragung, ist dieses Glück zuletzt aber etwas kleiner geworden. Einer Online-Umfrage des finnischen Wirtschafts- und Politikforums EVA zufolge fühlten sich 76 Prozent der Finninnen und Finnen bei der Befragung im Herbst 2020 zumindest recht glücklich, nachdem es bei einer vergleichbaren Glücksumfrage 2016 noch 80 Prozent gewesen waren. Rund 20 Prozent der knapp 2000 Befragten gaben diesmal an, nicht glücklich zu sein. 2016 waren es 17 Prozent gewesen.

Es handele sich um keinen tiefen Fall des Glücks in Finnland, sondern vielmehr um eine geringfügige Veränderung um wenige Prozentpunkte, teilte das Forum am Dienstag mit. "Eine Ursache dafür, dass das Gefühl von Glück nachgelassen hat, könnten die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben und die Menschen im erwerbsfähigen Alter sein", erklärte EVA-Forschungschef Ilkka Haavisto.

14.26 Uhr: Versuchter Messerangriff auf Präsidenten in Mali

Im westafrikanischen Mali hat ein Angreifer versucht, Übergangspräsident Assimi Goita mit einem Messer zu attackieren. Der Angriff habe sich in der Großen Moschee der Hauptstadt Bamako ereignet, teilte das Präsidialamt via Twitter mit. Der Mann sei von den Sicherheitskräften überwältigt worden. Über die Identität oder das Motiv des Angreifers wurde zunächst nichts bekannt. In muslimisch geprägten Ländern, etwa in Mali, wird derzeit das Opferfest Eid al-Adha gefeiert. Am ersten Tag des Fests versammeln sich die Gläubigen in den Moscheen, wo ein besonderes Festgebet abgehalten wird.

14.17 Uhr: Merkel verspricht Hochwasseropfern schnelle Hilfe

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Betroffenen der Hochwasserkatastrophe schnelle Hilfe zugesagt. Das Bundeskabinett werde am Mittwoch ein Programm für finanzielle Hilfe beschließen, sagte sie bei einem Besuch in Bad Münstereifel in Nordrhein-Westfalen. Es gehe dabei darum, "unbürokratisch Soforthilfe" zu leisten. Dies geschehe gemeinsam mit dem Land NRW, das am Donnerstag entsprechende Beschlüsse fassen werde.

Merkel zeigte sich bei dem gemeinsamen Besuch mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betroffen von der Lage vor Ort. Die Schäden seien "erschreckend", es gebe "entsetzliche Zustände zum Teil". Viele Häuser seien nicht mehr bewohnbar. Bei ihrem Besuch habe sie "Menschen gesehen, die alles verloren haben". Die Stadt sei "so schwer getroffen, dass es einem wirklich die Sprache verschlägt".

13.45 Uhr: Hoch "Dana" sorgt weiterhin für sommerliches Wetter

Sonne und Wärme bestimmen in den kommenden Tagen vor allem im Süden Deutschlands weiterhin das Wetter. Zu verdanken ist das dem Hoch "Dana", wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete. Im Norden und Nordosten allerdings sorgen kühlere und etwas feuchtere Luftmassen für mehr Bewölkung und gelegentlich ein paar Regentropfen.

Während die Höchstwerte im Norden und Osten bei 19 bis 25 Grad liegen, erwarten die Meteorologen im Rest des Landes sommerliche 24 bis 29 Grad. Erst zum Donnerstag und Freitag steigt zunächst über dem westlichen und südwestlichen Bergland wieder das Schauerrisiko, hieß es. Einzelne Gewitter könnten ebenfalls nicht ganz ausgeschlossen werden.

13.09 Uhr: Ermittlungen zu einem Toten und drei Verletzten in Medard

Nach dem Fund eines Toten und zwei lebensgefährlich Verletzten auf einem Grundstück im rheinland-pfälzischen Medard dauern die Ermittlungen der Polizei an. "Aktuell ist noch nicht zweifelsfrei geklärt, was sich in dem Haus zugetragen hat", teilten die Ermittler in Kaiserslautern mit. Angehörige hatten am Montag einen toten 77-Jährigen sowie drei Verletzte dort entdeckt. Zwei Menschen befanden sich in kritischem Zustand.

