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Infrastruktur-Minister Achundi: Iran will Schulden an Deutschland zurückzahlen

Irans Infrastruktur-Minister Abbas Achundi besuchte jüngst Deutschland. Teheran, lange Zeit international isoliert, will seine wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland und der EU wiederbeleben. Im Exklusiv-Interview mit dem stern erläuterte Achundi seine Pläne.

Abbas Achundi, iranischer Minister für Infrastruktur und Stadtentwicklung, blickt ernst in die Kamera

Abbas Achundi, iranischer Minister für Infrastruktur und Stadtentwicklung, verspricht „langfristige wirtschaftliche Beziehungen“ zu Deutschland.

Der iranische Minister für Infrastruktur und Stadtentwicklung, Abbas Achundi, stellt die Rückzahlung von Altschulden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar an Deutschland in Aussicht. In einem Exklusiv-Interview mit dem stern sagte er, die Schulden werde die Islamische Republik an Deutschland überweisen, sobald geeignete Zahlungswege zur Verfügung stünden: "Das Geld halten wir bereit", so Achundi.

Iran und EU sollen wirtschaftliche Beziehungen beleben - ohne die USA

Der Minister schlägt einen "Gemeinsamen Aktionsplan" für die Wiederbelebung der Wirtschafts- und Finanzbeziehungen zwischen dem Iran und der EU vor – unter Ausschluss der USA. Statt aus Sorge vor den weiter geltenden US-Finanzsanktionen gegen sein Land Zurückhaltung im Umgang mit iranischen Partnern zu üben, sollten deutsche Banken die US-Behörden um entsprechende Sondergenehmigungen bitten, sagte Achundi. Und fordert mehr Einsatz zur Klärung der Rechtslage für Finanztransaktionen mit iranischen Banken, etwa durch "Handlungsempfehlungen" für die deutschen Geldinstitute.

Sanktionen gegen den Iran werden schrittweise abgebaut

Das vergangenen Oktober in Kraft getretene Atom-Abkommen, das den schrittweisen Abbau der internationalen Sanktionen gegen den Iran im Gegenzug für weitreichende Kontrollen des iranischen Nuklearprogramms vorsieht, lege die Grundlage für die Rückkehr seines Landes zu einer historisch gewachsenen Rolle als Mittelmacht im Nahen Osten. "Der Iran ist der natürliche Mittelpunkt der gesamten Region", sagte Achundi, "dies ist unser natürlicher Wettbewerbsvorteil."

Während eines zweitätigen Deutschlandbesuches Mitte vergangener Woche war der iranische Minister unter anderem mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und Spitzenmanagern der deutschen Wirtschaft zusammengetroffen. Anfang Mai will Gabriel mit 300 deutschen Wirtschaftsvertretern zu seiner zweiten Iran-Reise seit Unterzeichnung des Atom-Abkommens aufbrechen. 

Der Iran wolle in den kommenden Jahren zu einer Drehscheibe für Transport und Logistik werden und plane dafür Projekte zum Ausbau der Infrastruktur mit einem Gesamtvolumen von 100 Milliarden US-Dollar, wie Achundi im stern-Interview bestätigte. Allein 28 Milliarden davon seien für Ausbau und Modernisierung des Bahnnetzes  sowie 28.000 neue Fracht- und 2500 neue Personen-Waggons veranschlagt. Der Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen komme hier eine zentrale Rolle zu. "Wir möchten langfristige wirtschaftliche Beziehungen aufbauen", sagte er.


stern
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(