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Nach Krebseoperation: Venezuela veröffentlicht erstes Chavez-Foto

Venezuelas Regierung hat erstmals Bilder von dem vor zwei Monaten in Kuba operierten krebskranken Staatschef Hugo Chávez gezeigt. Auf einem Foto ist der 58-Jährige mit seinen Töchtern abgebildet.

Die venezolanische Regierung hat erstmals seit seiner erneuten Krebsoperation im Dezember Fotos von dem erkrankten Staatschef Hugo Chávez veröffentlicht. Auf den am Freitag im Staatsfernsehen gezeigten Bildern ist der sozialistische Präsident lächelnd in seinem Krankenhausbett in Kubas Hauptstadt Havanna zu sehen. Ebenfalls auf den Fotos sind zwei Töchter Rosa Virginia und María Gabriela sowie die aktuelle Donnerstagsausgabe von Kubas kommunistischer Parteizeitung "Granma".

Die Bilder seien am "Tag der Freundschaft, der Verliebten" aufgenommen worden, erklärte Wissenschaftsminister Jorge Arreaza, der zugleich Chávez' Schwiegersohn ist, in Anspielung auf den Valentinstag. Auf den Fotos ist zu sehen, dass Chávez über einen Luftröhrenschnitt künstlich beatmet wird. Die sogenannte Tracheotomie mache es dem Staatschef derzeit schwer zu sprechen, teilte Informationsminister Ernesto Villegas mit.

Vierte Krebsoperation in Folge

Die nach Chávez' erneuter Krebsoperation vor gut zwei Monaten aufgetretene Atemwegsinfektion sei "unter Kontrolle" gebracht worden, hieß es in der Regierungsmitteilung. Dennoch funktioniere die Atmung nicht ohne Schwierigkeiten, so dass eine künstliche Beatmung vorerst notwendig sei. Chávez war im Dezember zum vierten Mal zur Krebsbehandlung nach Kuba gereist. Wegen der Erkrankung konnte der Präsident am 10. Januar den Eid für seine neue Amtszeit nicht ablegen. Der führende venezolanische Oppositionspolitiker Henrique Capriles hatte der Regierung angesichts hoffnungsvoller Nachrichten über Chávez' Genesungsprozess Ende Januar vorgeworfen, Lügen über seinen Gesundheitszustand zu verbreiten.

Vize-Präsident Nicolas Maduro hatte erklärt, dass sich Chavez weiteren medizinischen Behandlungen unterziehen müsse. Diese seien kompliziert, sollten die Erkrankung aber beenden. An welcher Krebsart Chavez genau leidet, blieb weiterhin unklar. Wegen der Geheimniskrämerei der Behörden war zuletzt auch über einen möglicherweise baldigen Tod des sozialistischen Präsidenten spekuliert worden.

ds/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters