Vor Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und Iran verschärfen beide Seiten ihren Ton. Israel greift weiter die Hisbollah an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Wichtige Updates
Patrick Rösing
Zahlreiche leere Öltanker nehmen laut Trump Kurs auf die USA
US-Präsident Donald Trump zufolge nehmen derzeit zahlreiche leere Öltanker Kurs auf die USA, um dort Öl und Gas zu tanken. "Eine riesige Anzahl völlig leerer Öltanker, darunter einige der größten der Welt, ist genau jetzt auf dem Weg in die USA, um das beste und 'süßeste' Öl und Gas der Welt zu laden", schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. Die USA verfügten über mehr Öl als die beiden nächstgrößten Öl-Nationen zusammen und böten zudem eine höhere Qualität. Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der hochrangige Vertreter der USA und des Iran in Islamabad über pakistanische Vermittler indirekte Gespräche zur Beendigung ihres sechswöchigen Krieges führen. Eine entscheidende Frage dabei ist die Öffnung der Straße von Hormus für Öltransporte.
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Finn Rütten
Rote Linien des Iran
Iran zieht nach dem Bericht eines Reporters des staatlichen Fernsehens rote Linien für die Verhandlungen mit den USA. Demnach müssen die Nutzung der Straße von Hormus, Reparationszahlungen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und eine für die ganze Region geltende Feuerpause vereinbart werden, berichtet der Reporter. Diese Forderungen seien der pakistanischen Regierung übergeben worden.
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Finn Rütten
Beide Seiten widersprechen sich zu eingefrorenen Geldern
Der USA und der Iran widersprechen sich in einer zentralen Frage: Ein Vertreter der US-Regierung dementierte am Samstag Berichte, wonach die USA der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen zugestimmt hätten. Zuvor hatte ein hochrangiger iranischer Insider dies der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Die Freigabe der Mittel sei an die Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus geknüpft, sagte der Insider. Die Meerenge ist von großer Bedeutung für den Transport von Öl und Gas der Golfstaaten an Abnehmer weltweit. Ein zweiter iranischer Insider bezifferte die Summe der in Katar gehaltenen Gelder der Islamischen Republik auf sechs Milliarden Dollar. Die Mittel stammen aus iranischen Ölverkäufen an Südkorea. Der Iran hat neben der Freigabe der eingefrorenen Mittel eine weitere Voraussetzung für die Aufnahme der Gespräche in Islamabad gestellt. Demnach muss der Libanon in die derzeitige Feuerpause mit einbezogen werden. Auch am Samstag hielten dort Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz an.
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Finn Rütten
Pakistan erklärt Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran für eröffnet
Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif erklärt die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad für eröffnet. "Mit dem Beginn der Gespräche von Islamabad heute hat der Premierminister von Pakistan, Muhammad Shehbaz Sharif, ein Treffen mit Seiner Exzellenz JD Vance, dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, abgehalten", teilte Sharifs Büro am Samstag mit. Zuvor hatte Sharif Medienberichten zufolge die iranische Delegation empfangen. Das Büros Sharifs bekräftigte, dass Pakistan sich darauf "freut, seine Vermittlung für beide Seiten fortzusetzen, um Fortschritte hin zu einem nachhaltigen Frieden in der Region zu erzielen".
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Finn Rütten
Vance trifft auf Sharif
US-Vizepräsident JD Vance ist in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad mit Ministerpräsident Shehbaz Sharif zusammengetroffen. Sharif habe die Hoffnung geäußert, dass die anstehenden Gespräche mit dem Iran als Sprungbrett für einen dauerhaften Frieden in der Region dienen, teilt das Büro des Ministerpräsidenten mit. An dem Treffen nahmen dem US-Präsidialamt zufolge auch der Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, teil. Vance hält sich in Pakistan für Verhandlungen auf, die den sechswöchigen Krieg mit dem Iran beenden sollen.