12.59 Uhr: Singapur: 16-Jähriger soll 13-Jährigen ermordet haben

In Singapur ist ein 16-Jähriger nach der Tötung eines Mitschülers des Mordes angeklagt worden. Der Verdächtige sei am Montag festgenommen worden, nachdem ein 13-Jähriger tot in einer Toilette der River Valley High School gefunden worden sei, teilten die Behörden mit. Das Opfer habe zahlreiche Wunden aufgewiesen. Am Tatort wurde nach Angaben der Polizei eine Axt gefunden.

Innenminister Kasiviswanathan Shanmugam teilte mit, dass der mutmaßliche Täter diese Axt wahrscheinlich online erworben hatte. "Was genau passiert ist, werden wir aber erst wissen, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind", schrieb er auf Facebook.

12.53 Uhr: Polizei warnt vor falschen Durchsagen im Krisengebiet

Die Polizei hat vor falschen Durchsagen im Katastrophengebiet im Norden von Rheinland-Pfalz gewarnt. Es lägen Informationen vor, wonach dort Fahrzeuge mit Lautsprechern unterwegs seien, die polizeilichen Einsatzfahrzeugen ähnelten, teilte die Polizei in Koblenz mit. Mit diesen werde "wahrheitswidrig" verbreitet, dass die Zahl der Einsatzkräfte verringert werde.

"Das ist eine Falschmeldung", betonte die Polizei in der Mitteilung. "Die Polizei reduziert die Anzahl der Einsatzkräfte nicht und befindet sich weiterhin ohne Unterbrechung im Katastrophengebiet."

12.50 Uhr: Dutzende griechische Feuerwehrleute wegen Impfverweigerung versetzt

Weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, sind 54 griechische Feuerwehrleute aus der Elite-Einheit des Katastrophenschutzes zu anderen Dienststellen versetzt worden. Dies teilte am Dienstag der Chef der Gewerkschaft der Feuerwehrleute, Dimitris Stathopoulos, im griechischen Nachrichtensender Skai mit. Die Eliteeinheit EMAK wird im Fall von schweren Erdbeben, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen eingesetzt.

Die Direktion der Feuerwehr hatte bereits im Mai allen Feuerwehrleuten Zeit bis Ende Juni eingeräumt, sich impfen zu lassen. Nach Ablauf der Frist habe die Führung der Feuerwehr die Konsequenzen gezogen, hieß es.

12.33 Uhr: Indien: Studie schätzt Millionen mehr Tote während Corona-Pandemie

In Indien könnte während der Corona-Pandemie nach Berechnungen von Experten eine vielfach höhere Zahl von Menschen gestorben sein als offiziell angegeben. Der US-amerikanische Thinktank Center for Global Development schätzt auf Basis mehrerer Quellen eine Übersterblichkeit von 3,4 bis 4,9 Millionen zusätzlicher Toter seit Pandemiebeginn in dem schwer getroffenen Land im Vergleich zu Todeszahlen vor der Pandemie. Die Forscher betonten allerdings, dass sie keine Schlüsse über die Todesursachen ziehen.

Nach offiziellen Zahlen sind in Indien bislang mehr als 414 000 an Corona erkrankte Menschen gestorben. Besonders im Zusammenhang mit der heftigen zweiten Pandemie-Welle in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land gehen aber etliche Experten von einer hohen Dunkelziffer aus.

12 Uhr: Merkel besucht von Hochwasser getroffene Stadt Bad Münstereifel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist zu einem Treffen mit Betroffenen der Hochwasserkatastrophe im nordrhein-westfälischen Bad Münstereifel eingetroffen. Zwei Tage nach ihrem Besuch in Rheinland-Pfalz wollte sich Merkel mit Helferinnen und Helfern sowie Bürgerinnen und Bürgern über die Lage nach der Katastrophe austauschen. Die Kanzlerin wird bei ihrem Besuch von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begleitet. Sie wollte sich auch mit der Bürgermeisterin von Bad Münstereifel, Sabine Preiser-Marian (CDU), sowie Landrat Markus Ramers (SPD) austauschen.

11.50 Uhr: Michael Müller: Lehren ziehen aus gescheitertem Hitler-Attentat

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Widerstandsbewegung des 20. Juli 1944 gegen das NS-Regime gewürdigt. Am 77. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler verwies der SPD-Politiker darauf, dass der Aufstand von Wehrmachtsoffizieren zwar seinerzeit gescheitert sei. "Dennoch ist der Versuch von Attentat und Aufstand ein Vorgang von allergrößtem moralischen Gewicht und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zu Freiheit und Selbstachtung."

