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Islamisten-Suche in Mali Französische Armee durchkämmt Al-Kaida-Rückzugsgebiet


Al-Kaida-Kämpfer haben sich in entlegene Dörfer im Norden Malis zurückgezogen. Die französische Armee ist bereits vor Ort und will die Islamisten vertreiben.

Auf der Jagd nach Al-Kaida-Kämpfern in Mali sind französische Soldaten nach Angaben von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian tief in den Rückzugsraum der Islamisten eingedrungen. Die gegenwärtige Phase der seit acht Wochen anhaltenden Offensive sei die härteste, weil die Rebellen aus befestigten Stellungen in entlegenen Tälern im Norden des afrikanischen Landes vertrieben werden müssten, sagte der Minister am Freitag. Seit der Entdeckung einer Einheit der Aufständischen hätten die eingesetzten Truppen diese Woche 15 feindliche Kämpfer getötet. Die Suche nach Islamisten dauere an, um sie aus der gesamten Region komplett zu vertreiben.

"Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber solange das ganze Gebiet nicht befreit ist, bleibe ich vorsichtig", sagte Le Drian in einem Rundfunkinterview. Er gab weiter bekannt, dass ein in den Reihen der Islamisten kämpfender Franzose gefangengenommen worden sei. Er werde bald nach Frankreich abgeschoben. Bei den Gefechten seien 30 Soldaten verletzt worden. Zudem seien Waffen in einer so großen Menge gefunden worden, die er nicht erwartet habe, sagte der Minister, der am Vortag Mali besucht hatte.

Nach Angaben des Tschad wurden bei Kämpfen in Mail in der vorigen Woche auch zwei Führungsmitglieder der Al Kaida getötet. Darunter soll auch Mokhtar Belmokhtar gewesen sein, der als Kopf einer Geiselnahme in Algerien galt. Bei dem Überfall auf eine Erdgasanlage waren Mitte Januar 55 Menschen getötet worden. Frankreich hat den Tod der beiden prominenten Al-Kaida-Kämpfer, der ein Rückschlag für ihre Bewegung wäre, bisher nicht bestätigt.

kgi/Reuters Reuters

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