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Durchsuchbare Datenbank Die "Panama Papers" stehen im Internet - zumindest teilweise

Gewerkschaftsmitglieder protestieren vor dem Hauptquartier von "Mossack Fonseca" in Panama, nachdem die Offshore-Geschäfte der Kanzlei bekannt geworden waren. 
Gewerkschaftsmitglieder protestieren vor dem Hauptquartier von "Mossack Fonseca" in Panama, nachdem die Offshore-Geschäfte der Kanzlei bekannt geworden waren. 
© dpa/ Alejandro Bolivar
Das bei den "Panama Papers" federführende Journalisten-Konsortium ICIJ hat die Dokumente in einer Datenbank ins Netz gestellt. Was Sie darin finden werden - und was nicht.

Das "International Consortium of Investigative Journalists" (ICIJ) hat eine durchsuchbare Datenbank online gestellt, die mehr als 200.000 Offshore-Verbindungen aus den "Panama Papers" enthält.

Die Daten stammen von der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca und waren Journalisten der "Süddeutschen Zeitung" von einem anonymen Informanten zugespielt worden, der sich selbst nur "John Doe" nannte. Der Name ist im Englischen ein Platzhalter, vergleichbar mit "Max Mustermann" im Deutschen. Insgesamt durchsuchten Hunderte von Journalisten die Daten weltweit rund ein Jahr lang. Das ICIJ übernahm die Koordination der Recherchen. 

Die Veröffentlichung der Resultate erregte viel Aufmerksamkeit -  nicht zuletzt, da sich die Namen zahlreicher internationaler Politiker und Prominenter in den Dokumenten fanden. So trat beispielsweise der isländische Premier Sigmundur David Gunnlaugsson zurück, nachdem seine Offshore-Geschäfte bekannt wurden. 

Der gesamte Datensatz wird nicht veröffentlicht

Laut ICIJ ist dies die bislang größte Veröffentlichung von Informationen über geheime Briefkastenfirmen und die Menschen, die dahinter stehen. Die Datenbank enthält allerdings nur einen von den Journalisten vorausgewählten Teil der Daten aus dem insgesamt rund 2,7 Terabyte großen Datensatz. Sensible Dokumente, wie Mail-Korrespondenzen oder Telefonnummern, sind nicht darunter. 

Auch Informationen aus den "Offshore Leaks" enthalten

Über die "Panama Papers" hinaus soll die Datenbank Informationen über mehr als 100.000 Unternehmen enthalten, die bereits 2013 Teil der ICIJ-Recherchen zu den "Offshore Leaks" waren. Auch damals spielte eine anonyme Quelle den Journalisten einen Datensatz mit unternehmensinternen Informationen über Briefkastenfirmen zu. 

Die Datenbank ist hier abrufbar: https://offshoreleaks.icij.org.

rös

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