11.39 Uhr: 60 Prozent der Bundesbürger mindestens einmal gegen Corona geimpft

In Deutschland sind inzwischen 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mindestens einmal gegen das Corona-Virus geimpft. Dies sei ein "wichtiger Meilenstein", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter. Mindestens einmal geimpft sind demnach 49,9 Millionen Menschen. Den vollen Impfschutz haben inzwischen 38,8 Millionen Menschen, das sind laut Spahn 46,7 Prozent. "Für einen sicheren Herbst und Winter brauchen wir allerdings noch mehr, die mitmachen und so sich und andere schützen", sagte Spahn.

11.38 Uhr: Fast die Hälfte der Australier im Lockdown: Auch Adelaide macht dicht

Nach den Metropolen Sydney und Melbourne geht auch der australische Bundesstaat South Australia mit der Großstadt Adelaide in einen strengen Corona-Lockdown. Seit 18 Uhr dürfen die Bürger nur noch unter bestimmten Bedingungen das Haus verlassen, etwa um einzukaufen oder zur Arbeit zu gehen. Insgesamt befinden sich nun fast 14 der 25 Millionen Australier im Lockdown, wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete.

Die Einschränkungen sollen zunächst für sieben Tage gelten, kündigte die Regionalregierung an. Besucher dürfen nicht mehr empfangen werden. Restaurants müssen schließen, Speisen dürfen nur noch abgeholt werden. Vorausgegangen waren mehrere Neuinfektionen mit der hoch ansteckenden Delta-Variante in Adelaide.

11.34 Uhr: Junger Spanier gab sich als Emissär des Königs aus: Drei Jahre Haft

Ein junger Spanier ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden, weil er sich als Gesandter des spanischen Königs Felipe VI. und der Regierung ausgegeben hat. Der junge Mann, der von spanischen Medien auch "Kleiner Nicolás" genannt wird, hatte demnach 2014 behauptet, er sei der Verbindungsmann zwischen dem Königshaus und der spanischen Regierung und sich so ein Mittagessen mit einem wichtigen Unternehmer erschlichen, teilte das Landgericht in Madrid mit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es ist bereits die zweite Haftstrafe für den 27-Jährigen, gegen ihn sind weitere Verfahren anhängig. Nach Schätzung von Medien drohen ihm insgesamt bis zu 30 Jahre Haft.

11.23 Uhr: Kinder und Jugendliche inszenieren per Notruf angeblichen Amoklauf in Kiel

Mehrere Kinder und Jugendliche haben im schleswig-holsteinischen Kiel über Notruf einen angeblichen Amoklauf inszeniert und damit beinahe einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei berichtete, wählten die vier Jungen im Alter von 13 bis 15 Jahren am Sonntag aus einer Telefonzelle die Notrufnummer 110. Sie spielten dabei ein Smartphonevideo mit Schussgeräuschen ab und simulierten menschliche Schreie.

Laut Polizei mussten die Beamten in der Kieler Einsatzzentrale von einem Ernstfall ausgehen, diese trafen deshalb bereits Vorbereitungen für einen Großeinsatz in der Innenstadt. Allerdings befand sich zufällig ein Streifenwagen ganz in der Nähe der Telefonzelle. Die Besatzung klärte die Lage schnell und machte die Gruppe ausfindig.

11.09 Uhr: Bus bietet Corona-Impfungen im Ahrtal an

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie im Katastrophengebiet haben Landesregierung und Kreisverwaltung im Ahrtal einen Impfbus gestartet. Ohne Anmeldung für einen Termin können sich Bewohner der Region dort impfen lassen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. In dem Bus gibt es auch die Möglichkeit zu Corona-Schnelltests. Impfen und Testen seien die beiden wichtigsten Vorkehrungen gegen eine Zunahme von Infektionen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. "Angesichts einer Infrastruktur, die so schwer beschädigt ist, ist die Gefahr da."

11.03 Uhr: Korruptionsverfahren gegen Südafrikas Ex-Präsidenten Zuma verschoben

Das Korruptionsverfahren gegen den inhaftierten ehemaligen Präsidenten Südafrikas Jacob Zuma verschiebt sich um drei Wochen. Das Oberlandesgericht der Stadt Pietermaritzburg gab einem Antrag der Anwälte Zumas statt. Sie hatten argumentiert, dass bei dem geplanten Online-Verfahren direkte Absprachen mit ihrem Mandanten unmöglich und seine Rechte somit kompromittiert seien. Eine Verschiebung des Prozesses sei daher nötig. Er ist nun für den 10. August angesetzt.

