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Irak: Zwei US-Soldaten in Irak getötet

Die US-Streitkräfte haben in Irak zwei weitere Soldaten verloren. Derweil drängen die USA auf eine neue UN-Resolution zur internationalen Militärhilfe.

Die US-Streitkräfte haben in Irak zwei weitere Soldaten verloren. Wie ein Militärsprecher am Freitag in Bagdad mitteilte, wurde einer der Soldaten bei einem Gefecht in der Nähe der Stadt Hilla getötet. Bei dem anderen handele es sich um einen Soldaten der 1. Gepanzerten Division, die in Bagdad stationiert ist. Einzelheiten über die Gefechte wurden nicht genannt. In Irak sind damit 65 US-Soldaten getötet worden, seitdem US-Präsident George W. Bush am 1. Mai das Ende der Kampfhandlungen erklärte. Insgesamt belaufen sich die US-Verluste im Krieg und als Besatzungsmacht auf 179 Soldaten, das sind 32 mehr als im Golfkrieg von 1991.

USA räumen Terrorgefahr in Irak ein

Nach den jüngsten Bombenanschlägen auf die jordanische Botschaft und das UN-Hauptquartier in Bagdad hat die US-Armee eine wachsende Bedrohung durch Terroristen im Irak eingeräumt. "Sie sind ganz klar ein Problem für uns, weil ihre Attacken so ausgeklügelt sind", erklärte der Chef des US- Zentralkommandos, John Abizaid, am Donnerstag in Washington. "In einigen Fällen" gebe es eine Zusammenarbeit zwischen Anhängern des alten Regimes von Saddam Hussein und Terror-Gruppen.

Nach Ansicht des US-Generals wäre eine Verstärkung der US-Truppen im Irak aber keine Garantie dafür, dass künftig Terroranschläge verhindert werden könnten. Terroranschläge könnten unabhängig von der Truppenstärke geschehen.

Unterdessen bekannte sich eine bislang unbekannte moslemische Gruppe zu dem Autobombenanschlag auf dem UN-Sitz in Bagdad. Der arabische Fernsehsender El Arabija berichtete von einem Bekennerschreiben der "Bewaffneten Vorhut der zweiten Armee Mohammeds". Darin werde allen Ausländern im Irak der Krieg erklärt. Weitere Anschläge sollten folgen. Die arabischen Länder würden in dem Schreiben davor gewarnt, Truppen in den Irak zu senden. Bei dem Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad waren am Dienstag 24 Menschen getötet worden.

Zu dem Anschlag auf die jordanische Botschaft mit 17 Toten vor zwei Wochen hat sich bislang keine Gruppe bekannt. Die irakischen Ermittler gehen davon aus, dass sich hinter beiden Anschlägen die gleiche professionell organisierte Terrorgruppe verstecken könnte.

Skepsis bei UN zu US-Vorstoß

Angesichts der prekären Sicherheitslage in Bagdad streben die USA eine neue UN-Resolution an, die zur internationalen Militärhilfe für die Befriedung des Iraks unter dem Kommando der Besatzungsmächte aufruft. Im Sicherheitsrat stieß die Ankündigung eines entsprechenden Resolutionsvorschlags durch US-Außenminister Colin Powell am Donnerstag auf Skepsis und deutliche Zurückhaltung. Frankreich, Russland und Deutschland machten deutlich, dass ihre Zustimmung von einer gleichzeitigen deutlichen Stärkung der UN-Rolle im Irak abhängen würde.