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Irans Uran-Tausch: Vetomacht China lobt "diplomatische Bemühungen"

Die Regierung in Peking steht dem Uran-Tauschabkommen mit dem Iran positiv gegenüber.

Die Regierung in Peking steht dem Uran-Tauschabkommen mit dem Iran positiv gegenüber. "China begrüßt das Abkommen und die diplomatischen Bemühungen um eine angemessene Lösung des Atomstreits", sagte der chinesische Außenminister Yang Jiechi laut Nachrichtenagentur Xinhua am Montagabend bei einem Besuch in Tunesien. Auf Vermittlung der Türkei und Brasiliens hat sich der Iran zu einem Uran-Austausch außerhalb des eigenen Staatsgebiets bereiterklärt. Die UN hatten zuvor bereits über neue Sanktionen gegen den Iran debattiert, die das Land zur Aufgabe seines Atomprogramms bringen sollen. Yang ließ offen, ob China die Sanktionspläne nun auf Eis legen will. Er betonte aber, dass China Verhandlungen befürworte.

China hat im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) ein Vetorecht. Der Iran verpflichtet sich mit dem Abkommen nach eigenen Angaben, binnen eines Monats 1200 Kilogramm seines leicht angereicherten Urans in die Türkei zu bringen. Dafür solle das Land bis spätestens in einem Jahr 120 Kilogramm Brennstoff für einen Forschungsreaktor in Teheran bekommen. Allerdings will die Islamische Republik auch in Zukunft weiter Uran selbst anreichern. Die USA sehen ihre Befürchtungen auch nach dem Tauschabkommen nicht ausgeräumt. Der Iran steht entgegen seiner Beteuerungen unter dem Verdacht, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten.

Reuters / Reuters