10.41 Uhr: Ex-Berater: Johnson wollte Queen trotz Corona persönlich besuchen

Der frühere britische Regierungsberater Dominic Cummings hat weitere Anschuldigungen gegen Premier Boris Johnson erhoben. In einem ausführlichen Interview, das die BBC am Abend in voller Länge ausstrahlen wollte, erzählt Cummings, Johnson habe zu Beginn der Pandemie die Queen trotz ihres hohen Alters weiterhin persönlich treffen wollen. Er selbst habe seinen Chef davon überzeugen müssen, dass er die heute 95-jährige Monarchin damit umbringen könne, wenn er sie mit dem Virus anstecke, behauptete Cummings. Queen Elizabeth II. und Johnson hielten ihre wöchentlichen Audienzen schließlich virtuell ab.

10.38 Uhr: Fridays for Future nennt Klimaschutz-Bekenntnisse der Union "heuchlerisch"

Die Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future hat die jüngsten Klimaschutz-Bekenntnisse der Union als "heuchlerisch" kritisiert. "Wer hat denn das Land in den letzten 16 Jahren regiert, und wer hat denn immer wieder leere Versprechungen von sich gegeben, aber am Ende nichts dafür getan, dass Emissionen reduziert werden?", sagte Sprecherin Pauline Brünger in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart". "Das ist ein absolut heuchlerischer Diskurs", so ihr Vorwurf. "Merkel, Laschet und Söder fordern jetzt mehr Klimaschutz. Aber ich frag mich: von wem eigentlich?", sagte Brünger.

10.35 Uhr: Messerstecher von Würzburg soll von Gefängnis in Psychiatrie

Der Messerstecher von Würzburg soll nach dpa-Informationen in einer Psychiatrie untergebracht werden. Derzeit ist er noch in Untersuchungshaft in einem Gefängnis in Würzburg. Allerdings soll er am Nachmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der darüber entscheiden soll, ob der 24-Jährige in einer psychiatrischen Einrichtung unterkommen wird. Zuvor hatte die "Main-Post" über die Pläne berichtet. Die Ermittler wollten diese Informationen zunächst nicht bestätigen.

Der Somalier hatte am 25. Juni in der Würzburger Innenstadt auf ihm offensichtlich unbekannte Menschen eingestochen. Drei Frauen starben, fünf wurden lebensgefährlich verletzt. Zudem gab es vier Leichtverletzte.

10.17 Uhr: Niederländischer Urlauber nach Prügelattacke auf Mallorca gestorben

Ein niederländischer Urlauber auf Mallorca ist nach einer Prügelattacke mehrerer seiner Landsleute im Krankenhaus gestorben. Die Polizei hatte den 27-Jährigen nach eigenen Angaben am Mittwoch vergangener Woche früh morgens bewusstlos und mit schweren Kopfverletzungen an der Playa de Palma gefunden. Am Sonntag sei der Mann im Inselkrankenhaus Son Espases gestorben, bestätigte ein Sprecher. Ein Motiv für die Tat wurde zunächst nicht bekannt. Die jungen Leute hätten auch andere Passanten angegriffen und verletzt.

Ein verdächtiger Niederländer (18) sei noch auf der Insel festgenommen worden. Gegen acht weitere bereits abgereiste Landsleute sollten nun internationale Haftbefehle erlassen werden, schrieb die "Mallorca Zeitung". Alle seien im Alter zwischen 18 und 20 Jahren.

10.15 Uhr: Enger Vertrauter von Aung San Suu Kyi stirbt in Haft an Corona

Im Krisenland Myanmar ist ein enger Vertrauter der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi in Haft an den Folgen des Coronavirus gestorben. Nyan Win (78), ein prominenter Politiker und früherer Sprecher von Suu Kyis Partei "Nationale Liga für Demokratie" (NLD), sei zuvor vom berüchtigten Foltergefängnis Insein ins Yangon General Hospital verlegt worden, sagte eine Ärztin der Klinik der Deutschen Presse-Agentur. Da sei er schon in sehr kritischem Zustand gewesen.

