Nahost-Konflikt Zehn Tote bei Straßenkämpfen


Bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah sind mindestens acht Menschen getötet worden. Im Westjordanland haben israelische Soldaten zudem zwei palästinesische Sicherheitskräfte getötet.

Bei neuen heftigen Straßenkämpfen zwischen den rivalisierenden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah sind im Gazastreifen mindestens acht Menschen getötet worden. Mehr als 90 Personen seien verletzt worden, viele davon schwer, verlautete am Freitag aus palästinensischen Polizeikreisen. Die von den beiden Gruppen vereinbarte Waffenruhe war am Vorabend zusammengebrochen, nachdem Hamas-Kämpfer einen von der Präsidialgarde eskortierten Konvoi angegriffen hatten.

Unterdessen bestritt die regierende Hamas Berichte, wonach Fatah-Kämpfer bei einem Sturm auf die Islamische Universität in Gaza mehrere iranische Waffenexperten festgenommen haben. Die Hamas erklärte, es gebe keine Iraner an der Universität. Die Universität ist eine Hochburg der Hamas. Kräfte der Fatah besetzten den Gebäudekomplex in der Nacht und stellten dort Waffen sicher.

Israelische Soldaten haben im Westjordanland zwei Palästinenser getötet. Nach den Angaben eines Krankenhauses handelt es sich bei den Opfern in der Nähe von Ramallah um Sicherheitskräfte, die der Fatah-Organisation von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas nahe stehen. Eine Sprecherin des israelischen Militärs erklärte, Soldaten hätten in dem Gebiet zwei Bewaffnete in ziviler Kleidung erschossen.

Die Armee führte im besetzten Westjordanland seit Wochenbeginn etliche Militäroperationen durch. Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hatte sich am Montag in der israelischen Stadt Eilat in die Luft gesprengt und drei Menschen mit in den Tod gerissen. Es war das erste Attentat dieser Art in Israel seit rund neun Monaten.

Reuters Reuters

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