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Nach Angaben der Staatsmedien Nordkorea will "supergroßen Mehrfach-Raketenwerfer" getestet haben

Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen Raketentest
Dieses von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zur Verfügung gestellte Foto zeigt einen Raketentest
© -/KCNA / DPA
Nordkorea hat nach eigenen Angaben bei seinem jüngsten Raketentest einen besonders großen Raketenwerfer eingesetzt. Der Test des "supergroßen Mehrfach-Raketenwerfers" sei erfolgreich verlaufen, hieß es.

Nordkorea hat bei seinem Raketentest am Sonntag nach Darstellung der Militärs einen "supergroßen Mehrfach- Raketenwerfer" eingesetzt. Dieses System, das erfolgreich getestet worden sei, werde in Kürze an die Einheiten der Streitkräfte ausgeliefert, berichtete die Staatsagentur KCNA am Montagmorgen. Bei der Übung seien vor allem technologische und taktische Besonderheiten des Systems geprüft worden.

Am Sonntag hatte Nordkorea zum vierten Mal in diesem Monat Raketen Richtung offenes Meer gefeuert. Bei den beiden Flugkörpern handelte es sich nach Einschätzungen aus Südkorea und Japan vermutlich um ballistische Raketen von kurzer Reichweite. Sie seien am Sonntagmorgen (Ortszeit) an der Ostküste Nordkoreas gestartet und etwa 230 Kilometer weit geflogen, teilte der Generalstab in Südkorea mit. Von der nordkoreanischen Zeitung "Rodong Sinmun" veröffentlichte Bilder zeigten Raketen, die von einer Rampe mit sechs Abschussröhren hochschießen und anscheinend ein Ziel auf einer Insel treffen.

Nordkoreas Raketentest "extrem unangemessen"

Die Erprobung ballistischer Raketen ist der selbst ernannten Atommacht Nordkorea durch UN-Resolutionen verboten. Trotzdem treibt das kommunistische Land unter Machthaber Kim Jon Un seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran, die auch mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden könnten. Deshalb gelten harte internationale Sanktionen.

Kim hatte zu Jahresbeginn angekündigt, sich nicht mehr an das Moratorium für Atomversuche sowie Tests von Interkontinentalraketen zu halten. Er drohte auch, dass Nordkorea bald eine "neue strategische Waffe" vorführen werde. Die Verhandlungen zwischen Pjöngjang und Washington über die atomare Abrüstung Nordkoreas liegen seit einem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump im Februar vergangenen Jahres auf Eis. 

Den jüngsten nordkoreanischen Raketentest bezeichneten südkoreanische Regierungsvertreter als "extrem unangemessen" angesichts der Tatsache, dass die Coronavirus-Pandemie derzeit "die ganze Welt" in Atem halte.     

Nordkorea hat zum Schutz gegen das Coronavirus seine Grenzen geschlossen. Als eines von wenigen Ländern weltweit hat Nordkorea bislang keinen einzigen Corona-Fall gemeldet. Experten gehen jedoch davon aus, dass das neuartige Virus das Land erreicht hat. Fachleute warnen, der Erreger könnte wegen des schwach entwickelten Gesundheitssystems in Nordkorea und der dort weit verbreiteten Unterernährung verheerende Folgen in dem Land haben.

fs DPA AFP

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