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Fall Otto Warmbier: Reiseagentur stoppt Nordkorea-Reisen für US-Bürger

Der Werbeslogan des Reiseveranstalters in China lautete: "Wir bringen euch an Orte, von denen deine Mutter dich fernhalten will". Zu den Destinationen zählt Nordkorea - doch wegen des Falls Otto Warmbier hat die Firma Reisen für US-Bürger in die Diktatur gestoppt.

Inside Nordkorea: Urlaub unter den Augen des Kim-Regimes

Nach dem Tod des US-Studenten Otto Warmbier nimmt die von ihm genutzte Reiseagentur Nordkorea-Besuche für US-Touristen aus dem Programm. Das Risiko sei "zu groß geworden", teilte das in China ansässige Unternehmen Young Pioneer Tours auf seiner Facebook-Seite mit. "Wir werden für US-Bürger keine Reisen mehr nach Nordkorea organisieren."

Die Reiseagentur mit Sitz im chinesischen Xian war 2008 von einem britischen Auswanderer gegründet worden. Als einer der wenigen Anbieter organisierte sie Tauch- und Radtouren in Nordkorea. Young Pioneer Tours warb damit, abenteuerlustige Touristen an Orte zu bringen, "von denen deine Mutter dich fernhalten will", darunter Nordkorea und der Iran. Das abgeschottete kommunistische Land bewarb die Agentur als "einen der sichersten Orte der Welt". Im Zusammenhang mit dem Fall des 22-jährigen US-Studenten geriet Young Pioneer Tours in die Kritik.

Otto Warmbier wegen Posterklau verhaftet

Warmbier war im März 2016 wegen Diebstahls eines Agitprop-Posters und "Verbrechen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager in Nordkorea verurteilt worden. Vergangene Woche wurde der Student aus "humanitären Gründen" freigelassen und in die USA ausgeflogen. Am Montag starb er. Nach Angaben der Ärzte hatte der 22-Jährige während der Haft schwere Hirnverletzungen erlitten.


nik/DPA