HOME

Konferenz: 109 Länder verbieten Streubomben

Durchbruch in Dublin: Delegationen aus mehr als 100 Ländern einigten sich auf einer Tagung auf das Verbot von Streubomben. Für Gegner der schmutzigen Waffen ist das allerdings nur ein kleiner Erfolg, denn für die wichtigsten Produzenten und Abnehmer gilt der Beschluss nicht.

Vertreter aus über 100 Ländern haben sich bei einer Konferenz in Dublin auf ein Verbot von Streubomben geeinigt. Die tödlichen Waffen öffnen sich in der Luft und können viele kleine Sprengsätze über ein weites Gebiet verteilen. Da diese oftmals nicht sofort detonieren, bleiben sie als Landminen liegen.

Die Teilnehmer der internationalen Tagung stimmten am Mittwoch dem Entwurf für ein Abkommen zu, dass die Waffen verbietet. Die weltweit wichtigsten Produzenten und Anwender von Streubomben - die USA, Israel, China, Russland, Indien und Pakistan - nahmen an der Konferenz allerdings nicht teil.

Wohl aber Großbritannien. Dessen Premierminister Gordon Brown verhalf dem Treffen zum Durchbruch, als er verkündete, Großbritannien werde die umstrittene Waffe aus seinen Arsenalen entfernen. Er wolle damit beitragen, die Blockade in den Bemühungen um ein internationales Verbot von Streubomben zu überwinden.

Nach Angaben des UN-Entwicklungsprogramms sind mehr als 13.000 Menschen durch Streubomben getötet oder verletzt worden, die meisten von ihnen in Laos, Vietnam, Afghanistan, im Irak und im Libanon. Jüngst hatte auch Papst Benedikt XVI. ein Verbot der Streubomben gefordert.

Themen in diesem Artikel