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Omarosa Manigault Newman: Heimliche Aufnahme: Wie eine Ex-Mitarbeiterin das Weiße Haus in die Pfanne hauen will

Das Weiße Haus tobt: Die ehemalige Mitarbeiterin Manigault Newman hat ihr Entlassungsgespräch heimlich aufgenommen. Aus Selbstschutz, wie sie sagt. Der Mitschnitt soll belegen, wie desaströs die Regierung das Land führt.

Omarosa Manigault Newman wurde 2017 gefeuert

Omarosa Manigault Newman wurde 2017 gefeuert

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Vor der Veröffentlichung ihres Enthüllungsbuchs über das Weiße Haus unter US-Präsident Donald Trump hat die frühere Regierungsmitarbeiterin Omarosa Manigault Newman eine Tonbandaufnahme ihres Entlassungsgesprächs mit Stabschef John Kelly publik gemacht. Manigault Newman rechtfertigte den Schritt im US-Fernsehen damit, dass sie sich schützen wollte in einem Weißen Haus, "in dem jeder lügt". Ihr Buch "Unhinged" (deutsch: Gestört, aus den Angeln gehoben) kommt jetzt in die Buchläden.

Der Vorgang ist ungewöhnlich, denn der Situation Room im Weißen Haus, in dem Kelly Manigault Newman 2017 feuerte, ist ein Ort höchster Vertraulichkeit; üblicherweise sind elektronische Geräte dort verboten. Auf dem Band ist eine Stimme zu hören, die diejenige Kellys sein soll; zu hören ist, wie Manigault Newman "bedeutende Integritätsprobleme" vorgeworfen werden.

Tonaufnahme als Selbstschutz

"Sie bringen mich in den Situation Room, die Türen sind verschlossen, sie sagen mir, dass ich nicht raus kann und sie beginnen mir zu drohen, mir Angst zu machen, setzen mich unter Druck", sagte Manigault Newman am Sonntag im Interview der NBC-Sendung "Meet the Press".

"Ich habe mich selbst geschützt, denn das ist ein Weißes Haus, in dem jeder lügt", sagte Manigault Newman. "Der Präsident belügt das amerikanische Volk, Sarah Huckabee steht vor dem Land und lügt jeden Tag." In ihrem Buch beschreibt sie Trump als "Rassisten". Trump bezeichnete die Afroamerikanerin Manigault Newman als "Abschaum".

Manigault Newman gibt sich reumütig

Es war zunächst unklar, ob Manigault Newman nun wegen der Veröffentlichung mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Das Weiße Haus reagierte jedenfalls verärgert. Präsidentensprecherin Huckabee Sanders erklärte, dass es einer schweren Missachtung der nationalen Sicherheit gleichkomme, wenn ein Stabsmitarbeiter ein Aufnahmegerät ins Weiße Haus einschmuggele. "Und dann damit im nationalen Fernsehen zu prahlen, zeigt einen Mangel an Charakter und Integrität dieser verärgerten ehemaligen Mitarbeiterin des Weißen Hauses."

In dem Interview zeigte sich Manigault Newman auch reumütig über ihre Mitarbeit in der von ihr kritisierten Trump-Regierung. Sie sei "mitschuldig" daran, dass das Weiße Haus die Nation "betrügt". "Sie täuschen die Nation weiter darüber, wie rückständig er geistig ist", sagte sie über Trump. "Wie schwer es ihm fällt, komplexe Informationen zu verarbeiten. Wie wenig er mit den wichtigsten Entscheidungen befasst ist, die unser Land betreffen. Ich war mitschuldig und das bedauere ich".

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sos / AFP