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Paketbomben aus dem Jemen: Schutzengel Zufall

Erst im zweiten Anlauf erkannte das britische Entschärfungsteam die Bombe aus dem Jemen. Eigentlich zu spät. Nur durch Zufall durchtrennten die Experten den Sprengmechanismus - und retteten sich damit wohl das Leben.

Offenbar ist es nur dem Zufall zu verdanken, dass eine der im Oktober gefundenen Paketbomben aus dem Jemen rechtzeitig entschärft wurde. Dies geht aus einer Erklärung von Scotland Yard hervor, die die genauen Abläufe des Tages beschreibt.

Demnach hatte ein Entschärfungsteam auf dem Flughafen im englischen East Midlands den Sprengmechanismus nur durch Zufall zertrennt, als es den präparierten Drucker in einem Frachtflugzeug erstmalig untersucht habe. Die Experten entfernten die Druckerkartusche, übersahen allerdings die Bombe. Erst bei einer zweiten Suche fanden sie heraus, dass der Drucker mit Sprengstoff gefüllt und potenziell tödlich war.

Die Bombe und eine weiteres präperiertes Paket sollten offenbar mitten im Flug über der Ostküste der USA explodieren. "Wenn die Bombe nicht von dem Flugzeug entfernt worden wäre, hätte die Aktivierung über der Ostküste der USA erfolgen können", erklärte die britische Polizei.

Der Zünder sei auf eine Explosion des Sprengsatzes sieben Stunden nach dem Start eingestellt gewesen. Da das Flugzeug wegen der Hinweise auf einen möglichen Anschlag aufgehalten und durchsucht wurde, wäre die Bombe wohl bis zur zweiten, erfolgreichen Suche der Experten schon explodiert gewesen - das Entschärfungsteam befand sich also in größter Gefahr. Die Mechanismus sei um 08.40 Uhr (MESZ) durchtrennt worden. Hätten die Spezialisten nicht die Kartusche entfernt, wäre der Sprengsatz um 11.30 Uhr hochgegangen.

APN/AFP