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Krim-Krise: Berlin erwägt militärische Hilfe für Nato-Staaten Osteuropas

Deutschland prüft angesichts des russischen Vorgehens auf der Krim eine militärische Unterstützung osteuropäischer Nato-Mitgliedsländer. Über einen Einsatz der Bundeswehr muss die Politik entscheiden.

Deutschland erwägt einem "Spiegel"-Bericht zufolge angesichts des russischen Vorgehens auf der Krim eine militärische Unterstützung der osteuropäischen Nato-Mitgliedsländer. Das Verteidigungsministerium sei bereit, bis zu sechs Bundeswehr-Maschinen für eine verstärkte Luftraum-Überwachung im Baltikum zur Verfügung zu stellen, berichtete das Magazin am Samstag vorab ohne Nennung von Quellen. Die Zahl der dort verfügbaren Nato-Maschinen solle mindestens verdoppelt werden. Dies solle beim Treffen der Nato-Außenminister am Dienstag beschlossen werden.

Aus dem Umfeld von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hieß es dazu am Samstagabend, Deutschland werde sch an verstärkten Routineoperationen im Bündnisgebiet beteiligen, wo immer dies sinnvoll sei. Details waren nicht zu erfahren.

Bundeswehr stellt seit 2004 Kampfjets ab

Um den Luftraum über den baltischen Staaten zu schützen, stellt die Bundeswehr schon seit 2004 immer wieder Kampfjets ab. Zuletzt war dies 2013 der Fall. Insgesamt beteiligen sich am sogenannten "Air Policing" im Baltikum mehr als ein Dutzend Länder im Rotationsverfahren. Den baltischen Staaten fehlen die Fähigkeiten, ihren eigenen Luftraum zu verteidigen. Ab 2018 sollen die drei Staaten ihn aber selbst sichern.

Litauens Präsidentin Dalia Grybauskaite hatte im März gesagt, sie sehe nicht nur die Ukraine, sondern auch die baltischen Staaten durch Russland bedroht. Daher müsse es eine stärker sichtbare Militärpräsenz der Nato nicht nur in der Ukraine, sondern auch im Baltikum geben, hatte sie gefordert.

che/Reuters / Reuters