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US-Filmemacher Michael Moore und seine To-Do-Liste nach Trumps Sieg

Donald Trump wird zukünftig die Vereinigten Staaten von Amerika regieren. Das muss man erst einmal verdauen. US-Regisseur Michael Moore hat aufgeschrieben, was jetzt zu tun ist.

Filmemacher Michael Moore hat sich im US-Wahlkampf so manches Mal zu Wort gemeldet. Dass er von Trump, den er "erbärmlichen, ignoranten, gefährlichen Teilzeit-Clown und Vollzeit-Psychopath" nannte, nichts hält - daran ließ er keinen Zweifel. Gleichzeitig prophezeite er aber auch Trumps Sieg. Alle, die noch daran glaubten, dass Hillary Clinton das Rennen machen werde, lebten in einer Blase, sagte er im Juli (Hier lesen Sie, was seine Gründe waren). 

Ob der Oscar-prämierte Regisseur von Filmen wie "Fahrenheit 911" und "Bowling for Columbine" einen Trump-Sieg wirklich für so wahrscheinlich hielt? Fakt ist: Trump hat die Wahl gewonnen; das Szenario, das viele für so fern hielten, ist wahr geworden. Und Moore? Der scheint trotz seiner Prophezeiungen selbst erst einmal durchatmen zu müssen. Auf Facebook veröffentlichte er am Mittwoch eine To-Do-Liste für den Tag nach der Wahl. Seinen Anhängern riet er, die von ihm erwähnten fünf Punkte bis zum Mittag des heutigen Tages abzuhaken.

Es sind kluge, bedachte Sätze, die Moore von sich gibt. So schreibt er: "Ihr müsst diesen einen Satz zu jedem sagen, dem ihr heute über den Weg lauft: HILLARY CLINTON HAT DIE MEISTEN STIMMEN GEWONNEN. Die Mehrheit der Amerikaner wollte Hillary, nicht Trump. Tatsache. Wenn ihr heute morgen aufgewacht seid und gedacht habt, ihr lebt in einem besch***** Land, das tut ihr nicht. [...]" Vielmehr sei das US-Wahlsystem der Grund, warum Trump zum Präsident gewählt worden sei, schreibt Moore.

Lesen Sie hier Michael Moores To-Do-Liste:

In New Yorker Stadtteil Manhattan mischte sich der Dokumentarfilmer außerdem unter die Menschenmenge, die vor dem Trump Tower gegen den neuen Präsidenten demonstrierten. Auf Facebook postete Moore Videos der Proteste. Der Wahlsieg Trumps trieb nicht nur in New York, sondern im ganzen Land tausende Menschen auf die Straßen.

Die Teilnehmer hielten Schilder mit Aufschriften wie "Nicht unser Präsident" und "Liebe besiegt den Hass". Es blieb weitgehend friedlich, doch vereinzelt kam es auch zu Gewaltausbrüchen. So etwa im kalifornischen Oakland: Dort beteiligten sich etwa 7000 Menschen an den Protesten gegen Trump. Sie zündeten Feuer in den Straßen an, auch zwei Polizeiautos wurden in Brand gesetzt. Einige Demonstranten warfen Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizisten. Mehrere Beamte seien dabei verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin dem Fernsehsender CNN.

kis

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