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Geheime Aufnahmen: Ex-Trump-Mitarbeiterin Omarosa: "Hillary Clinton wurde ausgeraubt"

Donald Trumps  frühere Mitarbeiterin Omarosa Manigault Newman setzt die PR-Kampagne für ihr Insider-Buch aus dem Weißen Haus fort. Nun behauptete sie, Hillary Clinton sei im Wahlkampf indirekt "ausgeraubt" worden.

US-Journalist: Unter einer Decke mit Trump? Was wirklich hinter Omarosas Enthüllungen stecken könnte

Insider-Berichte aus dem offenbar chaotischen Regierungsalltag im Weißen Haus haben derzeit Konjunktur in den USA. Eine der Hauptfiguren: Omarosa Manigault Newman, die mit ihren "Tapes" seit kurzem hausieren geht, um ihr Buch "Unhinged" (auf Deutsch in etwa: "Aus den Angeln gehoben", oder auch: "Verwirrt") zu vermarkten. In der sehr beliebten Frauen-Talkshow "The View" auf ABC ließ die reumütige Ex-Mitarbeiterin von Donald Trump nun eine weitere geheime Aufnahme von einem Meeting abspielen. Die 44-Jährige, die durch Trumps einstige Reality-Show "The Apprentice" schon vor ihrem Engagement für den US-Präsidenten bekannt geworden war, wollte mit diesem Tape dokumentieren, dass Trumps demokratische Gegenkandidatin während des Wahlkampfs im übertragenen Sinne "bestohlen" wurde.

"Wissen Sie, Hillary Clinton wurde ausgeraubt", sagte Manigault Newman zur "The View"-Moderatorin, der früheren Hollywood-Schauspielerin Whoopie Goldberg. "Und ich war eine Mitverschwöererin in diesem Raubüberfall." Das bedauere sie zutiefst, beteuerte Omarosa nicht zum ersten Mal in diesem Zusammenhang. Clinton sei "bestohlen" worden, da sich Russland in die Wahlen zugunsten Trumps eingemischt habe und das Team der Demokratin darauf reagieren musste. Die US-Geheimdienste hätten die Einmischung klar belegt, und im Gegensatz zu Trump halte sie die Berichte für wasserdicht.

Donald Trump: "Russland-Ding hat sich gedreht"

Als Beleg für ihre Behauptungen hatte Manigault Newman eine weitere verdeckte Aufnahme von einem Treffen mit seinen Kommunikations- und Presseteams im Oktober 2017 mitgebracht. Darin ist Trump zu hören, wie er über angebliche Verbindungen Clintons zu Russland spricht. Er sagt, dass Clintons Wahlkampfteam neun Millionen Dollar für einen nicht näher beschriebenen "falschen Bericht" gezahlt habe. Das Geld sei über eine Anwaltskanzlei geflossen, damit es nicht nachverfolgt werden konnte, mutmaßte Trump. Dennoch sei die Sache aufgeflogen, so Trump. An wen genau und zu welchem Zweck das Geld gegangen sein soll, darüber lässt sich der US-Präsident in der Aufnahme nicht aus. Auch Manigault Newman erklärte die Sache bei "The View" nicht.

"Es ist definitiv illegal; es ist illegal für einen , für die Finanzierung eines Wahlkampfs", stellt der US-Präsident dennoch fest. "Also scheint sich das ganze Russland-Ding umgedreht zu haben", resümiert Trump in der Aufnahme - und holt sich eine Bestätigung für seine Meinung von Pressesprecherin Sarah Huckabee-Sanders. Die diskutiert zwar über die Höhe der gezahlten Summe ("näher an sechs Millionen"), stimmt ihrem Chef aber in dessen Schlussfolgerung zu.

"Er wollte immer noch über Hillary reden"

Eigentlich, so Omarosa Manigault Newman, sollte es in dem Gespräch um die Steuerreform und die Reise des Präsidenten nach Nordkorea gehen. Doch Trump wollte - zwölf Monate nach der Wahl - immer noch über Hillary Clinton reden. Gleichzeitig habe es sich Trump damals zur Gewohnheit gemacht, Meetings im Weißen Haus regelrecht zu sprengen. So auch in diesem Fall. "Er kam in das Meeting, er setzte sich, und er begann von Thema zu Thema zu springen - nichts davon machte Sinn", berichtete Omarosa bei "The View". Das Verhalten des Präsidenten sei in ihrer Zeit im Weißen Haus davon geprägt gewesen, dass Trump häufig gelangweilt gewesen sei, weil seine Aufmerksamkeitsspanne sehr kurz gewesen sei. Und so habe er sich das Crashing von Meetings quasi zum Sport gemacht.

Kopfschütteln und Gejohle im Publikum von "The View" war  angesichts dieser Darstellungen auch diesmal sicher. "Ich war in einer vergifteten Beziehung mit Donald Trump", stellte die Wahlkämpferin von 2016 fest, "und ich bedaure, dass ich so mitschuldig wurde." Irgendwann aber müsse man eine toxische Beziehung beenden.

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dho