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Ölpest im Golf von Mexiko: BP kündigt Kostenübernahme und Schadenersatz an

Angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern BP die Übernahme der Kosten in Verbindung mit dem Unfall angekündigt. Unterdessen dehnt sich der Ölteppich weiter aus. Die US-Bundesstaaten Louisiana, Florida, Alabama und Mississippi haben den Notstand ausgerufen.

Angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern BP die Übernahme der Kosten in Verbindung mit dem Unfall angekündigt. BP werde "alle nötigen und angemessenen Kosten für die Reinigung" übernehmen, hieß es am Montag in einer Mitteilung auf einer eigens eingerichteten Internetseite. "BP übernimmt die Verantwortung für die Reaktion auf die Ölpest. ... Wir werden sie beseitigen", erklärte der Konzern. BP werde "alle legitimen Forderungen wegen Schäden und Verlusten bezahlen, die objektiv überprüft werden können und mit der Ölpest zusammenhängen".

US-Präsident Barack Obama hatte den Energieriesen am Sonntag ausdrücklich als Verantwortlichen für den Unfall auf der Bohrinsel genannt: "BP ist für dieses Leck verantwortlich. BP wird die Rechnung begleichen", sagte Obama.

Auf der von BP betriebenen Bohrinsel "Deepwater Horizon" war es am 20. April zu einer Explosion gekommen, bei der elf Arbeiter ums Leben kamen. Zwei Tage später sank die Plattform, seither strömen täglich rund 800.000 Liter Öl in den Golf von Mexiko. Ungünstige Winde treiben den entstandenen riesigen Ölteppich auf die Küste zu, wo ein einzigartiges Ökosystem und die Fischerei bedroht sind. Inzwischen riefen die US-Bundesstaaten Louisiana, Florida, Alabama und Mississippi den Notstand aus.

AFP, DPA / DPA