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Finn Rütten
Die USA stimmen einem iranischen Insider zufolge der Freigabe eingefrorener Gelder in Höhe von sechs Milliarden Dollar zu. Dies sei an die Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus geknüpft, sagt der hochrangige Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Er werte den Schritt als Zeichen der Ernsthaftigkeit bei den Verhandlungen mit den USA in Islamabad. Eine Stellungnahme der US-Regierung oder aus Katar, wo die Gelder lagern, liegt zunächst nicht vor.
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Finn Rütten
Israel und Hisbollah beschießen sich weiter gegenseitig
Das israelische Militär und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon beschießen sich weiter gegenseitig. Im Libanon meldete die staatliche Nachrichtenagentur israelische Luftangriffe am frühen Morgen in der Region um Nabatija im Süden des Landes. Drei Menschen seien getötet worden, als ein Wohngebäude durch einen Angriff zerstört wurde. Auch in anderen Teilen des Südens kam es demnach weiter zu Angriffen. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte. Israels Militär gab an, weiterhin Angriffe der Hisbollah zu vereiteln. Die israelische Armee veröffentlichte Videos von Angriffen auf Raketenabschussrampen der Hisbollah, die zerstört worden seien, sowie von Hisbollah-Kämpfern, die nach dem Abschuss von Raketen auf Israel beschossen worden seien. Die Hisbollah ihrerseits reklamierte erneut Angriffe auf israelische Stellungen für sich.
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Finn Rütten
Pakistan hofft auf förderliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Außenminister Ishaq Dar sagt anlässlich der Ankunft der US-Delegation in Islamabad, er hoffe, die beiden Staaten würden sich konstruktiv einbringen. Zudem bekräftigt er seinem Ministerium zufolge den Wunsch der pakistanischen Regierung, die Parteien weiterhin dabei zu unterstützen, eine "dauerhafte und tragfähige Lösung für den Konflikt" zu finden.
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Finn Rütten
US-Delegation um JD Vance zu Gesprächen mit Iran gelandet
Die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance ist zu den Gesprächen über eine dauerhafte Friedenslösung im Irankrieg in Pakistan angekommen. Sie sei auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe der Hauptstadt Islamabad gelandet und werde zum Hotel eskortiert, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Pakistanischen Diplomatenkreisen zufolge sollen die Gespräche am Nachmittag Ortszeit (drei Stunden vor MESZ) beginnen. Zunächst treffen die Delegationen demnach separat auf die pakistanischen Vermittler, Premier Shehbaz Sharif und den obersten Militär, Feldmarschall Asim Munir. Anschließend solle es direkte Gespräche zwischen den US-Vertretern und dem Team aus Teheran geben. Die iranische Delegation war bereits zuvor in Islamabad eingetroffen und wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt.
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Finn Rütten
Maximalforderungen und Drohgebärden vor Iran-Verhandlungen
Unmittelbar vor Beginn der geplanten Friedensgespräche in Pakistan zwischen den USA und dem Iran beharren beide Kriegsparteien auf ihren jeweiligen Forderungen. Der Iran macht seine Teilnahme an den Verhandlungen in der Hauptstadt Islamabad unter anderem von einem Ende der israelischen Angriffe im Libanon abhängig. US-Präsident Donald Trump droht seinerseits bereits mit neuen Attacken auf den Iran, falls sich Teheran nicht auf die US-Forderungen einlassen sollte. Die von Vizepräsident JD Vance geführte US-Delegation und die iranischen Unterhändler unter der Leitung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf stehen vor schwierigen Verhandlungen. Der Zeitplan und das Format der Verhandlungen waren zunächst noch nicht ganz klar:
- Erste Gespräche dürften wohl indirekt stattfinden, mit Pakistan als Vermittler zwischen den beiden Seiten. So war es etwa zuletzt auch bei den vom Oman vermittelten Atomgesprächen gewesen.
- Sollte es Fortschritte geben, könnte es auch zu direkten Verhandlungen kommen. Mit Vance als Leiter der US-Delegation würden die Gespräche den ranghöchsten direkten Austausch mit der Islamischen Republik seit geraumer Zeit darstellen.
- Auch eine Verlängerung der Verhandlungen auf den Sonntag soll Medienberichten zufolge bei Fortschritten möglich sein.
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Finn Rütten
Iraner seit 1.000 Stunden vom Internet abgeschnitten
Die Iraner sind inzwischen seit 1000 Stunden vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Das teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks in der Nacht auf der Plattform X mit. Es handelt sich demnach um die bislang längste landesweite Internetsperre weltweit. Mit Beginn des Irankriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen. Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X - also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.
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Finn Rütten
Trump: Straße von Hormus wird „ziemlich bald“ geöffnet
US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben von einer baldigen Öffnung der Straße von Hormus aus. "Wir werden den Golf mit oder ohne sie (die Iraner) öffnen", sagte Trump am Freitag vor Journalisten. "Ich denke, es wird ziemlich schnell passieren, und wenn nicht, werden wir es zu Ende bringen." Trump fügte hinzu: "Wir werden das ziemlich bald offen haben." Auf die Frage, was eine gute Vereinbarung mit dem Iran wäre, legte Trump den Schwerpunkt aber auf Atomwaffen. "Keine Atomwaffe" für den Iran sei "99 Prozent" der Angelegenheit. Der US-Präsident hat das iranische Atomprogramm als einen der Gründe für den Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar genannt.
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Kai Müller
Irans Delegation trifft zu Verhandlungen mit den USA in Pakistan ein
Vor den am Wochenende geplanten Friedensgesprächen mit den USA ist die iranische Delegation in Pakistan eingetroffen. Wie der staatliche iranische Sender Irib berichtet, trafen die von Parlamentschef Mohammad Bagher Ghalibaf angeführten Unterhändler in der Hauptstadt Islamabad ein.
Der ebenfalls der Delegation angehörende Außenminister Abbas Araghtschi bekräftigte unterdessen die Position Teherans, dass vor einem Beginn der Gespräche zunächst die „Vorbedingungen“ des Iran akzeptiert werden müssten – Parlamentschef Ghalibaf hatte im Vorfeld eine Waffenruhe auch im Libanon und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte gefordert.
Wie aus Regierungskreisen verlautet, sollen sich die Gespräche in Islamabad auch um mehrere heikle Punkte drehen – darunter die Urananreicherung durch den Iran und die Passage von Frachtschiffen durch die Straße von Hormus. Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif sprach von „schwierigen“ Verhandlungen, die nun bevorstünden.
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Kai Müller
Der Iran will nur noch 15 Schiffe am Tag die Straße von Hormus passieren lassen – auch hohe Gebühren fordert das Regime. US-Präsident Donald Trump reagiert empört:
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Tim Schulze
Bei einem israelischen Angriff auf ein Regierungsgebäude in der südlibanesischen Stadt Nabatieh werden nach Angaben libanesischer Behörden 13 Sicherheitskräfte getötet. Libanesische Sicherheitskreise berichten, dass Nabatieh und umliegende Gebiete schwer von israelischen Luft- und Artillerieangriffen getroffen worden seien.
Bei den 13 Getöteten soll es sich um Mitarbeiter des Inlandsnachrichtendienstes handeln. Dieser ist im Libanon für den Kampf gegen Spionage und Terrorismus und die Sicherung von Regierungsgebäuden zuständig. Der Nachrichtendienst verurteilte den Angriff und warf Israel vor, sowohl Sicherheitskräfte als auch Zivilisten im Libanon anzugreifen.
Bei den 13 Getöteten soll es sich um Mitarbeiter des Inlandsnachrichtendienstes handeln. Dieser ist im Libanon für den Kampf gegen Spionage und Terrorismus und die Sicherung von Regierungsgebäuden zuständig. Der Nachrichtendienst verurteilte den Angriff und warf Israel vor, sowohl Sicherheitskräfte als auch Zivilisten im Libanon anzugreifen.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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