10.07 Uhr: Bezos bestreitet kurz vor Start ins All Milliardärs-Wettstreit um Weltraumpremiere

Unmittelbar vor seinem ersten Weltraumflug hat Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Wettstreit der Superreichen um die Premiere im All bestritten. Es gebe bereits einen ersten Menschen im All, sagte der 57-jährige Multimilliardär am Montag dem US-Sender NBC. Dies sei "Juri Gagarin - und das ist schon lange her". Er bezog sich dabei auf den historischen Flug des sowjetischen Kosmonauten im April 1961. Bezos fügt hinzu, sein Flug sei "kein Wettbewerb": Vielmehr gehe es darum, "einen Weg ins All zu errichten, damit zukünftige Generationen unglaubliche Dinge im Weltraum tun können".

9.43 Uhr: Nach Ätna-Ausbruch eingeschränkter Flugbetrieb in Catania

Dicke Rauchschwaden und Lava: Wegen eines erneuten Ausbruchs des Vulkans Ätna auf der italienischen Insel Sizilien ist der Flugbetrieb am Airport der Stadt Catania eingeschränkt worden. Ein Teil des Luftraums wurde gesperrt und die Zahl der Flüge begrenzt, wie der Flughafen in Catania mitteilte. Dies führe zu unvermeidlichen Verzögerungen bei Ankünften und Abflügen.

9.40 Uhr: 74-Jährige ertrinkt bei Bootsausflug auf Weser bei Bremen

Eine 74-Jährige ist bei einer Bootstour auf der Weser in Bremen ertrunken. Wie die Polizei der Hansestadt mitteilte, stürzte die Frau bei einem gemeinsamen Ausflug mit ihrem Ehemann über Bord. Sie ging zwischenzeitlich unter und konnte nur noch tot geborgen werden. Laut Polizei geriet das kleine Motorboot des Paares offenbar durch die Bugwelle eines entgegenkommenden Binnenschiffs ins Schlingern.

9.32 Uhr: Schriftsteller Clemens J. Setz erhält Georg-Büchner-Preis 2021

Der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz bekommt den Georg-Büchner-Preis 2021. Dies teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland.

9.13 Uhr: Rekord: 430 Migranten überqueren Ärmelkanal an einem Tag

Mindestens 430 Migranten haben offiziellen Angaben zufolge am Montag den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien überquert. Rund 50 Menschen kamen in der Grenzregion Kent auf einem einzigen Schlauchboot an, wie die BBC berichtete. Nach Angaben des Innenministeriums ist das ein neuer Höchstwert. Zuvor hatte der Rekord bei 416 Ankommenden gelegen, die an einem Tag Anfang September 2020 den Kanal überquerten.

9.09 Uhr: 47 Jahre Teilung Zyperns: Der Süden trauert, der Norden feiert

Auf Zypern haben die Menschen an die Teilung der Insel vor 47 Jahren erinnert. Im griechisch-zyprischen Süden heulten um 5.30 Uhr die Sirenen des Zivilschutzes. Damit wurde der Opfer der türkischen Militärintervention vom 20. Juli 1974 und der Vertreibung von rund 162.000 griechischen Zyprern aus dem heute türkisch-zyprischen Norden gedacht.

In der nur von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern (KKTC) wurde der Jahrestag der Intervention hingegen in Anwesenheit des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gefeiert, wie der griechisch-zyprische und der türkisch-zyprische Rundfunk (RIK und BRT) berichteten. Im Norden wird die Intervention als Friedensaktion bezeichnet. Fünf Tage zuvor hatten griechisch-zyprische Nationalgardisten mit dem Ziel geputscht, die Insel mit Griechenland zu vereinigen.

9.05 Uhr: Britney Spears' Anwalt kündigt rasche Schritte gegen Vormundschaft ihres Vaters an

Britney Spears' neuer Anwalt will eine rasche Aufhebung der Vormundschaft ihres Vaters erwirken. Seine Kanzlei und er würden "entschlossen und zügig" an einem Antrag arbeiten, um Spears von der Vormundschaft ihres Vaters Jamie zu befreien, sagte Mathew Rosengart am Montag nach einer kurzen Anhörung vor dem zuständigen Gericht in Los Angeles. Er dankte den Fans der 39-jährigen Sängerin für die "überwältigende" Unterstützung.

