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Fall Otto Warmbier Reiseagentur stoppt Nordkorea-Reisen für US-Bürger

Inside Nordkorea: Urlaub unter den Augen des Kim-Regimes
Es gibt viele Gerüchte über Nordkorea und nur wenige unabhängige Informationen. Auch über das alltägliche Leben der Nordkoreaner ist kaum etwas bekannt. Nur wenige Besucher aus dem Westen kommen ins Land. Doch es ist nicht völlig unmöglich, sich ein eigenes Bild von Leben in der nordkoreanischen Diktatur zu machen.



Sechs Touristen aus Deutschland, Norwegen, Irland und den USA sind in den letzten Jahren unabhängig voneinander durch Nordkorea gereist. Sie alle haben ihre Erlebnisse mit der Kamera dokumentiert. Im Video sprechen einige dieser Nordkorea-Touristen über ihre seltenen Privat-Aufnahmen aus dem abgeschotteten Land. Den jungen Reisenden gelingt es vor allem in unbeobachteten Momenten, Aufnahmen der wahren Zustände im Land zu machen. Außerdem berichten sie von den außergewöhnlichen Umständen während ihrer Reise unter ständiger Beobachtung.
Nordkorea: Kim Jong Un provoziert, die Bevölkerung hungert

Nordkorea zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Das staatliche Versorgungssystem ist nicht in der Lage, den Bedarf der Bevölkerung zu decken – viele Nordkoreaner leiden Hunger. Trotzdem wird den Reisenden auf den größtenteils inszenierten Ausflügen zu Restaurants, Fabriken und „ausgewählten“ Familien Wohlstand und Fortschritt präsentiert. 


Das komplette Video auf dbate.de.
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Der Werbeslogan des Reiseveranstalters in China lautete: "Wir bringen euch an Orte, von denen deine Mutter dich fernhalten will". Zu den Destinationen zählt Nordkorea - doch wegen des Falls Otto Warmbier hat die Firma Reisen für US-Bürger in die Diktatur gestoppt.

Nach dem Tod des US-Studenten Otto Warmbier nimmt die von ihm genutzte Reiseagentur Nordkorea-Besuche für US-Touristen aus dem Programm. Das Risiko sei "zu groß geworden", teilte das in China ansässige Unternehmen Young Pioneer Tours auf seiner Facebook-Seite mit. "Wir werden für US-Bürger keine Reisen mehr nach Nordkorea organisieren."

Die Reiseagentur mit Sitz im chinesischen Xian war 2008 von einem britischen Auswanderer gegründet worden. Als einer der wenigen Anbieter organisierte sie Tauch- und Radtouren in Nordkorea. Young Pioneer Tours warb damit, abenteuerlustige Touristen an Orte zu bringen, "von denen deine Mutter dich fernhalten will", darunter Nordkorea und der Iran. Das abgeschottete kommunistische Land bewarb die Agentur als "einen der sichersten Orte der Welt". Im Zusammenhang mit dem Fall des 22-jährigen US-Studenten geriet Young Pioneer Tours in die Kritik.

Otto Warmbier wegen Posterklau verhaftet

Warmbier war im März 2016 wegen Diebstahls eines Agitprop-Posters und "Verbrechen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager in Nordkorea verurteilt worden. Vergangene Woche wurde der Student aus "humanitären Gründen" freigelassen und in die USA ausgeflogen. Am Montag starb er. Nach Angaben der Ärzte hatte der 22-Jährige während der Haft schwere Hirnverletzungen erlitten.

nik/DPA

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