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Irak: Saddams Minister war offenbar ein Schnüffler

Was wussten die Amerikaner über Massenvernichtungswaffen? Ein US-Sender berichtet, dass der irakische Ex-Außenminister Sabri geheime Informationen an den US-Geheimdienst CIA verkauft haben soll.

Der Außenminister des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein hat einem US-Fernsehbericht zufolge dem US-Geheimdienst CIA als bezahlter Informant gedient. Nadschi Sabri habe durch einen Vermittler mehr als 100.000 Dollar für Informationen über das Waffenprogramm Saddams erhalten, berichtete der Sender NBC unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Sabri habe der CIA angedeutet, dass der Irak über kein Waffenprogramm von Bedeutung verfügt habe.

Wie der US-Geheimdienst habe allerdings auch Sabri von Chemiewaffenlagern berichtet, was sich später als falsch herausgestellt habe. Die USA hatten ihren Krieg gegen den Irak Saddams mit der Existenz von Massenvernichtungswaffen begründet, die jedoch nie gefunden wurden.

Sabri dachte, für Frankreich zu arbeiten

Die Zusammenarbeit Sabris mit der CIA sei im September 2002 durch französische Vermittlung zu Stande gekommen, hieß es in dem Bericht weiter. Daher sei der irakische Politiker möglicherweise davon ausgegangen, mit Frankreich zusammengearbeitet zu haben. Nachdem Sabri sich geweigert habe, zu den USA überzulaufen, sei der Kontakt beendet worden. Der Ex-Außenminister tauchte nach dem Krieg nicht auf der US-Liste der 55 meist gesuchten Iraker auf. NBC zufolge lehrt er jetzt an einer nicht näher genannten Universität im Nahen Osten.

Reuters / Reuters