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Ex-Mitarbeiterin im Weißen Haus: 15.000 Dollar fürs Nichtstun - Trumps Team soll Omarosa Schweigegeld angeboten haben

Es sollte ein Job in Trumps Wahlkampfteam sein, tatsächlich aber ging es dabei ums Schweigen - so hat Trumps Ex-Vertraute Omarosa ein gut dotiertes, unmoralisches Angebot verstanden, von dem nun ein Mitschnitt aufgetaucht ist.

Omarosa Lara Trump

Lara Trump (l.) und Omarosa nebst Donald Trump während des Wahlkampfs 2016

Picture Alliance

15.000 Dollar Monatsgehalt für einen Job im Wahlkampfteam des amtierenden US-Präsidenten klingt eigentlich nach einem akzeptablen Angebot. Nicht so für Manigault Newman. In ihrem Buch "Unhinged" über ihre Zeit im Weißen Haus schreibt sie, dass ihr diese Stelle angeboten wurde - im Gegenzug für ihr Schweigen. Um ihre Behauptung zu unterstützen, hat Donald Trumps frühere Kommunikationschefin den Mitschnitt eines Gesprächs veröffentlicht, in dem ihr dieses Angebot unterbreitet wurde.

Sachen in der Hinterhand

Auf dem Band ist zu hören, wie Lara Trump, die Ehefrau von Donald Trumps Sohn Eric, zu Omarosa sagt, dass sie ja "Sachen in der Hinterhand" habe. "Klar ist, wenn du mit an Bord der Kampagne bist, dann sind alle glücklich, oder?", sagt Trump, die ebenfalls im Team für Wiederwahl ihres Schwiegervaters arbeitet. Und weiter: "Das ganze Geld, das wir einsammeln und von dem wir die Gehälter zahlen, stammt ja aus Spenden, Kleinbeträge größtenteils. Du verdienst 179 im Weißen Haus (179.000 Dollar im Jahr, d.Red.) und ich gehe davon aus, dass wir in der Größenordnung bleiben können."

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In den Ohren des ehemaligen Reality-TV-Stars klang das nach einem eindeutigen -Angebot. Das Gespräch fand Omarosa zufolge wenige Tage nach ihrem Weggang aus der Trump-Regierung statt und nachdem sie in der "New York Times" ihre Bereitschaft angedeutet hatte auszupacken. Im Sender MSNBC sagte sie nun: "Lara hat sehr deutlich gemacht, dass ich schweigen müsse, wenn ich im Team bin. Mir wäre es nicht erlaubt gewesen, mit Journalisten zu reden oder irgendetwas gegen Donald Trump zu sagen", so Manigault Newman.

Lara Trump: Omarosa lag uns am Herzen

Aus Sicht von Lara Trump allerdings habe es sich bei dem Angebot um reine Nettigkeit gehandelt: "Wir wollten sie für unser Team haben, weil sie uns auch persönlich am Herzen lag. Wir haben sie gefragt, bevor wir wussten, wie abscheulich sie sich während ihrer Zeit im Weißen Haus verhalten hatte, sagte Lara Trump in einem Statement. Mutmaßlich meint sie damit unter anderem die heimliche Aufzeichnung von Gesprächen. Lara Trump sagte, sie habe in Omarosa seit dem Präsidentschaftswahlkampf 2016 eine Freundin gesehen und sei geschockt über das Ausmaß ihres Verrats.

Dem Sender NBC sagte Omarosa Manigault-Newman, dass sie weitere ehemalige Mitarbeiter kenne, die 15.000 Dollar für ihr Schweigen kassieren würden. Darunter sei auch Ex-Sprecher Sean Spicer, der die Aussage aber als "Fiktion" zurückweist. Trumps Spendeneintreiber befürchten bereits, dass ihre Organisationen in den Ruf geraten könnten, Finanziers für unbequeme, ehemalige Mitarbeiter zu sein. Überhaupt sind sich US-Juristen nicht sicher, ob die im Weißen Haus üblichen Schweigevereinbarungen legal sind. Dass es sie gibt, wurde vergangenes Jahr bekannt, und auch jetzt hat der Präsident persönlich ihre Existenz eingeräumt. Auf Twitter schrieb er, Omarosa habe eine so genannte NDA (Non Disclosure Agreement) unterschrieben.

Mitschnitte reiner "Selbstschutz"

Omarosa, die in der TV-Sendung "The Apprentice" kennengelernt hat und einst ein großer Fan von ihm war, hatte ihren Posten in der Öffentlichkeitsarbeit des Weißen Hauses im Dezember vergangenen Jahres gekündigt. Zuvor hatte sie offenbar zahlreiche Gespräche mitgeschnitten, die Rede ist von 200 Bändern. Sie selbst verteidigte die Aufnahmen als "Selbstschutz", da jeder ständig lügen würde im Weißen Haus. Die Mitschnitte wurden auch von Trump-Kritikern heftig kritisiert. Gespannt warten die USA nun darauf, ob darunter ein Mitschnitt ist, auf dem Donald Trump das üble Schimpfwort "Nigger" benutzt, wie Omarosa in ihrem Buch schreibt.

Sehen Sie im Video ein Interview mit US-Journalist Brian Karem: "Unter einer Decke mit Trump? Was wirklich hinter Omarosas Enthüllungen stecken könnte"

US-Journalist: Unter einer Decke mit Trump? Was wirklich hinter Omarosas Enthüllungen stecken könnte

tis