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Britische Premierministerin: Kampf um Theresa Mays Nachfolge: Diese Frauen und Männer wollen an die Macht

Theresa May bereitet sich auf den Abschied als Parteichefin vor - und wird danach auch das Amt der Premierministerin abgeben. Und wer kommt dann? Hier die Liste möglicher Nachfolger.

Jeremy Hunt lächelt verhalten

Jeremy Hunt, der Belastbare mit den Japanisch-Kenntnissen

Der Nachfolger von Boris Johnson im Amt des Außenministers war eigentlich für einen Verbleib Großbritanniens in der EU. Allerdings kritisierte der 52-Jährige das Auftreten Brüssels in den Verhandlungen um den Austritt später als "arrogant". Der frühere Geschäftsmann, der fließend Japanisch spricht, gilt als besonders belastbar. Der Einfluss des 52-Jährigen im Kabinett ist nach und nach gestiegen.

AFP

Nach ihrem Scheitern beim Brexit hat Großbritanniens Premierministerin Theresa May am Freitag ihren Rücktritt bekanntgegeben. Als Parteichefin der Konservativen tritt May am 7. Juni ab, in der Folge gibt sie auch ihr Amt als Regierungschefin auf. Es gibt mehrere Anwärter für den Parteivorsitz und damit für das Amt des Premiers.

Der parteiinterne Prozess um ihre Nachfolge soll in der Woche ab dem 10. Juni beginnen. Das Rennen um den Parteivorsitz dürfte einige Wochen dauern. Bis zur parlamentarischen Sommerpause am 20. Juli soll nach Parteiangaben ihr Nachfolger als Partei- und Regierungschef feststehen. May bleibt in dieser Phase kommissarisch als Regierungschefin im Amt.    

Als möglicher Nachfolger Mays wird unter anderen Ex-Außenminister und Brexit-Hardliner Boris Johnson gehandelt. Dieser forderte am Freitag, Mays Nachfolger müsse beim Brexit nun "liefern". "Vielen Dank für Ihren stoischen Dienst für unser Land und die konservative Partei", schrieb Johnson mit Blick auf May.

Politischen Beobachtern zufolge scheidet May ohne bedeutende Errungenschaften aus dem Amt - bis auf die Tatsache, "dass sie mit einer schwierigen Lage umgehen musste", wie Simon Usherwood von der Universität Surrey sagte. Tim Bale von der Queen Mary Universität in London sagte mit Blick auf den Brexit, es sei "nur eine unmögliche Aufgabe gewesen, weil sie es zu einer machte". 

anb/AFP