VG-Wort Pixel

NSU-Prozess "FAZ" kann doch selbst berichten


Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" wird doch mit einem eigenen Journalisten beim NSU-Prozess in München dabei sein. Eine Lokalzeitung hat ihren Platz abgegeben.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kann nun doch direkt vom NSU-Prozess berichten. Die zur Mediengruppe Madsack gehörende Tageszeitung "Oberhessische Presse" in Marburg überlässt den ihr zugelosten Presseplatz im Oberlandesgericht in München der Zeitung, wie die "FAZ" am Donnerstag mitteilte. Der Tageszeitung war bei der Vergabe der Platzkarten im Losverfahren kein fester Platz zufallen.

Die Mediengruppe Madsack war hingegen mit der "Oberhessischen Presse" und den "Lübecker Nachrichten" vertreten. Da die Berichterstattung vom Prozess über einen Austausch für alle Madsack-Titel sichergestellt sei, habe sich die Mediengruppe entschieden, den Platz weiterzugeben, hieß es in der Mitteilung.

Ursprünglich war der Beginn des NSU-Verfahrens für den 17. April geplant. Wegen eines Streits um die Vergabe der Presseplätze wurde das Verfahren auf den 6. Mai verschoben.

Freier Journalist erhält nachverlosten Platz

Am vergangenen Montag waren die festen Presseplätze in einem zweiten Vergabeverfahren neu verteilt worden, diesmal nach dem Losverfahren. Dabei waren mehrere große Zeitungen leer ausgegangen. Bei einer wegen eines Verfahrensfehlers erforderlichen gewordenen Neuverlosung eines Platzes am Donnerstag kam zudem noch ein freier Journalist zum Zuge.

Im NSU-Prozess müssen sich die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte verantworten. Zschäpe werden unter anderem Mittäterschaft bei zehn Morden, mehrfacher Mordversuch und besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen.

ono/AFP AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker