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Merkel bei Bush: Jeans statt Smoking

Wen George W. Bush auf seine texanische Ranch nach Crawford einlädt, dem will er damit "Wärme und Respekt" entgegenbringen. Angela Merkel empfing der US-Präsident in Jeans und T-Shirt um zwischen Spargel und Spaziergang über Kosovo, Klimaschutz und Nahost-Konflikt zu plaudern.

Anfang der Woche hatte George W. Bush den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy noch im Smoking zum Dinner im Weißen Haus empfangen. Als er am Freitagnachmittag Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihren Ehemann Joachim Sauer auf seiner Ranch im texanischen Crawford begrüßte, trug er Jeans, ein kurzärmliges blaues Hemd und schwarze Stiefel. "Wenn man in Texas jemanden nach Hause einlädt, ist das ein Ausdruck von Wärme und Respekt", sagte Bush zur Begrüßung. "Und so empfinde ich auch für Kanzlerin Merkel."

Während für den ersten Staatsbesuch Sarkozys in Washington großer protokollarischer Aufwand betrieben wurde, ist der Verzicht auf Förmlichkeiten in Crawford Programm. Auf Bushs Ranch gilt Krawattenverbot und auch das Programm für die 21-stündige Visite wurde nur grob festgelegt. Er wolle mit der Kanzlerin unternehmen, "wozu sie Lust hat", hatte der US-Präsident bereits vor einigen Tagen angekündigt. Vor allem werde es darum gehen, sich in einer besonderen Atmosphäre zu unterhalten. "Hier geht es nicht so förmlich zu. Das kann einem Gespräch unter Freunden sehr zuträglich sein."

Es bleiben fünf Stunden Gesprächszeit

Mit der Einladung auf die "Prairie Chapel Ranch" pflegt der US-Präsident eine besondere Verbundenheit zu internationalen Partnern zu demonstrieren. 14 Staats- und Regierungschefs waren bereits dort, der letzte Besuch dieser Art liegt allerdings mehr als zwei Jahre zurück. Merkel war am Freitagmorgen mit einer kleinen Delegation in Berlin abgeflogen. Nur wenige Beamte aus dem Kanzleramt, dem Bundespresseamt, vom Protokoll, Bodyguards und zehn Journalisten begleiten sie auf der Reise, die insgesamt weniger als 48 Stunden dauern wird. Fast 14 Stunden war Merkel nach Texas unterwegs - inklusive Tankstopp im kanadischen Montreal.

Am Freitagnachmittag (Ortszeit) landete sie auf der größten Militärbasis der USA, Fort Hood, und wurde anschließend von dort mit einem Helikopter zur "Prairie Chapel Ranch" gebracht. Bush und seine Frau Laura holten die beiden Gäste aus Deutschland vom Landeplatz mit einem weißen Pick-up-Truck ab, den der Präsident selbst steuerte. Von dort aus starteten sie eine Rundfahrt über die Ranch, die mit 648 Hektar so groß ist wie 1.300 Fußballfelder. Neben dem Hauptgebäude und den Gästehäusern gehören dazu mehrere Canyons und ein großer künstlicher Teich.

Zum Abendessen gab es Rinderfilet mit Pilzen, Spargel und Rucula-Salat. Für den Morgen verabredeten sich Bush und Merkel vor einem Gespräch in größerem Kreis zu einem Spaziergang. Mindestens fünf Stunden Gesprächszeit werden ihnen in Crawford insgesamt zur Verfügung stehen. Die Themenliste ist lang. Neben dem Atomstreit mit dem Iran soll es um die Zukunft des Kosovos, die NATO-Erweiterung, Afghanistan, eine UN-Reform, den Klimaschutz, die Welthandelsrunde und den Nahost-Konflikt gehen. Zwischenergebnisse wurden am Freitagabend noch nicht bekannt geben. Es sei über verschiedene internationale Themen gesprochen worden, hieß es lediglich. Am Samstagmittag wollen Bush und Merkel vor der Presse Bilanz ziehen. Anschließend fliegt Merkel mehr als zehn Stunden nach Deutschland zurück.

Michael Fischer/AP / AP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.