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Kampf um den Euro: IWF misstraut Sanierungsfähigkeit Griechenlands

Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) wachsen einem Bericht zufolge die Zweifel, dass Griechenland ohne eine umfassende Umschuldung zu retten ist. Die bisherigen Sanierungspläne des hochverschuldeten Landes reichen offenbar nicht aus.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht nach einem Pressebericht nicht davon aus, dass das hoch verschuldete Griechenland mit seinen bisherigen Sanierungsplänen seine Schulden dauerhaft tragen kann. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe berichtet, wollen die IWF-Experten bei der nächsten Mission der sogenannten Troika wichtige Eckwerte des Rettungspakets an die verschlechterte Wirtschaftssituation anpassen.

Laut einem internen IWF-Vermerk solle Griechenland entweder einen höheren Konsolidierungsbeitrag leisten, die privaten Gläubiger auf einen höheren Anteil ihrer Forderungen verzichten oder die Euro-Staaten sich mit einem höheren Beitrag beteiligen. Der IWF kritisiere zudem, die Fortschritte in Athen beim Eintreiben von Steuern und die Erlöse aus Privatisierungen lägen unter den Erwartungen.

Griechenland hofft auf eine Einigung mit den Banken und Versicherern über einen freiwilligen Schuldenschnitt für das pleitebedrohte Euro-Land noch im Januar. Für die Monatsmitte werde ein Abschluss der Verhandlungen erwartet, hatten Quellen aus dem Finanzministerium in Athen der Nachrichtenagentur dpa am Freitag gesagt.

Ob Griechenlands Pleite abgewendet werden kann, hängt entscheidend von dem Schuldenschnitt ab, zu dem sich die Gläubiger des Landes auf dem EU-Gipfel Ende Oktober bereiterklärt hatten. Banken und Versicherer sollen danach einem Forderungsverzicht von 50 Prozent bei griechischen Staatsanleihen zustimmen, was einem Betrag von 100 Milliarden Euro entspricht.

Allerdings gab es zuletzt Zweifel daran, ob die Höhe des Schuldenschnitts angesichts der immensen Schuldenprobleme Griechenlands überhaupt ausreicht.

AFP/DPA / DPA
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