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Nach Parlamentswahl in Griechenland: Deutsche Banken geben sich zuversichtlich

Nach dem Wahlsieg der griechischen Reformbefürworter sind deutsche Banken zuversichtlich, dass vereinbarte Reformen schnellstmöglich umgesetzt werden können.

Die deutsche Finanzbranche atmet nach dem Wahlsieg der Reformbefürworter in Griechenland auf. Der Sparkassenverband DSGV sprach am Montag von einem "hoffnungsvollen Zwischenschritt". "Es kommt nun entscheidend darauf an, dass in Athen zügig eine stabile Regierung gebildet wird, die die weitere Umsetzung der vereinbarten Reformen schnellstmöglich in Angriff nimmt", sagte DSGV-Präsident Georg Fahrenschon. Ähnlich äußerte sich der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR). "In den kommenden Wochen muss sich zeigen, ob die neue griechische Regierung zu den mit der Gemeinschaft und dem Internationalen Währungsfonds getroffenen Vereinbarungen steht", erklärte BVR-Präsident Uwe Fröhlich. In einzelnen Punkten seien Nachverhandlungen nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Doch müsse Griechenland auf dem eingeschlagenen Reformweg weitergehen.

Der Landesbankenverband VÖB hatte am Sonntagabend davor gewarnt, den Griechen zu sehr entgegenzukommen. "Zum harten Sparkurs gibt es keine Alternative und substantielle Nachverhandlungen zum Hilfspaket kann es nicht geben", erklärte der VÖB.

Die Parlamentswahl im hochverschuldeten Griechenland war weltweit mit Spannung erwartet worden. Bei einem fulminanten Sieg der radikalen Linken - der erklärten Reformgegner - wäre ein Austritt des Landes aus der Euro-Zone Experten zufolge wahrscheinlicher geworden. Doch am Ende wurde die konservative Neue Demokratie stärkste Kraft und kann nun wohl mit der sozialdemokratischen Pasok ein Regierungsbündnis der Altparteien bilden. Die Neue Demokratie bekennt sich grundsätzlich zu den Sparverpflichtungen, die Griechenland im Gegenzug für internationale Hilfen gegeben hat.

kgi/Reuters / Reuters