HOME

Porno-Mogul Larry Flynt: Eine Million für Romneys Steuerdaten

Barack Obama erhält unerwartet Schützenhilfe von der Porno-Front: "Hustler"-Chef Larry Flynt bietet Geld, um in den Steuerakten von Mitt Romney wühlen zu können.

Seine Steuererklärung ist seine mögliche Schwachstelle - zwar hatte der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney schon vor Monaten veröffentlicht, welche Summen er in den letzten zwei Jahren der US-Steuerbehörde schuldig war, aber selbst vielen Parteikollegen geht dies nicht weit genug.

Der Verleger und Gründer des Pornomagazins "Hustler", Larry Flynt, bietet jetzt für Informationen über die Finanzsituation von Romney bis zu einer Million Dollar in bar. Wie US-Medien berichteten, ruft der exentrische Publizist in ganzseitigen Zeitungsanzeigen dazu auf, ihm "belegbare Beweise hinsichtlich der unveröffentlichten Steuererklärungen Romneys und/oder Details zu dessen Anlagen in Übersee, Bankkonten oder Geschäftsbeziehungen" zu übergeben.

"Was verbirgt er?", fragt in der Annonce, die unter anderem in der Sonntagsausgabe der "Washington Post" und am Dienstag in "USA Today" erscheint. "Vielleicht finden wir es jetzt heraus." Auch das Online-Magazin "Hollywood Reporter" veröffentlichte die Anzeige.

Laut CNN hat der mehrfache Millionär Romney zwar seine Steuererklärung für 2010 sowie eine Schätzung seiner Steuerschuld für 2011 veröffentlicht, es aber abgelehnt, Informationen über weitere Jahre preiszugeben, da dies den Demokraten nur Stoff für Kritik bieten würde. Romney war in den 80er Jahren in der freien Wirtschaft höchst erfolgreich und hatte als Unternehmensberater und Investor Millionen verdient. Sein Vermögen wird heute auf über 200 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) geschätzt

Obama legt in Umfragen zu

Nach den Parteitagen der Demokraten und Republikaner konnte US-Präsident Barack Obama in der Gunst der Wähler leicht zugelegt. Allerdings bleibt es weiterhin bei einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen mit Herausforderer Romney, mit nur leichten Vorteilen für den Amtsinhaber.

In drei Umfragen von verschiedenen Meinungsforschungsinstituten konnte Obama zulegen. Nach einer am Samstag veröffentlichten Rasmussen-Umfrage liegt er mit 46 zu 44 Prozent vor Romney. Der Präsident legte dabei um zwei Prozentpunkte zu. In einer zuvor veröffentlichten Gallup- Erhebung konnte sich Obama um drei Punkte auf 48 Prozent verbessern, der Republikaner kommt auf 45 Prozent. Auch in einer Ipsos-Umfrage baute Obama seinen Vorsprung von einem auf nunmehr zwei Punkte aus.

Da die jüngsten Umfragen zum Teil vor der Rede Obamas auf dem Parteitag der Demokraten am Donnerstagabend erfasst wurden, könnten die nächsten Erhebungen für den Präsidenten nach Einschätzung von Experten noch etwas besser ausfallen. Dagegen hatte Romney vom Parteitag der Republikaner praktisch gar nicht profitiert.

ono/DPA / DPA