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Korea-Konflikt: Kim lässt weiter Raketen fliegen

Nordkorea hat am zweiten Tag in Folge Kurzstrecken-Raketen über dem Japanischen Meer getestet. Südkorea und die Vereinten Nationen fassen die Starts in der angespannten Lage als Provokation auf.

Nordkoreas Streitkräfte haben am Sonntag Medienberichten zufolge erneut eine Rakete von kurzer Reichweite von der Ostküste abgefeuert. Die Rakete sei ins Japanische Meer gefallen, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärs. Es sei unklar, um welche Art von Rakete es sich gehandelt habe. Erst am Samstag hatte Nordkorea nach südkoreanischen Angaben drei Lenkraketen von kurzer Reichweite in Richtung Japanisches Meer abgeschossen. Nordkoreas Militär testet regelmäßig Kurzstreckenraketen. Die Lage in der Region gilt seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar als sehr angespannt.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte Nordkorea zum Verzicht auf Raketentests auf. "Ich hoffe, dass Nordkorea von weiteren derartigen Aktionen absieht", sagte er der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Ban forderte Machthaber Kim Jong Un auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Vereinten Nationen seien bereit, den Dialog zu unterstützen. Er hoffe, dass Russland "seine Kontakte dazu nutzen" werde, "die Spannungen zu senken und den Dialog mit Nordkorea zu stärken". Ban hielt sich in Moskau auf, nachdem er am Freitag in Sotschi Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt hatte.

USA und Großbritannien fordern Ende der Tests

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit Monaten angespannt. Das isolierte kommunistische Nordkorea hatte Südkorea und den USA unter anderem mit Atomangriffen gedroht. Zuletzt schien sich die Lage auf der koreanischen Halbinsel jedoch wieder leicht zu entspannen. Nach US-Angaben zog Nordkorea in Position gebrachte Mittelstreckenraketen wieder ab. Nun sorgen die neuerlichen Raketentests abermals für Aufregung. Die Außenministerien der USA und Großbritanniens mahnten das kommunistische Land im Einklang mit Ban zur Zurückhaltung.

dho/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters