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"Versöhnung und Vertrauen": Kim Jong Un lobt Annäherung an Südkorea

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat die jüngste Annäherung an Südkorea als Rückkehr zu "Versöhnung und Vertrauen" gelobt. Zugleich betonte er Nordkoreas starke Verhandlungsposition durch das Mittel der atomaren Abschreckung.

Kim Jong Un betont die "gewaltige" Stärke der nordkoreanischen Streitkräfte und das Abschreckungspotenzial seiner Atomwaffen

Kim Jong Un betont die "gewaltige" Stärke der nordkoreanischen Streitkräfte und das Abschreckungspotenzial seiner Atomwaffen

Nach der Einigung zwischen Nord- und Südkorea zur Entschärfung der jüngsten Krise hat der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un auf die starke Verhandlungsposition seines Landes wegen der Atombombe verwiesen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag berichtete, lobte Kim die Einigung bei einem Treffen der Zentralen Militärkommission als Rückkehr zu "Versöhnung und Vertrauen" zwischen den beiden verfeindeten Ländern. Ermöglicht worden sei dies aber nur durch die "gewaltige" Stärke der nordkoreanischen Streitkräfte und das Abschreckungspotenzial der Atomwaffen.

Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea hatte sich zuletzt dramatisch zugespitzt, nachdem bei der Explosion einer Landmine in der Grenzregion zwei Mitglieder einer südkoreanischen Patrouille schwer verletzt worden waren. Seoul machte Pjöngjang für den Vorfall verantwortlich und verlangte eine Entschuldigung. Nordkorea wiederum hatte dem Süden eine Frist gesetzt, um die Beschallung mit Propaganda einzustellen, die Seoul als Vergeltung nach mehr als zehnjähriger Pause wieder aufgenommen hatte. In Marathonverhandlungen wendeten beide Seiten Anfang der Woche schließlich eine militärische Konfrontation ab.

Nord- und Südkorea vereinbarten zudem, auch die Verhandlungen über Treffen von durch den Krieg getrennten Familien wieder aufzunehmen. Das südkoreanische Rote Kreuz schlug inzwischen vor, am 7. September im Grenzort Panmunjom mit Gesprächen auf Arbeitsebene zu beginnen. Das sagte ein Vertreter des Wiedervereinigungsministeriums in Seoul am Freitag. Das letzte Treffen zur Zusammenführung getrennter koreanischer Familien hatte es im Februar 2014 gegeben.


amt / AFP