9.01 Uhr: Zoll stoppt fast 420.000 Dosen Eiskaffee aus Saudi-Arabien

Der Hamburger Zoll hat Tausende Kartons mit Eiskaffee aus Saudi-Arabien gestoppt, weil sie für den deutschen Markt nicht zugelassen sind. Die exakt 419.688 Dosen des Erfrischungsgetränkes sollten nun wieder zum Empfänger zurückgeschickt werden, wie der Zoll in Hamburg mitteilte. Hintergrund ist, dass wegen des in dem Eiskaffee enthaltenen Milchpulvers die strengen deutschen tiergesundheitsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Das sei nicht der Fall gewesen.

9 Uhr: 50 Millionen Euro Soforthilfe vom Land für Hochwasser-Opfer in Bayern

50 Millionen Euro Soforthilfe sollen die bayerischen Hochwasseropfer nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vom Land erhalten. "Der Bund hat ja schon angekündigt, 300 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, wir werden heute erstmal 50 Millionen Euro bereitstellen für die Soforthilfen", sagte Söder dem Bayerischen Rundfunk.

8.50 Uhr: Söder sieht Staat in der Pflicht bei existenzieller Notlage

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht den Staat nach der Unwetterkatastrophe in der Pflicht. "Meine Grundauffassung ist es als Ministerpräsident: Ein Staat verlangt viel von den Bürgern aber er muss auch helfen, wenn es existenziell wird", sagte Söder im Bayerischen Rundfunk. Anspruch auf Hilfe hätten auch Menschen, die ihre Häuser nicht versichert haben. Dies sei dann der Fall, wenn die Not besonders groß sei. 

8.40 Uhr: Merkel gemeinsam mit Laschet am Mittag in Bad Münstereifel

Zwei Tage nach ihrem Besuch in Rheinland-Pfalz will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch in Nordrhein-Westfalen ein Bild von der Hochwassersituation machen. Die Kanzlerin wird gegen Mittag mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Bad Münstereifel sein, wie die nordrhein-westfälische Landesregierung mitteilte. Merkel und Laschet sprechen demnach mit Vertreterinnen und Vertretern von Hilfsorganisationen, mit Helferinnen und Helfern sowie mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern.

8.36 Uhr: Toter Säugling im Abfall gefunden – eine Person festgenommen

Nach dem Fund eines toten Säuglings in einem Abfallbehältnis vor einem Wohnhaus in Bayern ist eine Person vorläufig festgenommen worden. Für weitere Ermittlungen seien nun die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung entscheidend, so die Polizei. Angaben zur festgenommenen Person machte die Polizei nicht.

8.16 Uhr: Sportboot auf Hochwasser-Donau: Paar aus Lebensgefahr gerettet

Ein junges Paar ist mit einem Sportboot auf der Donau verunglückt und aus Lebensgefahr gerettet worden. Das Boot prallte zuvor mit großer Wucht gegen ein Wehr in der Donau bei Regensburg, wie die Polizei mitteilte. Aufgrund eines technischen Defekts sei das Boot antriebslos und "als Spielball der reißenden Donau" gegen die Wehrmauer geschleudert. "Wie durch ein Wunder" sei das Boot auf der hochwasserführenden Donau nicht sofort gesunken. Somit habe die Feuerwehr das Paar mit einer Drehleiter retten können. Sie hätten bei dem Unfall lediglich einen Schock erlitten.

8 Uhr: Niedersachsen fordert Corona-Tests für Autofahrer an Grenzen

Mit Blick auf das neue Corona-Risikogebiet Niederlande hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil den Bund aufgefordert, endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs zu schaffen. "Wir sind der Auffassung, dass Tests, so wie wir sie aus unserem normalen Alltag kennen, bei jeder Einreise verlangt werden sollten. Und dass an der Grenze zumindest Stichproben vorgesehen werden", sagte der SPD-Politiker dem Bremer "Weser-Kurier". Die Bundesregierung müsse dafür schnell die angekündigte Änderung der Einreiseverordnung umsetzen.

7.48 Uhr: Katastrophenfall im Berchtesgadener Land aufgehoben

Der Katastrophenfall ist nach dem verheerenden Hochwasser im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land wieder aufgehoben. Auch die Schulen und Kitas sollten nach Angaben des Landratsamtes wieder regulär öffnen. Wasserfluten und Erdrutsche hatten manche Orte in der beliebten Urlaubsregion rund um Watzmann und Königssee am Wochenende regelrecht verwüstet.

