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Kommunalwahlen in Frankreich: Rechtsextreme erobern weitere Rathäuser

Von der rechtsextremen Front National unterstützte Kandidaten erobern in den südfranzösischen Städten Béziers und Fréjus die Rathäuser. Bereits vor einer Woche hat die FN stark abgeschnitten.

Die rechtsextreme Front National (FN) hat in der zweiten Runde der Kommunalwahlen am Sonntag in Frankreich weitere Rathäuser erobert. Von der FN unterstützte Kandidaten siegten in den südfranzösischen Städten Béziers und Fréjus, wie erste Prognosen mehrerer Meinungsforschungsinstitute ergaben. Dagegen scheiterte der FN-Kandidat im südfranzösischen Perpignan. Das südfranzösische Avignon, wo die Rechtsextremen ebenfalls in der ersten Runde stark waren, ging laut Ipsos an die Sozialisten.

In der 70.000-Einwohner-Stadt Béziers wird künftig der parteilose Robert Ménard Bürgermeister sein. Der 60-Jährige, der überregional vor allem als Gründer und einstiger Vorsitzender der Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) bekannt ist, war von einer rechten Liste unter maßgeblicher Beteiligung der FN unterstützt worden. In Fréjus setzte sich in der Stichwahl David Rachline durch.

In 21 Kommunen auf Platz eins

Die rechtsextreme FN hatte in der ersten Runde vor einer Woche überraschend stark abgeschnitten. Sie war in 328 der insgesamt 6455 Kommunen in der Stichwahl vertreten; in der ersten Runde war sie in 21 Kommunen auf den ersten Platz gekommen. FN-Chefin Marine Le Pen ging davon aus, dass ihre Partei "vielleicht 1200" Stadt- und Gemeinderäte in Frankreich stellt. In der ersten Runde hatte die FN auf Anhieb das Rathaus der Kleinstadt Hénin-Beaumont in Nordfrankreich gewonnen. Der 41-jährige FN-Generalsekretär Steeve Briois wurde dort am Sonntag offiziell zum Bürgermeister gekürt.

and/AFP / AFP