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"Partygate" in Großbritannien Londoner Polizei ermittelt wegen Lockdown-Partys in der Downing Street

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien
Unter Druck: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien
© JESSICA TAYLOR / UK PARLIAMENT / AFP
Die Liste der angeblichen Lockdown-Partys im Amtssitz des britischen Premiers Boris Johnson wird immer länger. Das ruft nun die Polizei auf den Plan, die Ermittlungen zu möglichen Verstößen gegen die Corona-Regeln einleitet.

Die Londoner Polizei ermittelt zu mehreren Lockdown-Partys im Amtssitz von Premierminister Boris Johnson und in anderen Regierungsgebäuden. "Ich kann bestätigen, dass die Metropolitan Police zu einer Reihe von Veranstaltungen im Zusammenhang mit potenziellen Verstößen gegen die Corona-Auflagen ermittelt (...)", sagte Scotland-Yard-Chefin Cressida Dick am Dienstag in einem Ausschuss des Londoner Stadtrats.

Für Boris Johnson wird die Lage immer prekärer

Johnson steht seit Wochen wegen Berichten über mutmaßlich illegale Partys in seinem Amtssitz massiv unter Druck. Laufend gibt es neue Enthüllungen über Feiern. Kürzlich hatte er im Parlament den Besuch einer Gartenparty am 20. Mai 2020 eingestanden und um Entschuldigung gebeten. Damals waren wegen der Pandemie selbst Treffen von mehr als zwei Menschen im Freien verboten. Erst am Montag berichtete der Sender ITV von einer Geburtstagsparty für Johnson mit bis zu 30 Teilnehmern.

Für Johnson wird die Lage immer prekärer. Noch in dieser Woche werden die Ergebnisse einer internen Untersuchung der Spitzenbeamtin Sue Gray zu den mutmaßlich illegalen Partys erwartet. Vom Ausgang dieser Untersuchung könnte Johnsons politisches Schicksal abhängen. Mehrere Mitglieder seiner eigenen Fraktion wollen ihn stürzen. Die neuen Enthüllungen dürften Wasser auf ihre Mühlen sein. Insider halten ein Misstrauensvotum inzwischen für unausweichlich.

fs DPA AFP

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