7.32 Uhr: Militär: Zwei Raketen aus Libanon auf Israel abgefeuert

Aus dem Libanon sind zwei Raketen auf den Norden Israels abgeschossen worden. Das Abwehrsystem Eisenkuppel habe eine davon abgefangen, die andere sei in offenem Gelände aufgeschlagen, teilte das israelische Militär am frühen Morgen mit. Als Reaktion habe die Artillerie Ziele im Libanon beschossen. In den israelischen Gemeinden entlang der Grenze heulten Medienberichten zufolge zeitweise die Sirenen. Verletzte oder Schäden gab es demnach nicht. Es gab zunächst keine Angaben dazu, wer für den Raketenbeschuss verantwortlich war.

7.15 Uhr: Gericht erklärt Impfpflicht an US-Universität für rechtmäßig

Ein US-Bundesrichter hat am Montag die Corona-Impfpflicht einer Universität für rechtmäßig erklärt. Acht Studenten hatten gegen die verpflichtende Impfung für die 90.000 Studenten und 40.000 Angestellten der Indiana University vor dem Gericht in South Bend geklagt. Die Entscheidung von Richter Damon Leichty kann noch vor dem Obersten Gerichtshof angefochten werden. Die Universität hatte die Impfpflicht erlassen, Ausnahmen aus religiösen oder medizinischen Gründen aber zugelassen.

7.02 Uhr: Internationale Energieagentur erwartet für 2023 neuen Höchststand bei CO2-Emissionen

Die weltweiten Hilfspakete und Konjunkturprogramme zur wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Pandemie fließen nach Angaben der Internationalen Energie-Agentur (IEA) nur zum Bruchteil in saubere Energie. Von insgesamt rund 16 Billionen Dollar (knapp 13,6 Billionen Euro) an staatlichen Hilfsmaßnahmen seien nur 380 Milliarden Dollar für saubere Energie vorgesehen, teilte die IEA mit. Falls alle Projekte wie geplant umgesetzt würden, sei deshalb für 2023 ein neues Rekordhoch bei den CO2-Emissionen zu erwarten.

6.41 Uhr: Raketenbeschuss nahe dem Präsidentenpalast in Kabul

In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Morgen mindestens drei Raketen nahe dem Präsidentenpalast explodiert. "Heute haben die Feinde Afghanistans Raketenangriffe auf verschiedene Teile der Stadt Kabul gestartet", sagte ein Sprecher des Innenministeriums. "Nach unseren ersten Informationen gibt es keine Verletzten." Der Präsidentenpalast wurde in der Vergangenheit mehrfach mit Raketen beschossen, zuletzt im Dezember. 

6.09 Uhr: China weist Vorwürfe eines Hackerangriffs als "unbegründet" zurück

China hat die Vorwürfe eines großangelegten Hackerangriffs auf das Softwareunternehmen Microsoft scharf zurückgewiesen. Die chinesische Botschaft im neuseeländischen Wellington verurteilte die Anschuldigungen als "völlig unbegründet und unverantwortlich" und sprach von "bösartiger Verleumdung". Auch die chinesische Botschaft im australischen Canberra wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die US-Regierung als "Weltmeister der bösartigen Cyberangriffe".

6 Uhr: Ulmer Forschungsprojekt: Corona-Spätfolgen sind vielfach Organschäden

Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bislang bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden festgestellt. "Wir hatten bislang rund 250 Patienten. 20 Prozent von ihnen haben Organschäden", sagte Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen am Uniklinikum Ulm. Der größte Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter belastbar als vor der Erkrankung, sagte Buckert. Bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen.

5.06 Uhr: Inzidenz steigt seit zwei Wochen – Wert jetzt bei 10,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen lag sie bei 10,9 – am Vortag betrug der Wert 10,3 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1183 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 646 Ansteckungen gelegen.

4.16 Uhr: Republikaner für Aufklärungsgremium zu Kapitol-Attacke vorgeschlagen

Nach Auseinandersetzungen über den Ausschuss im US-Repräsentantenhaus zur Untersuchung der Attacke auf das Kapitol am 6. Januar hat der republikanische Minderheitsführer im Repräsentantenhaus seine Kandidaten für das Gremium nominiert. Kevin McCarthy gab am Montagabend die Namen von fünf Republikanern bekannt - sie alle gelten als Unterstützer des ehemaligen republikanischen Präsidenten Donald Trump. Unter ihnen ist etwa der Kongressabgeordnete Jim Jordan, der zu den glühendsten Trump-Anhängern zählt. Auf der Liste stehen außerdem Jim Banks, Rodney Davis, Kelly Armstrong und Troy Nehls.

4 Uhr: DGB-Chef fordert "Social Deal" beim Klimaschutz

DGB-Chef Reiner Hoffmann hat mehr sozialen Ausgleich beim Klimaschutz gefordert. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: "Damit die Transformation ein sozialer Erfolg werden kann, muss aus dem Green Deal auch ein Social Deal werden. Das wäre ein Aufbruch, den wir brauchen." Hoffmann sagte: "Heute sind die einkommensschwächsten Haushalte am stärksten von den klimapolitischen Weichenstellungen betroffen - egal ob man die Kosten für die Heizung oder den Verkehr nimmt. Wir brauchen Alternativen zum Verbrenner, die für die Menschen auch bezahlbar sind." 

3.48 Uhr: Weniger Beschäftigungszuwachs in der Altenpflege in Deutschland

Trotz Fachkräftemangels in der Altenpflege hat die Branche im Corona-Jahr 2020 deutlich weniger Beschäftigte gewinnen können als in den Vorjahren. So halbierte sich der Beschäftigungszuwachs, wie eine Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken im Bundestag zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Branche zählte Ende 2020 rund 629.000 Beschäftigte und somit 10.000 mehr als Ende 2019. Das entspricht einem Zuwachs von 1,6 Prozent an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Im Vorjahr hatte der Zuwachs noch gut 3,1 Prozent betragen. Im Jahr davor waren es sogar knapp 3,3 Prozent.

3Uhr: EU-Parlamentsvize Barley fordert Sperrung von EU-Geldern für Ungarn und Polen

Vor der Vorstellung des Jahresberichts zur Rechtsstaatlichkeit der EU-Kommission hat die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), die Sperrung von EU-Geldern für Ungarn und Polen gefordert. "Die Kommission muss jetzt unmittelbar handeln und vor allem Ungarn, aber auch Polen EU-Gelder sperren. Sie kann sich wirklich nicht mehr rausreden", sagte Barley den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Faktisch wird die Lage immer schlimmer, in Ungarn wie in Polen."

2.36 Uhr: Linkskandidat Castillo gewinnt Präsidentenwahl in Peru

Der Linkskandidat Pedro Castillo hat die Präsidentenwahl in Peru gewonnen. Der Bewerber der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre kam auf 50,12 Prozent der Stimmen, wie das Wahlgericht des südamerikanischen Landes sechs Wochen nach der Stichwahl am Montag mitteilte. Die Rechtspopulistin Keiko Fujimori erhielt in der extrem knappen zweiten Runde der Wahlen demnach 49,87 Prozent. In den vergangenen Wochen hatte das Wahlgericht eine ganze Reihe von Beschwerden und Einsprüchen vor allem des Fujimori-Lagers zu bearbeiten, weshalb sich die Proklamation des Siegers rund eineinhalb Monate verzögerte.

2.32 Uhr: Tausende Hektar Wald durch Feuer in US-Bundesstaat Oregon zerstört

Durch den riesigen Waldbrand im US-Bundesstaat Oregon sind bis Montag mehr als 137.000 Hektar Wald zerstört worden. "Dieses Feuer ist eine echte Herausforderung", erklärte Feuerwehrkommandant Joe Hessel. Der nach der nahegelegenen Ortschaft "Bootleg" getaufte Waldbrand im Süden Oregons ist das mächtigste von derzeit rund 80 aktiven größeren Feuern in den USA. Die Behörden ordneten binnen knapp zwei Wochen mehr als 2100 Evakuierungen an, 67 Häuser wurden bislang zerstört. Der Feuerwehr ist es bisher nur gelungen, rund ein Viertel des "Bootleg-Feuers" einzudämmen. Ungewöhnlich heißes und trockenes Wetter begünstigt die Ausbreitung der Flammen.

1.30 Uhr: Montgomery warnt vor übereilten Lockerungen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen in Deutschland auf einen Schlag aufzuheben. "Momentan verdoppelt sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallen zu lassen und "alles zu öffnen" wäre brandgefährlich", sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer dies tue, riskiere den Einstieg in die vierte Welle. Es müsse stattdessen schrittweise und kontrolliert vorgegangen werden: "nicht gleich alles aufmachen, (...) sondern nach und nach mehr Kontakte zulassen", sagte Montgomery mit Blick auf England.

les DPA AFP

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