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Kämpfe um Gaddafi-Hochburg Rebellen stehen kurz vor Einnahme von Bani Walid


Nach einer Nacht mit heftigen Gefechten und dem Ablauf eines Ultimatums, sind die Aufständischen nun bis auf zwei Kilometer an das Stadtzentrum von Bani Walid herangerückt.

Wenige Stunden nach Ablauf eines Ultimatums wollen die Milizen der libyschen Aufständischen in Kürze in die Gaddafi-Hochburg Bani Walid einrücken. "Ich denke, wir stehen kurz davor", zitierte der Nachrichtensender Al-Dschasira am Samstagmorgen einen Sprecher der Rebellen. "Wir hoffen, wir können die Stadt ohne weitere Kämpfe einnehmen", fügte er hinzu.

In der Nacht zuvor hatten sich die Aufständischen heftige Gefechte mit den in der Stadt lagernden Gaddafi-Loyalisten geliefert. Dabei waren sie bis auf zwei Kilometer an das Stadtzentrum vorgerückt.

Bei den bewaffneten Auseinandersetzungen seien vier Rebellen getötet worden, hieß es am gestrigen Freitagabend. Der libysche Übergangsrat hatte den letzten Kämpfern von Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi bis Freitag um Mitternacht Zeit gegeben, die Waffen niederzulegen.

Gekämpft wurde am Freitagabend östlich der Küstenstadt Sirte, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf Angaben des Übergangsrats. Rebelleneinheiten seien bei ihrem Vormarsch rund 55 Kilometer vor der Stadt auf Gegenwehr der Gaddafi-Anhänger gestoßen. Bei dem Gefecht sei auch schwere Artillerie eingesetzt worden.

Der 69 Jahre alte Gaddafi war vor zweieinhalb Wochen durch einen bewaffneten Aufstand aus der Hauptstadt Tripolis vertrieben worden. Sein gegenwärtiger Aufenthaltsort ist unbekannt. Derzeit sind außer Bani Walid und Gaddafis Geburtsstadt Sirte noch zwei Städte in der Hand Gaddafi-treuer Kämpfer - die Wüstenoase Dschufra und die Garnisonsstadt Sebha.

kgi/DPA DPA

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